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Die IQ-Falle. Intelligenz, Sozialstruktur und Politik
 
 
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Die IQ-Falle. Intelligenz, Sozialstruktur und Politik [Gebundene Ausgabe]

Volkmar Weiss
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 312 Seiten
  • Verlag: Stocker (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3702008829
  • ISBN-13: 978-3702008826
  • Größe und/oder Gewicht: 20,9 x 13,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 526.358 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Politisch ebenso aktuell wie umstritten sind die Fragen, die der Humangenetiker und Bevölkerungswissenschaftler Weiss mit seiner provozierenden These über die Vererbbarkeit der Intelligenz und die Herausbildung einer "intellektuellen Elite" aufwirft. Wirtschaftliche Dynamisierung ebenso wie neuer sozialer Sprengstoff können die Folgen sein. Aber nicht nur den Zusammenhang zwischen Intelligenzforschung und einer Reihe von sozialpolitischen Problemen, auch den in seinem Gefahrenpotential noch nicht annähernd erkannten Wandel der demographischen Struktur behandelt der Autor in diesem brisanten Buch.

Der Autor über sein Buch

Gleichheit als Ideal einer modernen Demokratie?

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Einleitungssatz
Von Anbeginn der geschichtlichen Überlieferung und wahrscheinlich seit dem Ende des Steinzeitalters gab es auf der Welt drei Arten von Menschen: die Oberen, die Minieren und die Unieren. Lesen Sie die erste Seite
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

62 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wichtigstes Buch über Vererbung/Umwelteinflüsse seit ca1980, 20. September 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die IQ-Falle. Intelligenz, Sozialstruktur und Politik (Gebundene Ausgabe)
Die IQ-Falle von Vokmar Weiss wurde trotz der DDR - Grenze von Prof. Dr. H:J: Eysenck angeregt. Weiss geht der Entstehung intellektueller Eliten in unserer Industriegesellschaft nach und untersucht Intelligenzentwicklungen im sozialen Zusammenhang komplexer Gesellschaften. Er zeigt auch unterschiedliche Entwicklungen bei einzelnen Völkern auf, die sich in Umwelt und Religionen unterscheiden.Er vergisst bei den Vererbungsfaktoren weder die Sekundäreigenschaften noch die Einflüsse der Gesellschaften und ihrer Umwelt. Vor allem weist er auf die Gefahren des Geburtenausfalls in westlichen Industriegesellschaften hin. Er redet aber der Intellektualisierung nicht das Wort, weil sie seiner Meinung nach Einwanderungszwang erzeugt und soziale Konflikte schafft. Er wagt es neue Wege für unsere Familienpolitik aufzuzeigen, die sich bis jetzt zu sehr dem sozialen Ausgleich als der individuellen Leistungsförderung verschrieben hat. Das Buch ist sehr lesenswert für Politiker, Lehrer und verantwortungsvolle Eltern, die es intensiv durcharbeiten und mit ihren Erfahrungen vergleichen sollten. Vielleicht können sie daraus Mut schöpfen Gleichheitsprinzipien nicht überzubewerten, sondern bei Kindern Begabungsschwerpunkte zu suchen, gezielt zu fördern und einen begabungsgerechten Schulabschluss anzustreben.
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134 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das Tag für Tag aktueller wird., 22. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Die IQ-Falle. Intelligenz, Sozialstruktur und Politik (Gebundene Ausgabe)
Es gibt Bücher, die sind Eintagsfliegen, wie damals Lafontaines Abrechnung, als er die Regierung verließ, und es gibt Bücher, die sind fast zeitlos, wie Clausewitz' "Vom Kriege". Bei der "IQ-Falle" sind zeitlose Aspekte mit mittelfristigen aktuellen Daten und Entwicklungen unterlegt, die in der Tagespolitik mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Seit 35 Jahren unterschreitet in der alten Bundesrepublik die Zahl der geborenen Kinder die für die Bevölkerungserhaltung notwendige Zahl um ein Drittel. Bisher ist dennoch durch Rücksiedler und Zuwanderer die absolute Einwohnerzahl zwar nicht gesunken, aber die Probleme für die Sozialkassen der Gemeinden und für die Renten- und Krankenversicherungskassen haben inzwischen eine Größenordnung erreicht, daß auch dem naiven Mitbürger allmählich klar wird, daß etwas faul ist im Staate. Denn Bevölkerung hat nicht nur eine Quantität, sondern hat auch eine Qualität. Diese Qualität, die bisher bei den Überlegungen der Politiker kaum eine Rolle spielt, ist das zentrale Thema der "IQ-Falle". Als das Buch im Jahre 2000 erschien, lagen die Berichtsbände über die Ergebnisse der PISA-Studie noch nicht vor. Dennoch lassen sich diese Ergebnisse erst dann sachgemäß interpretieren, wenn man auch "Die IQ-Falle" zur Kenntnis genommen hat. Noch glauben viele, daß man durch eine noch stärkere Ausweitung der formalen Bildung (also etwa des Anteils der Abiturienten und der Ganztagsschüler) die Defizite wettmachen kann, die Deutschland inzwischen gegenüber vielen anderen Ländern aufweist. Die Bundeswehr ist die einzige Institution, die Jahr für Jahr den IQ aller Wehrpflichtigen testet. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat den Führungsoffizieren der Wehrpsychologie in der Beilage "Aus Politik und Zeitgeschehen" der Bundestags-Zeitschrift "Das Parlament" am 3.2.2003 ermöglicht, über die Ergebnisse der IQ-Tests bei Hunderttausenden von Rekruten zu berichten. Dabei kommt heraus, daß die Abiturientenquote - die formale Bildung also - so gut wie keine Auswirkungen auf das regionale Intelligenzniveau bzw. Humankapital hat. Die Bundesländer, denen man bei PISA eine besonders gute Schule zugeschrieben hat, haben in Wirklichkeit bereits einen deutlich höheren mittleren IQ ihrer Bewohner. Die regionalen Unterschiede zwischen den Mittelwerten einiger Wehrkreise Bayerns und des Wehrkreises Stuttgart zu Wehrkreisen in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und zu Bremen betragen bis zu 12 IQ-Punkten! Hauptgrund dafür ist die selektive Abwanderung der Begabten und Qualifizierten aus Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit in wirtschaftlich prosperierende Regionen. Und die Offiziere zitieren nur ein Buch, das den Hintergrund dieser Vorgänge und ihre Folgen richtig erfaßt: "Die IQ-Falle" von Volkmar Weiss. D.h., wer die Folgen von komplexen sozialen Zusammenhängen begreifen und daraus Schlußfolgerungen ziehen möchte, der sollte dieses Buch gelesen haben.
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136 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das beste deutsche Buch über Intelligenz!, 14. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Die IQ-Falle. Intelligenz, Sozialstruktur und Politik (Gebundene Ausgabe)
Das gibt es nicht in Deutschland? Eine Intelligenz-Forschung, die auch international Anerkennung gefunden hat? Zugegeben, Ebbe in Deutschland, seitdem 1933 die „jüdische Intelligenz-Psychologie" durch eine „deutsche Seelen-Lehre" ersetzt wurde. Auch nach 1945 hat sich niemand getraut, aus Angst um seine „political correctness", in vorauseilendem Gehorsam den Zeitgeist gegenüber.

Beinahe ist das richtig. Wenn es nicht die DDR gegeben hätte und in ihr einen unerschrockenen Biologen und Anthropologen, Volkmar Weiss. Schon 1972 legte er mit seiner Dissertation eine Arbeit vor über die Vererbung der mathematisch-technischen Hochbegabung. Eine Arbeit, die nach dem Urteil seines damaligen Chefs „auf eine Gesellschaft träfe, die damit überhaupt nichts anfangen könne". Seine „Psychogenetik" von 1982 wurde totgeschwiegen, wie es sich gehörte. Er musste sich verpflichten, nichts mehr über Intelligenz zu veröffentlichen. Aber in der BRD? Man hat nicht gehört, dass diese Arbeit die ihr gebührende Aufmerksamkeit fand.

Inzwischen legt er mit dem oben genannten Buch eine Zusammenfassung seiner Forschungen vor. Zugegeben, es ist Umstrittenes darunter. Er glaubt, durch mathematische Analyse ein für die Intelligenz entscheidendes Gen gefunden zu haben. Material für seine Forschung waren die Sieger der Mathematik-Olympiaden der DDR und ihre Verwandten. Die wurden getestet mit Intelligenz-Tests, wie sie international üblich sind. Allerdings wurden die Rohwerte nicht geglättet. Das Ergebnis war nicht die wohlbekannte Gaussche Kurve mit dem Gipfel bei 100, sondern eine Kurve mit 3 Gipfeln: bei 94, 112 und 130. Die interpretiert Weiss als Nachweis eines Gens, das für die mathematische Begabung entscheidend ist. Bei den Probanden mit IQ 94 soll es fehlen, bei 112 einmal und bei 130 zwei mal vorhanden sein. Das mag mutig sein, aber es ist bisher keine andere Interpretation dieses Befundes bekannt geworden, auch keine Widerlegung. Bis dahin muss das Ergebnis als offene Hypothese gelten und als solche anerkannt werden.

Noch manches andere teilt der Verfasser mit, was wir gar nicht wissen wollen:
- Die Intelligenz ist auf der Erde und innerhalb ihrer Bevölkerungen nicht gleichmäßig verteilt.
- Intelligenz ist zu 70 bis 80 Prozent erblich. (Eine gut verständliche Darstellung der entsprechenden Mathematik findet man in der „Psychogenetik" des gleichen Verfassers.)
- Haben beide Eltern einen IQ um 130, gilt das auch für fast alle Kinder.
- Haben beide Eltern einen IQ um 94, gilt das auch für ihre Kinder.
- Haben beide Eltern dagegen einen IQ um 112, streut der IQ der Kinder weit mehr.
- Liegt der IQ der Eltern weiter auseinander - was allerdings selten vorkommt - ergeben sich Zahlen-Verhältnisse fast wie nach den Mendelschen Gesetzen zu erwarten.
- Der IQ korreliert sehr hoch mit der Kapazität des Kurzzeit-Gedächtnisses, so dass sich aufwändige Tests meist erübrigen.
- Die Intelligenten heiraten vor allem untereinander, so dass tendenziell eine - allerdings offene - Intelligenz-Schicht entsteht.
- Die meisten Hochintelligenten kommen mit den Intelligenz-Schwachen fast nie in Kontakt, so dass sie sich leicht utopische Vorstellungen machen über deren Bildsamkeit.
- Der Anteil der Studierenden, die studierte Eltern hatten, wurde in der DDR von Jahr zu Jahr größer, nicht etwa kleiner, wie es die Ideologie verlangte.
- Für die alte und neue BRD gilt das gleiche, allerdings nicht so ausgeprägt.
- Die intelligentesten Studierenden sind - wie überall auf der Erde - überwiegend diejenigen, die Mathematik, Technik oder Natur-Wissenschaften studieren.
- Die an wenigsten intelligenten Studierenden sind - aber nein, ich verrate es nicht. Es ist zu traurig, oder zu schön, je nach Standpunkt. Das müssen Sie selbst lesen.

Das und vieles andere, was mancher nur ungern zur Kenntnis nimmt, bereitet das Buch aus in einer klaren, verständlichen Sprache, gut belegt durch eigene Forschungen und reiche Literatur-Nachweise. Und es bestätigt nebenbei die alte Erfahrung, dass man das beste Deutsch lernt durch das Studium von strengen Sachfächern. Da fällt nämlich alle sprachliche Mogelei auf.

Wer dagegen ruhig weiter schlafen möchte, wer vor unbequemen und unbeliebten Fakten Angst hat, sei vor dem Buch ausdrücklich gewarnt. Für den Mutigen aber ist es ein reiches Buch, das eine ganze Bibliothek überflüssig macht. Für die Wissenschaft könnte es Anstoß sein für ein ganzes Forschungs-Programm.

Wer glaubt dem Verfasser nicht folgen zu können, der sollte seinen Einfluss geltend machen dahin gehend, dass die vorgetragenen Fakten und Standpunkte durch eine qualifizierte Intelligenz- und Begabungs-Forschung überprüft und bestätigt oder widerlegt werden. Aber das gibt es in Deutschland noch nicht, leider. Das Buch könnte einen Anstoß dazu sein. Können wir uns das nach Pisa diesen Mangel noch leisten? Oder wollen wir lieber dumm bleiben?

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