Ihren Artikel jetzt
eintauschen und
EUR 9,05 Gutschein erhalten.
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Anhören Wird wiedergegeben... Angehalten   Sie hören eine Probe der Audible-Audioausgabe.
Weitere Informationen
Dieses Bild anzeigen

Die Hyperion-Gesänge - Zwei Romane in einem Band: Hyperion / Der Sturz von Hyperion Taschenbuch – 1. August 2002


Alle 7 Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe
"Bitte wiederholen"
EUR 9,14
Taschenbuch, 1. August 2002
EUR 15,00
7 gebraucht ab EUR 15,00 1 Sammlerstück ab EUR 31,85
Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 1456 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (1. August 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453215281
  • ISBN-13: 978-3453215283
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,8 x 5,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (164 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 148.960 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dan Simmons wurde 1948 in Illinois geboren. Er schrieb bereits als Kind Erzählungen, die er seinen Mitschülern vorlas. Nach einigen Jahren als Englischlehrer machte er sich 1987 als freier Schriftsteller selbstständig. Zahlreiche seiner Romane – darunter "Sommer der Nacht", "Die Hyperion-Gesänge", "Ilium" und "Olympos" – wurden zu internationalen Bestsellern. Simmons lebt und arbeitet in Colorado, am Rande der Rocky Mountains.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

»Der Hegemoniekonsul saß auf dem Balkon seines Ebenholzraumschiffs und spielte Rachmaninoffs Prelude in cis-Moll auf einem uralten, aber gut erhaltenen Steinway, während sich große grüne Saurierwesen unten in den Sümpfen drängten und heulten.«
So beginnt ›Hyperion‹. Es ist ein brillanter und mutiger Einstieg von jener Art, die Fachleute gern mit der Behauptung quittieren, so könne oder dürfe man das nicht machen. Doch wäre ich nicht in Versuchung, zu älteren Werken zu greifen, würde ich dies als den besten Eröffnungszug eines Science-Fiction-Romans bezeichnen, den ich je gelesen habe. Er ist überschäumend und knistert vor visuellen und akustischen Bildern. Er entlockt uns auch ein Lächeln, weil wir sofort erkennen, daß wir einem Meister der Special Effects in die Hände gefallen sind – einem Autor, der genau weiß, was er aus dem Digitalstudio mit dem unerschöpflichem Budget herausholen kann, das wir alle im Kopf haben. Und man ahnt hier auch schon ein technisches Können, das fast unbemerkt bleibt, weil es so selbstverständlich angewendet wird. Während Dan Simmons diese ersten Zeilen einsetzt, um in unserer Vorstellung ein verführerisches Bild zu malen, das den Wunsch zum Weiterlesen weckt, hat er uns bereits einige wichtige Dinge über das Buch verraten.
Wir wissen beispielsweise, daß es ein Buch ist, in dem Raumschiffe vorkommen. Auch können wir vermuten, daß das Raumschiff auf einer fremden Welt steht, ja auf einem Planeten in einem Sonnensystem, das ein gutes Stück von unserem eigenen Planeten entfernt ist. Weiter wird deutlich, daß das Raumschiff in Privatbesitz ist und groß genug, um einen Balkon zu haben, was sofort an von Endzeitstimmung geprägte Dekadenz denken lässt. Der Protagonist – der Hegemoniekonsul – spielt auf dem Balkon sogar auf einem Flügel; offensichtlich ist die Handlung in die Zukunft verlegt – weit genug jedenfalls, um die Anwesenheit eines Flügels in einem Raumschiff nicht als lächerliche Idee erscheinen zu lassen. Andererseits sind wir nicht so weit in die Zukunft gesprungen, daß alle Verbindungen zu unserer Gegenwart abgeschnitten wären: Wir erfahren, daß es sich bei dem Flügel um einen Steinway handelt und daß ein Stück von Rachmaninoff gespielt wird. Aus diesen Indizien können wir schließen, daß die Geschichte wahrscheinlich einige Jahrhunderte in der Zukunft angesiedelt ist und daß der Konsul, wer er auch sein mag, uns selbst einigermaßen ähnlich ist, da er Musik spielt, die wir kennen. Vielleicht sind es auch einige Jahrtausende, aber Jahrmillionen sind es ganz gewiss nicht. Wir bekommen darüberhinaus einige Hinweise auf den Konsul selbst. Er muß wohlhabend oder mächtig genug sein, um ein Raumschiff zu besitzen, und wir müssen ihn uns offenbar als Ästheten vorstellen, der einen Sinn für die schönen Dinge des Lebens hat. Es ist nicht etwa ein nachgebautes Klavier, sondern der Konsul benutzt einen »uralten, aber gut erhaltenen Steinway«. Mit einem Nachbau wäre es offensichtlich nicht getan gewesen. Wir haben uns in gewisser Weise schon ein Bild von diesem Mann gemacht. All dies steckt in einem einzigen Satz.
Es so viel, daß einem die Tränen kommen könnten.
Wir lesen weiter und erfahren bis zum Ende des ersten Absatzes noch einige Dinge über die Situation und den Charakter des Konsuls. Simmons führt hier sogar schon mehrere Details über die Ökologie der Welt ein, auf der das Raumschiff steht, auch wenn sich dies als eher nebensächliches Lokalkolorit entpuppen soll.
Dann setzt die eigentliche Wandlung ein. Der Konsul bekommt eine dringende Mitteilung. Jemand, offenbar sein Vorgesetzter, nimmt mit ihm Kontakt auf und befiehlt ihm, nach Hyperion zu fliegen, zu einer erdähnlichen Welt, auf der sich eine schwer durchschaubare Krise zusammenbraut. Wir erfahren nicht, was für eine Krise es ist, doch wir werden informiert, daß es mit »Zeitgräbern« zu tun hat, die kurz davor sind, sich zu öffnen. Außerdem hören wir, daß etwas, das als »Shrike« bezeichnet wird, sich in Bewegung gesetzt hat. Der Konsul benötigt keine Erläuterungen, was damit gemeint ist, und wir können aus seinen Reaktionen schließen, daß die Neuigkeiten keine guten sind.
Damit hat der Autor uns genau dort, wo er uns haben will. Wir werden weiterlesen, weil wir herausfinden wollen, was diese geheimnisvollen Zeitgräber sind und was es mit dem Shrike auf sich hat, und weil wir die Antworten auf ein Dutzend weitere Fragen bekommen wollen, die Simmons uns auf den ersten paar Seiten seines Buches in den Kopf gesetzt hat. Man muß nicht eigens betonen, daß wir ganz nebenbei eine Menge weitere Informationen über das Universum des Konsuls bekommen, während Simmons uns mit anderen Dingen beschäftigt. Wir erahnen einen komplexen, vielschichtigen Hintergrund – zahlreiche bewohnte Welten, interstellare Reisen und Kommunikation, vielleicht sogar eine Art von Teleportation. Es gibt auch Hinweise auf die Geschichte: Wir hören von einer äußeren Bedrohung der Hegemonie durch eine anscheinend kriegerische Splittergruppe, die Ousters. Wie kam es zu dieser Abspaltung? Immer mehr Fragen tun sich auf, und wir wissen, daß uns nichts anderes übrig bleibt, als den Konsul auf seiner Mission nach Hyperion zu begleiten, wenn wir die Antworten erfahren wollen – eine Mission, die, wenn wir den Andeutungen glauben können, eigentlich nur mit einem besonders qualvollen Tod enden kann.
So also beginnt ein vielgepriesenes Buch, das zu den bedeutendsten Werken der Science Fiction der letzten zwanzig Jahre zählt. Es erschien in zwei Bänden als ›Hyperion‹ und ›Der Sturz von Hyperion‹, doch tatsächlich handelt es sich um ein nahtloses Ganzes, das als Einheit gelesen werden muß. Für den ersten Band hat Simmons den Hugo-Gernsback-Award erhalten, und beide Bände zusammen haben – neben einer kleinen Anzahl weiterer Werke, die in der Zeit von kurz vor bis kurz nach 1990 erschienen sind – eine Erneuerung jener Sparte der Science Fiction eingeleitet, die als ›Space Opera‹ bezeichnet wird. Der Begriff wird gelegentlich (früher noch in stärkerem Maße als heute) in herabsetzender Weise benutzt, doch Brian Stableford trifft in der ›Encyclopedia of Science Fiction‹ recht genau den Punkt, wenn er dieses Genre als »farbenprächtige, handlungsbetonte Abenteuergeschichten, die sich um interplanetarische oder interstellare Konflikte drehen«, definiert. Ich glaube, hier ist insbesondere die Farbenpracht zu betonen. Space Operas sind SF auf einen Breitwandschirm projiziert, so daß dem Zuschauer die Augen aus dem Kopf fallen können. Meist gibt es einen detailreich beschriebenen, sympathischen Helden oder eine Gruppe solcher Helden, und gewöhnlich steht eine Menge auf dem Spiel. Die Beschreibung paßt hervorragend auf ›Hyperion‹, doch der Roman geht darüber hinaus. Er ist weitaus mehr als »nur« eine Space Opera.
Im Jahre 1989, als ›Hyperion‹ erschien, gab es noch keinerlei Anzeichen dafür, daß die erwähnte Erneuerung bevorstehen sollte. Die Science Fiction hatte Anfang der achtziger Jahre einige turbulente Umwälzungen erlebt, als der Cyberpunk das Terrain im Sturm eroberte. Doch gegen Ende des Jahrzehnts waren die Schlachten mehr oder weniger geschlagen. William Gibsons ›Neuromancer‹ war bereits fünf Jahre alt, und die Masse von brillanten Stories, die dem Roman vorausgegangen waren – nicht nur von Gibson, sondern auch von Bruce Sterling, John Shirley, Lewis Shiner und anderen –, hatte sogar noch länger Zeit gehabt, ins Bewußtsein der SF-Gemeinde einzudringen. 1989 war der Cyberpunk schon lange nicht mehr neu und aufregend, und die wichtigsten Vorreiter waren längst auf ihre eigenen, ganz individuellen literarischen Flugbahnen eingeschwenkt. Die jüngeren Autoren, die nicht zum Cyberpunk gehörten – Autoren wie Michael Swanwick, Kim Stanley Robinson, James Patrick Kelly, Connie Willis und andere – hatten die Romane und Stories, mit denen sie berühmt werden sollten, noch nicht geschrieben. Die Giganten, die in den fünfziger und sechziger Jahren das Feld beherrscht hatten,...

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

121 von 129 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Deval am 23. Mai 2003
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Die guten Kritiken, egal wo man gelesen und mit wem man gesprochen hat, haben mich schon neugierig auf diesen Monumentalschinken mit 1450 Seiten gemacht. Was ich aber dann zu lesen bekam, hat meine kühnsten Hoffnungen und Erwartungen übertroffen, dachte ich doch bisher, Isaac Asimovs Foundationtrilogie könnte nicht mehr getoppt werden, so wurde ich hier eines Besseren belehrt.

Ich könnte noch nicht einmal genau sagen was mir denn so sensationell gut gefallen hat. Die Geschichte ist nicht unbedingt besser oder schlechter als andere SF Geschichten oder der Autor ein Spitzenkönner der seinesgleichen sucht. Im Gegenteil, so weit ich weiß hat er zwar noch einige Romane geschrieben, die aber mehr oder weniger unter -ferner liefen- zu haben sind.

Nein, ich denke, hier hat jemand zum richtigen Zeitpunkt die richtige Geschichte im richtigen Stil geschrieben. Schon allein die Idee der Zeitgräber, die rückwärts durch die Zeit altern, ist einfach herrlich. Auch, das alle Protagonisten auf dem Weg zum Ziel sich den Grund ihrer Reise, bzw. die Motivation die dahintersteckt berichten, wobei jede einzelne Geschichte schon ein Roman im Roman ist, ist für dieses Buch ein hervorragender Gedanke gewesen.

Ein blauer Himmel ist für Dan Simmons nicht einfach nur ein blauer Himmel, sondern eine Begebenheit, die in mindestens einem Hauptsatz und zwei Nebensätzen beschrieben werden muß, wobei Lapislazuli seine Lieblingsfarbe zu sein scheint. Das wirkt aber keineswegs langweilig oder ermüdend, sondern eher wie das Tüpfelchen auf dem i. Simmons macht auch nicht den Fehler, seine technischen Errungenschaften, wie z. B.
Lesen Sie weiter... ›
1 Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Edmund Sackbauer am 2. Februar 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Die Hyperion Gesänge bestehen eigentlich aus 2 getrennten Büchern. Die Zusammenfassung zu einem Band ist allerdings äusserst sinnvoll. Denn das erste Buch endet so abrupt, dass man zum weiterlesen förmlich gezwungen wird. Doch der Reihe nach: Der erste Teil des Buches ist eine Aneinanderreihung von Episoden, die von den Teilnehmern einer Pilgergruppe erzählt werden. Es handelt sich dabei um ihre Lebensgeschichten, die zwar verschiedener nicht sein könnten, jedoch alle irgendwie mit dem rätselhaften Planeten Hyperion verbunden sind. Stück für Stück erfährt der Leser mehr über die Pilgergruppe, aber auch über die Zeit in der sie leben. Dennoch tappt der Leser bis zum Ende des ersten Buches über den Zweck ihrer Reise und das Rätsel von Hyperion im Dunkeln. Der Zweite Teil beginnt mit der Ankunft der Pilger am Ziel ihrer Reise. Simmons legt zahlreiche falsche Fährten aus um letztendlich in einem bombastischen Finale die Knoten zu entwirren.
Eigentlich wollte ich das Buch nach den ersten paar Seiten bereits wieder zuklappen. Ich dachte eine Fortsetzung in Händen zu halten die man nur versteht wenn man das Original gelesen hat. Simmons versucht nämlich nicht etwa eine Welt langsam aufzubauen und den Leser Stück für Stück an die futuristischen Technologien heranzuführen sondern stößt ihn unvermittelt in ein Universum aus Farcastern, Technocores, Fatline Transmittern und Baumschiffen. Er gibt keine Erklärung der Funktionsweise dieser Technologien, denn die Menschen im Buch verstehen viele davon selber nicht richtig.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Olsen am 9. Januar 2004
Format: Taschenbuch
"Die Hyperion-Gesänge" ist ein Sammelband, in dem die beiden Einzelromane "Hyperion" und "Der Sturz von Hyperion" enthalten sind.
Bei "Hyperion" handelt es sich gewissermaßen um den längsten Prolog in der Literaturgeschichte, denn der gesamte Roman ist nichts weiter als eine episodenhafte Hinführung zur eigentlichen Handlung - und die findet erst im zweiten Buch statt! Die einzelnen Episoden, die in "Hyperion" erzählt werden, entwickeln sehr schnell eine eigenartige Faszination, der man sich nur sehr schwer entziehen kann. Insbesondere die Geschichten um Pater Hoyt (bzw. Pater Duré) und Sol Weintraub sind in ihrem Erfindungsreichtum kaum zu überbieten.
Der zweite Roman baut nahtlos auf dem "Prolog-Roman" auf und verknüpft in einem furiosen Finale die Einzelgeschichten von "Hyperion" zu einem erstaunlichen Ganzen.
Doch Vorsicht! Der Roman ist mehr als "nur" Science Fiction. Denn obwohl er in einer fernen Zukunft spielt, ist er dank seiner zuweilen grandiosen Überlegungen über Gott und Religion, das Verhältnis von Mensch und Technik, Umweltzerstörung, Ausrottung von Arten und und und zugleich ein zeitkritisches Werk. Allerdings hat man nie den Eindruck, dass Dan Simmons, einer der genialsten (und dennoch - zumindest in Deutschland - unbekanntesten) Autoren unserer Zeit, mahnend den Zeigefinger hebt. Statt dessen bettet er seine Überlegungen eben in eine verwickelte SF-Story, so dass es dem Leser selbst überlassen bleibt, ob er sich eher für die Geschichte oder doch eher für die Kritik interessieren will.
Das ganze Werk glänzt in einer sprachlichen Gewalt, die Ihresgleichen sucht.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback. Wenn diese Rezension unangemessen ist, informieren Sie uns bitte darüber.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden