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Die Hypermacht. USA in Nahaufnahme
 
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Die Hypermacht. USA in Nahaufnahme [Taschenbuch]

Stefan Fuchs
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Edition Nautilus; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894014121
  • ISBN-13: 978-3894014124
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12 x 0,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.427.637 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wenn ich die amerikanische Kultur auf einen Begriff bringen sollte, würde ich sagen, es ist der Begriff der Leere! Die Angst vor der Leere ..." (Richard Sennett)

Kurzbeschreibung

»Von den USA lernen, heißt siegen lernen!« Das glatte Credo aller überzeugten Transatlantiker birgt einen tieferen Sinn. Tatsächlich sind die USA uns Europäern voraus. Jenseits des Atlantiks findet sich eine Art Labor, in dem eine Lebens- und Gesellschaftsform getestet wird, die trotz fortgeschrittener Globalisierung für den alten Kontinent immer noch Zukunft ist. Die USA experimentieren mit einer zukünftigen Kultur universeller Verfügung. Verfügung über sich, über andere. Verfügung über Sprache, über Natur. Der ungezügelte Drang nach Steigerung der Macht über Waren, Geld, Bilder, Körper, über den Tod selbst bildet die Triebfeder der US-Kultur und garantiert zugleich ihre Universalität. Nur wer in diese Tiefenzonen des amerikanischen Selbstverständnisses vordringt, begreift, was die Rede vom »Modell« Amerika wirklich bedeutet und erahnt die Dimensionen der traumatischen Erfahrung des 11. September als »Pearl Harbour der industriellen Zivilisation«. Stefan Fuchs hat markante Fragen gestellt an Richard Sennett, Gore Vidal, Noam Chomsky, Benjamin R. Barber, Joshua Meyrowitz, Thomas Frank, Morris Berman, Dan Clawson, Eduardo Lourenco.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "echse1"
Format:Taschenbuch
Es ist nicht leicht (oder doch allzu leicht), zur Zeit die Situation Amerikas und das Vorgehen der dortigen Regierung kritisch zu hinterfragen. Schnell landet man in der Ecke der antiamerikanischen Stimmungsmacher oder undankbaren Europäer. Auf der anderen Seite ist es auch "intellektuell chic", den großen Bruder überm großen Teich in die Waden zu beißen.
Die von Stefan Fuchs herausgegebene Sammlung von Gesprächen mit kritischen Zeitgenossen ringt einem da Respekt ab. Insbesondere, weil er sich nicht auf die Aussagen seiner Gesprächspartner beschränkt, sondern im Vorwort deutlich selbst Stellung bezieht.
Antiamerikanisch ist das keinesfalls. Intellektuelles Schwadronieren auch nicht. Eigentlich hat man als Deutscher nun schon das Problem, es in keine Schublade packen zu können. Aber wir sind ja lernfähig - und dieses Buch kann dabei helfen.
Besprochen werden amerikanisch-innenpolitische Themen wie die Arbeits- und Sozialpolitik, das Gesundheitswesen und die Angst. Größeren Raum aber nehmen die außen-, wirtschafts- und sicherheitspolitischen Bereiche ein, die nicht erst seit Amtsantritt von George W. Bush international mit wachsender Skepsis betrachtet werden. Imperiale Bestrebungen und Vergleiche mit dem Römischen Reich (und einem ähnlichen Schicksal) kommen zur Sprache.
Insgesamt ein sehr interessantes und packendes Buch, wenn auch nicht unbedingt ein Lesevergnügen. Das ist George Orwells "1984" aber auch nicht.
Ohnehin sollte man ein Buch, das mit einem Gespräch mit Gore Vidal beginnt und mit Noam Chomsky endet, ohnehin jedem politisch interessierten Leser wärmstens empfehlen. Das Gute ist, dass die Seiten dazwischen kein verschwendetes Papier sind; auch diese Gesprächspartner sind nicht weniger hochkarätig und scharf analytisch - auch wenn es nicht die Superstars sind, die Deutschland in diesen Zeiten so dringend sucht.
Ein kleiner Tipp: Überlesen Sie nicht das Zitat aus einer Rede eines US-Generals in Ramstein. Das hat's in sich.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Korpo
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist relativ klar gegen die gegenwärtige US-Politik ausgerichtet, gegen ihre Heilsversprechungen und ihre Propaganda, ihre tatsächlichen als auch behaupteten Ziele. Es beleuchtet das Phänomen USA als militärische, kulturelle und ökonomische Hypermacht, und das vorwiegend kritisch.

Wie kann ein Buch gleichzeitig einseitig und beeindruckend sein? Diese Einseitigkeit zwingt sich fast schon auf, wenn man bedenkt, wie heutzutage, auch in und vor allem in Amerika, mit Information umgegangen wird. Wenn Information frei zugänglich ist, hängt es nämlich nur noch vom eigenen Interesse ab, ob man sie auch wahrnimmt. Und das scheint in der Tat gering zu sein.

[Ich beziehe mich im Weiteren direkt auf die Fakten, die in einigen Kapiteln dargestellt werden]

Investigativer Journalismus, der in uns in Film und Fernsehen so gern vorgespielt wird, findet praktisch nicht statt. Die Anzahl kritischer Artikel steht zur Anzahl die offiziellen Verlautbarungen wiederkäuender Artikel etwa 20:4000, jedenfalls was Bushs Irakkrieg betrifft. Dass damit in einer medienzentrierten Gesellschaft die Bevölkerung gezielt einem einseitigen Meinungsbombardement ausgesetzt ist, ist klar. Darum muss dieses Buch auch einseitig sein, um wahrgenommen zu werden, auch und gerade wenn es eigentlich versucht, das Phänomen USA Europäern nahezubringen.

Die kriegerische Aussenpolitik, die sich über den eigenen Westen, in den Pazifik, nach Mittel- und Südamerika und jetzt in alle Welt ausgebreitet hat, wird beschrieben. Gore Vidal nennt die unglaubliche Zahl von ca. 200 militärischen Interventionen seit dem Zweiten Weltkrieg.

Der enorme Einfluss von Geld und Konzernen auf die Politik und die Wahlen wird beleuchtet. Ca. 96 % aller Amtsinhaber hatten bei ihrer Wahl mehr Finanzmittel als ihre Gegenkandidaten für die Wahl, 4% nur unwesentlich weniger, und weniger als 1 % wesentlich weniger. Und wo die Wahlbezuschussung aufhört, fängt die Lobbyarbeit an.

Aber auch amerikanische Konsumkultur geht um die Welt. Wie Hollywood es geschafft hat, die Träume der Welt zu produzieren, wird beschrieben.

Der Neoliberalismus, und seine zerstörerische Kraft in Bezug auf die amerikanische Mittelschicht, und über die Globalisierung auf weite Teile der Weltbevölkerung, wird beleuchtet. Dass die Sache auch einen Haken haben muss, und warum und wie der Trend zur Anhäufung grosser Vermögen in wenigen Händen, zur Steuererleichterung vor allem der Reichen, zur Entfesselung vor allem einer Konzernwirtschaft rigoros ideologisch unterfüttert wurde, ist auch beschrieben. Geld und Politik gehen Hand in Hand, und selbst Amerikaner sind nur die besseren Opfer dieser Politik.

Über Phänomene der amerikanischen Psyche, den konformistischen Zwang zur "Community", die religiösen Wurzeln einer zutiefst individualistischen Gesellschaft, rundet der Herausgeber seinen Gesprächsband gut ab.

Dieses Buch ist einseitig, weil uns die gewaltige Medienmaschine USA und ihre Regierung eh schon rund um die Uhr mit positiven Nachrichten, ob echt oder erfunden, füttern.

Dieses Buch ist notwendig, weil wir über These (das US-Image in der Westlichen Welt) und Antithese (Bücher wie dieses oder von Michael Moore, Noam Chomsky, Gore Vidal, etc.) uns endlich selbst eine Meinung bilden können.

Es geht nicht um Anti-Amerikanismus. Es geht um Information. Denn auch hierzulande sind nur informierte Bürger wahrhaft freie und mündige Bürger.

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