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Die Hundeesser von Svinia
 
 
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Die Hundeesser von Svinia [Taschenbuch]

Karl-Markus Gauß
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.at-Redaktion

Europa ist in den Medien omnipräsent, sein kultureller Reichtum jenseits touristisch wohlfeil vermarktbarer Landesstereotypen bleibt dabei weit gehend unermessen. Wie lohnend es sein kann, sich auf dem alten Kontinent noch auf Entdeckungsfahrten zu begeben, zeigen die literarisch vielschichtigen Reisereportagen des renommierten Kulturpublizisten und Autors Karl-Markus Gauß. Nachdem er in Die sterbenden Europäer den Spuren vom Verschwinden bedrohter Volksgruppen nachforschte, führt ihn sein Weg nun in die ostslowakischen Elendsquartiere der Roma, deren von Diskriminierung geprägte soziale Not nicht nur ein nationales, sondern ein europäisches Problem darstellt.

Sprachlich pointiert schildert Gauß die Eindrücke von den Stationen seiner Reise -- Orte, die gemeinhin von Außenstehenden gemieden werden: von einer trostlosen Kaschemme in Tornal'a über die Wohnanlage Lunik IX am Rande von Kosice, wo die Roma, aus dem Stadtbild und dem Problembewusstsein verdrängt, ihr ghettoisiertes Dasein fristen, bis nach Svinia in der Nähe von Presov. Hintergrundwissen vermitteln eingeschobene Exkurse historischer und politisch analytischer Art sowie essayistische Reflexionen, etwa über die Unsichtbarkeit als das Wesentliche eines Slums, seine Ausklammerung aus der Wahrnehmung aller, die nicht in ihm wohnen.

Moralpredigten mit leichthin erhobenem Zeigefinger liegen Gauß dabei ebenso fern wie sozialromantische Verklärungen, wenn etwa die über Zinswucher betriebene Ausbeutung unter den Bewohnern von Lunik IX oder das Kastensystem der verschiedenen Romagruppen geschildert wird, auf dessen unterster Stufe die Degesi, die "Hundeesser", stehen. Gerade bei ihnen, im infernalischen Slum von Svinia, erlebt der Erzähler, von den Ärmsten der Armen wie ein Freund empfangen, die menschlich bewegendsten Momente.

Als spannende, literarisch hochwertige Synthese von forschender Beobachtung, kritischer Reflexion und fundiertem Wissen ist Die Hundeesser von Svinia eine mit Sicherheit Gewinn bringende Lektüre für Leser, die sich wie manche vom Autor als immer wieder tröstlich erlebte Reisebekanntschaften "für die Welt und nicht für deren Inbesitznahme" interessieren. --Mathis Zojer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»Karl-Markus Gauß vermittelt Atmosphäre mit feinster Präzision, literarischem und essayistischem Schliff.«
Die Zeit

»Seine Reportage liest sich wie ein stummer Aufschrei gegen die Ungerechtigkeit«
Tages-Anzeiger, Zürich

»… eine Reiseberichterstatter von nachgerade philosophischem Format: sein Sehen ist Schauen, und wenn er berichtet, so entsteht hinter den gedruckten Buchstaben dasjenige, was man früher mit dem Begriff ›Aura‹ zu beschreiben versuchte.«
Neue Zürcher Zeitung

Kurzbeschreibung

Der Ort Svinia liegt im Osten des neuen EU-Mitglieds Slowakei. In der Slowakei gibt es etwa 300 Slums. Unter ihnen gilt Svinia als Vorhölle. Dort leben 700 Roma, die ärmsten der Armen, ausgestoßen, vertrieben, von allen, sogar von anderen Roma verachtet, weil sie als »Hundeesser« gelten. Sie leben ohne jede Perspektive unter Umständen, die für Europäer gar nicht mehr vorstellbar sind. Karl-Markus Gauß, der Chronist des randständigen Europa, hat sie besucht. »Dort, wo das größte Elend herrscht«, stieß er immer wieder »auf eine rätselhafte Lebenskraft«.

Über den Autor

Karl-Markus Gauß , geboren 1954, lebt in Salzburg. Er ist Essayist, Kritiker und Herausgeber der Zeitschrift »Literatur & Kritik« und schreibt für große Zeitungen wie »Die Zeit«, »Frankfurter Allgemeine«, »Neue Zürcher Zeitung« und »Die Presse«. Er erhielt für sein Werk 2005 den Preis von Vilencia für Mitteleuropäische Literatur sowie den Manès-Sperber-Preis.
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