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Die Idee der Gerechtigkeit Taschenbuch – 1. Juli 2012

7 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423347198
  • ISBN-13: 978-3423347198
  • Originaltitel: The Idea of Justice
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3 x 21,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 240.640 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein im besten Sinne eingreifendes Buch.«
Rudolf Walther, Berliner Zeitung 09.12.2010

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Amartya Sen, geboren 1933 in Indien, lehrte in Delhi, London und Oxford. Seit 1988 ist er Professor für Philosophie und Ökonomie in Harvard, zwischenzeitlich war er von 1998-2004 Rektor des Trinity College in Cambridge. Für seine Arbeiten zur Wohlfahrtsökonomie und zur Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung erhielt er 1998 den Nobelpreis. 2007 wurde er außerdem mit dem Meister-Eckhart-Preis ausgezeichnet.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Peter Didszun am 18. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Gerechtigkeit im Zeitalter der Globalisierung
Die Gerechtigkeit ist eine der fundamentalen Fragen der politischen Philosophie. Einen ausgezeichneten und hochaktuellen Führer durch dieses Terrain bietet das 2010 in deutscher Übersetzung erschienene Buch – die englische Originalausgabe erschien 2009.
Sein Autor, der indische Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen, hat sich neben seinen Arbeiten zu Wohlfahrtsökonomie, für die er 1998 den Nobelpreis erhielt, in mehreren Veröffentlichungen auch mit Fragen der poltischen Theorie befasst. Sen ist zudem Mitglied mehrerer internationaler Expertengruppen, die sich weltweit mit Fragen einer gerechten Ordnung in einer globalen Welt befassen. Die besondere Kompetenz des Autors beruht nicht zuletzt auf seiner indischen Herkunft und seiner akademischen Karriere in den USA, Großbritannien und Indien.
Sens Buch beeindruckt denn auch durch seinen ungeheuer weiten geistigen Horizont, durch seine umfassende Kenntnis des westlichen wie des östlichen politischen Denkens. Immer wieder führt der Autor seinen westlichen Lesern vor Augen, dass das Thema Gerechtigkeit sich nicht nur durch das abendländische Denken seit Platon und Aristoteles zieht, sondern dass auch in anderen Kulturkreisen Beiträge geleistet wurden, die es wert sind, in die aktuelle Diskussion aufgenommen zu werden. Dabei ist das Buch in einer wohltuend unprätentiösen Sprache gehalten, gewürzt mit einer kräftigen Prise britischen Humors. Die Lektüre ist auch sprachlich ein Genuss.
In der westlichen Tradition des neuzeitlichen politischen Denkens steht der Begriff der Gerechtigkeit in engem Zusammenhang mit der Denkfigur des Gesellschaftsvertrages.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Blaumaintal TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 31. Dezember 2010
Format: Gebundene Ausgabe
Sens Buch über die Gerechtigkeit ist über weite Strecken eine Auseinandersetzung mit John Rawls klassischer Theorie der Gerechtigkeit, die, wie auch Sen anmerkt, die einflussreichste Theorie auf diesem Gebiet in heutiger Zeit ist. Sen kritisiert nun dieses viel gerühmte Rawlsche Programm, so dass sich bei ihm eine Art von grundlegender Richtungsänderung ergibt, wenn er auch einem Ideal der Fairness verpflichtet bleibt, wie wir es auch bei Rawls finden. Was möchte denn nun Sen anders machen? Zunächst einmal kritisiert er bei den gängigen Vertragstheorien Rawlscher Prägung, dass sie einen Idealzustand konstruieren und die gegenwärtigen Verhältnisse dann an diesen Idealzustand angleichen wollen. Sen hält dieses Verfahren im Grunde für impraktikabel, er befürwortet ein Verfahren, bei dem auf die Eigenart der fraglichen Gesellschaft Rücksicht genommen wird, auf ihre tatsächlichen Verhaltensmuster. Seiner Meinung nach bedarf es Einigungen über die Rangfolge von Alternativen durch den Prozess eines öffentlichen Vernunftgebrauches. Diesen Ansatz bezeichnet er als komparativ, den von ihm kritisierten Rawlschen als transzendentalen Ansatz. Soziale Verwirklichung der Gerechtigkeit soll Sen zufolge nicht abgelesen werden etwa am Nutzen oder Glück oder der bloßen Verfügbarkeit von bestimmten Gütern, sondern an den Befähigungen und Chancen der Menschen einer Gemeinschaft. Dadurch möchte er auch die Sphäre der Verantwortlichkeit in den Blick holen und Raum für Pflichtgebote schaffen. Die Betrachtung tatsächlicher Befähigungen und sozialer Verwirklichungen von Befähigungen werden so zu ganz zentralen Punkten seiner Gerechtigkeitskonzeption.Lesen Sie weiter... ›
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Lehmann-Pape am 17. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Die Gerechtigkeitsdebatte ist öffentlich allenthalben im Gange. Gerade in Zeiten offenkundiger Krisen und damit einhergehender „Umverteilungen“, die nicht unbedingt der großen Masse der Bevölkerungen dienen. Aber hinter diesen aktuellen Diskussionen findet sich die Frage nach der Gerechtigkeit seit Jahrzehnten eigentlich bereits im Fokus des Interesses informierter Kreise. Vom Nord-Süd Gefälle bis zu Ressourcenverteilung, vom Großgrundbesitzer bis zum Kaffeebauern, von der Frage des Hungers in der Welt zur Welt der Börsen und Spekulationen, mithin oft und oft im Kern zu Fragen der „Verteilung“.

Ist nun diese Idee der Gerechtigkeit ein Ideal oder kann Gerechtigkeit tatsächlich eine der Maximen praktischen wirtschaftlichen und politischen Handelns werden und sein?

Der Nobelpreisträger der Ökonomie, Amartya Sen, geht diese Frage aus einer anderen als der gewohnten Richtung an. Nicht vom Ideal her betrachtet er letztlich die Frage der Gerechtigkeit hauptsächlich (auch wenn die klassischen Theorien und Ideen der Gerechtigkeit im Buch bearbeitet werden), sondern direkt, zupackend und pragmatisch wirkt das, was er vor den Augen des Leser anhand vieler praktischer Beispiele und klarer Gedanken entfaltet.

Nicht die „Idee der Gerechtigkeit“ auf abstrakter Ebene ist für Sen der Schlüssel zu „mehr Gerechtigkeit“, sondern die ganz konkrete, praktische Arbeit an der „Beseitigung herrschender Missstände“. Dies setzt Sen dann auch als Maßstab zur Beurteilung eines „Denkens“ über Gerechtigkeit. Inwieweit aus einem solchen Denken Handeln folgt und inwieweit ein solches daraus folgendes Handeln dann auch konkret ein Teil, ein Ort der Ungerechtigkeit überwunden werden kann.
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