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571 von 589 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Meine Rezension bezieht sich auf: Sherlock - Staffel 2 [2 DVDs]

Dieser SHERLOCK ist konkurrenzlos. Ohne Übertreibung: Noch besser als Staffel 1.

Episode 1 - Ein Skandal in Belgravia (10 von 5 Sternen)
Episode 2 - Die Hunde von Baskerville (5 von 5 Sternen)
Episode 3 - Der Reichenbachfall (15 von 5 Sternen)

Da anfangs sehr viel über meine Bewertung gemeckert wurde, hier noch die Fakten zur DVD, auf dass sich die Hardware Freaks und Prenosils dieser Welt ihren Willen bekommen (: - Obwohl ich einen BD-Player habe, erwerbe ich, nach meinem Ermessen noch immer viele DVDs, weil einfach günstiger.

Die DVD-Ausgabe besteht aus zwei Dics in einer Hülle.
DVD1: Ein Skandal in Belgravia / Die Hunde von Baskerville, jeweils mit Audiokommentaren (der Crew) zu beiden Folgen.
DVD2: Der Reichenbachfall + Bonusmaterial mit dem Titel Sherlock Uncovered - Das besteht aus Interviews mit den Darstellern.
Ein Booklet mit Hintergrundinformationen, wäre insbesondere der Erwähnung wert.

Sprache: Deutsch / Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch / Englisch / Audiokommentar (in Deutsch verfügbar)
Bildformat: 16:9/1,78:1
Laufzeit: 270 Minuten (+ Bonusmaterial, das nicht zeitlich quantifiziert wird)
Bildqualität der DVD bezeichne ich als sehr gut.

Handlung:
Erinnern Sie sich noch an den Ausgang der 3. Episode in Staffel 1?
Holmes und Watson (mit umgeschnallter Bombenweste) werden vom wahnsinnigen James Moriaty in einem Schwimmbad bedroht. Exakt hier steigt man mit A Scandal in Belgravia wieder ein. Die Folge wird schnell zu einem Staffellauf, der von einer Überraschung zur anderen, von einem Fall zum anderen führt. Doch zufällig passiert hier gar nichts! Auf ihre Art wird jede noch so banale Szene am Ende wichtig sein. Der reinste Adrenalin-Trip. Zu einem großen Teil ist Irene Adler, auch genannt The Woman, dafür zuständig. Schurkin? Herzensbrecherin? Auf jeden Fall gibt sie Sherlock einige Rätsel auf... seinem Bruder Mycroft übrigens auch.

Der Fall The Hound Of Baskerville entstand in Anlehnung an Sir Arthur Conan Doyles Original "The Hound Of The Baskervilles". Gruselige Stimmung im Moor. Ein glutäugiges Hundemonster, das aus einem Forschungslabor entkommen ist? Der junge Henry Knight wird von Kindheit an von einem traumatischen Erlebnis geplagt und der Geist, der "Hound", verfolgt ihn auch heute noch. Bizarr wird die Folge, als Sherlock, Watson und Knight im Moor auf Monstersuche gehen und das Monster erscheint tatsächlich! Seltsame Morsezeichen, dubiose Touristenattraktionen, geheimes Forschungslabor - viele gute Zutaten, eine atmosphärisch überzeugende Folge mit viel subtilem und besonders schwarzem Humor.

Die KRÖNUNG und wenn man dann sieht, was in der Folge passiert, wird einem klar, was ich damit meine, - also die Krönung der 2. Staffel ist The Reichenbach Falls.
Wow. Wow! Wow!!!!
Wenn James Moriarty da so selbstherrlich sitzt, mit Krone und Zepter und zwar mitten im Tower... da atmet man erst einmal tief durch und kann sich kaum vorstellen, dass es noch subtiler wird. Wird es aber, versprochen! Moriarty stilisiert Sherlock zum Helden, die Frage ist, inwieweit Sherlock das Spiel bereits vorab durchschaut hat?
Während in der Vorlage von Sir Arthur Conan Doyle der Showdown zwischen dem Genie Sherlock Holmes und seinem Gegenspieler und Alter Ego, James Moriarty, sich an den Reichenbachfällen abspielt, und durchaus Möglichkeiten zur Spekulation um den Tod von Holmes und Moriarty offen lässt, lässt mich der Cliffhanger am Ende von The Reichenbach Falls ratlos zurück ... und bittertraurig!

Ich muss an der Stelle die Rolle des wahnsinnigen James Moriarty und die Besetzung mit Schauspieler Andrew Scott lobend anerkennen. Wenn ich zunächst von der Besetzung Moriartys entsetzt war und mich gefragt habe: Warum so ein unscheinbarer Milchbubi?, war mit dieser 3. Folge das Vorurteil revidiert. Moriarty ist in dieser Umsetzung eine zeitgemäße Figur. Ein überheblicher, größenwahnsinniger Computerfreak. Völlig unberechenbar... at least für ein Talent wie Sherlock Holmes, was ja auch gut so ist, sonst wär's ja nicht prickelnd, wenn die beiden sich zum Beispiel auf ein Pläuschchen zusammenfinden, ganz kultiviert zur Teatime... Das sind Szenen, die bleiben einem wie eingebrannt vor den Augen.

Zur Serie:
Selten empfinde ich auf Anhieb eine Krimi-Fernsehserie so spannend, unterhaltsam, rasant, innovativ, einzigartig, hinreißend, ungewöhnlich und vor allen Dingen: kackfrech und witzig!
Die Drehbuchautoren von SHERLOCK (Mark Gatiss, Steven Moffat, Steve Thompson) haben sich echt was einfallen lassen mit diesen drei Fällen. Holmes (die Original-Figur von Sir Arthur Conan Doyle) hatte schon immer eine gewisse Faszination. Ein eigenwilliger, hyper-intelligenter, vollkommen überheblicher Charakter. In der Serie SHERLOCK kommt noch eine gute Portion Frechheit und schwarzer Humor dazu. Alles gepaart mit unseren modernen Kommunikationsmethoden und -Mitteln. Watson bloggt, Holmes beschäftigt sich mit "simsen" (Textnachrichten) und für das Lösen der Fälle muss er erst gar nicht mehr an den Tatort, das erledigt Watson, indem er am Tatort mit einem Laptop mit Webcam herumläuft und diese mit einem Livestream zu Holmes` Laptop überträgt (immer ein angebissener Apfel auf den Geräten ;)

Die visuelle Umsetzung mit diesen speziellen Kamerawinkeln, Szenenschnitten und Texteinblendungen ist auch so ein Stilmittel, das die Serie Top-Modern und innovativ erscheinen lässt. So was kann gutgehen oder nicht. Im Fall SHERLOCK fühle ich mich davon keineswegs überfordert. Die Serie selbst wird dadurch besonders dicht mit Handlung und Informationen vollgepackt. In der Episode A Scandal in Belgravia fällt das insbesondere auf. Die 90 Minuten Episode fühlt sich von der Handlung an, wie ein drei Stunden Film. Nicht im Sinne von langweilig, sondern so kurzweilig wie nichts was ich sonst kenne. Dagegen fällt Episode 2, The Hounds of Baskerville, durchaus langweilig aus. Die absolute Steigerung, vor allem was Spannung und Überraschungseffekte betrifft ist The Reichenbach Falls; bemerkenswert Holmes Rückzug in seine Gedankenwelt, seine Technik sich alle Erinnerungen Erinnerungsfetzen vor Augen zu führen, diese wie ein Puzzle zusammenzustellen wird visuell wie in einem Science Fiction Film dargestellt, wo Holmes, Worte und Bilder vor sich hin und her schiebt, die für uns Zuschauer in den Raum projiziert werden.

Obgleich ich DOWNTON ABBEY bis vor kurzem als meine Lieblings- Mini-Serie angesehen habe. Das sollte sich spätestens nach The Reichenbach Falls gründlich ändern.

SHELROCK ist zum Fingernägel Kauen spannend, intelligent und dabei fehlt nicht ein gewisser schwarzer Humor. Rasante, allerbeste Unterhaltung.

Ich nehme schwer an: Sie werden auch - äh --- HINGERISSEN - sein.

.
PS. Wenn die Rezension gefallen / geholfen hat, würde ich mich über eine Bewertung sehr freuen. Auf diese Art kann der Rezensent erfahren, ob die Mühe sich gelohnt hat. Dankeschön! ;-)
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121 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Mai 2012
Sherlock ist ein weiteres Meisterwerk der guten, alten BBC. Mit dieser Serie haben Stephen Moffat und Mark Gattis (beide bekannt als Autoren bzw. Darsteller der britischen Kultserie Doctor Who) den weltbekannten Meisterdetektiv gekonnt ins 21. Jahrhundert geholt. Der Clou dabei ist, dass die Lebensumstände und Fälle den "modernen Zeiten" angepasst, die Charaktere ihren Originalen jedoch unglaublich nah geblieben sind. Gewisse Änderungen gibt es, welche jedoch rein positive Auswirkungen auf die Gesaltung der Figuren haben.

So ist Watson weniger unterwürfig, Martin Freeman hat seiner Figur das nötige Maß an Selbstsicherheit und Kritik verpasst. Sherlock gewinnt im Laufe der Serie das, was Doyle versäumt hat seiner Figur mit auf den Weg zu geben: Benedict Cumberbatches Sherlock zeigt Menschlichkeit, indem dessen Probleme Emotionen auszudrücken und anzunehmen der Figur Stolpersteine in den Weg legen. Das macht ihn unglaublich sympathisch, trotz oder eben aufgrund seiner strahlenden Arroganz: dieser Sherlock hat Schwächen und wächst über genau diese hinaus. Und das, ohne einen rosaroten Kitscheimer über den Plot zu schütten. Nicht ohne Grund wurde die Serie mit Baftas ausgezeichnet. Das einzig Negative: Serie 3 lässt auf sich warten - und die zweite Staffel endete mit einem Rätsel für die Zuschauer, dass weltweit Fans zu hitzigen Diskussionen und Theoriebildungen animiert. Zum Glück haben Freeman und Cumberbatch dem Dreh von Staffel 3 zugesagt - wohl durchaus, da deren explodierender Ruhm mit dem einschlagendem Erfolg dieser Serie zu tun hat.

Jede "Folge" dieser Serie hat die Qualität eines eigenständigen Kinofilms, besonders in Staffel 2, da dort das Budget durch den Riesenerfolg der ersten Serie drastisch anstieg. Die einzelnen "Folgen" können als eigenständige Filme gesehen werden, mit der Zeit kristalisiert sich jedoch ein roter Faden heraus, der die Geschichten verbindet. Zudem sind die Episoden so detailreich und gut gemacht, dass man sie immer wieder ansehen kann und jedes Mal neue Facetten und Hinweise entdeckt.

Fazit: ein MUSS für jeden Fan anspruchsvoller (TV)-Krimis UND für jeden Sherlock Holmes Liebhaber!
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43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
[Meine Rezension bezieht sich auf die in UK erschiene DVD-Box]

Dieser SHERLOCK ist konkurrenzlos. Ohne Übertreibung: Noch besser als Staffel 1.

Die 1. Staffel habe ich noch im Fernsehen verfolgt, das war ja schon so ein Ferhseh-Highlight 2011. Für Staffel 2 war mir die Wartezeit bis zur Ausstrahlung (es wird von vermutlich Frühjahr 2012, vielleicht Mai?" gesprochen) zu lange. Also zum Erscheinungstermin den UK-Import bestellt. Musste mich zusammenreißen nicht gleich alle 3 Episoden am Stück zu sehen, und habe die Folgen hübsch einzeln genossen.

Episode 1 - A Scandal in Belgravia (10 von 5 Sternen)
Episode 2 - The Hounds of Baskerville (5 von 5 Sternen)
Episode 3 - The Reichenbach Falls (15 von 5 Sternen)

Hardware, Laufzeit, Zusatzmaterial, Sprache:
In der DVD Box sind 2 Disks mit 3 Folgen zu zirka 90 Minuten enthalten; ein kurzes Making OF mit Interviews (19 Minuten) ist auf DVD 2 enthalten; einen Audiokommentar gibt es zu Folge 1 und 2 (für den Audiokommentar keine UT)
Sprache: Englisch; Untertitel: Englisch

Zum Thema UK-Import (Sprache nur Englisch):
Man sollte schon gute Englisch-Kenntnisse voraussetzen um die Serie im Original genießen zu können. Eine Hilfe sind dabei einblendbare Untertitel (nur Englisch!).
(Wenn Holmes bei seinen Analysen loslegt hilft jedenfalls mir das beste Englisch nicht viel, und auch die UT`s nur bedingt, denn der redet in einem Schwall, ohne Punkt und Komma, dass einem beim Zuhören schwindelig wird. Darauf geht Benedict Cumberbatch im Making Of sogar kurz ein, so einfach, wie das klingt, waren diese Szenen für ihn wohl auch nicht. - Spannend wird es auch, wenn Holmes in einem Pub in Dartmoor (The Hound Of Baskerville) ermittelt, wo das Volk einen merklich anderen Dialekt spricht ;-)

Handlung:
Erinnern Sie sich noch an den Ausgang der 3. Episode in Staffel 1?
Holmes und Watson (mit umgeschnallter Bombenweste) werden vom wahnsinnigen James Moriaty in einem Schwimmbad bedroht. Exakt hier steigt man mit A Scandal in Belgravia wieder ein. Die Folge wird schnell zu einem Staffellauf, der von einer Überraschung zur anderen, von einem Fall zum anderen führt. Doch zufällig passiert hier gar nichts! Auf ihre Art wird jede noch so banale Szene am Ende wichtig sein. Der reinste Adrenalin-Trip. Zu einem großen Teil ist Irene Adler, auch genannt The Woman, dafür zuständig. Schurkin? Herzensbrecherin? Auf jeden Fall gibt sie Sherlock einige Rätsel auf... seinem Bruder Mycroft übrigens auch.

Der Fall The Hound Of Baskerville entstand in Anlehnung an Sir Arthur Conan Doyles Original "The Hounds Of The Baskervilles". Gruselige Stimmung im Moor. Ein glutäugiges Hundemonster, das aus einem Forschungslabor entkommen ist? Der junge Henry Knight wird von Kindheit an von einem traumatischen Erlebnis geplagt und der Geist, der "Hound", verfolgt ihn auch heute noch. Bizarr wird die Folge, als Sherlock, Watson und Knight im Moor auf Monstersuche gehen und das Monster erscheint tatsächlich! Seltsame Morsezeichen, dubiose Touristenattraktionen, geheimes Forschungslabor - viele gute Zutaten, eine atmosphärisch überzeugende Folge mit viel subtilem und besonders schwarzem Humor.

Die KRÖNUNG und wenn man dann sieht, was in der Folge passiert, wird einem klar, was ich damit meine, - also die Krönung der 2. Staffel ist The Reichenbach Falls.
Wow. Wow! Wow!!!!
Wenn James Moriarty da so selbstherrlich sitzt, mit Krone und Zepter und zwar mitten im Tower, vorher anhand einiger witziger iPhone Apps die Sicherheitsüberwachungen der Bank Of England, eines Hochsicherheitsgefängnis und die des Towers außer Kraft setzt, dabei genüsslich ein GET SHERLOCK auf eine Glasvitrine malt... da atmet man erst einmal tief durch und kann sich kaum vorstellen, dass es noch subtiler wird ... wird es aber. Moriarty hat Sherlock zum Helden stilisiert, umso genüsslicher setzt er sein Spiel dann in umgekehrter Reihenfolge fort, bis hin zum bitteren Ende.
Während in der Vorlage von Sir Arthur Conan Doyle der showdown zwischen dem Genie Sherlock Holmes und seinem Gegenspieler und Alter Ego, James Moriarty, sich an den Reichenbachfällen abspielt, und durchaus Möglichkeiten zur Spekulation um den Tod von Holmes und Moriarty offen lässt, lässt mich der Cliffhanger am Ende von The Reichenbach Falls ratlos zurück. Ist Holmes also doch ein Magier? (Regisseur Steven Moffat hat hierzu in einem Interview im The Guardian zumindest einen kleinen Hinweis gegeben.)
Ich muss an der Stelle die Rolle des wahnsinnigen James Moriarty und die Besetzung mit Schauspieler Andrew Scott anerkennen. Wenn ich zunächst von der Besetzung Moriartys entsetzt war und mich gefragt habe: Warum so ein unscheinbarer Milchbubi?, war mit dieser 3. Folge das Vorurteil revidiert. Moriarty ist in dieser Umsetzung eine zeitgemäße Figur. Ein überheblicher, größenwahnsinniger Computerfreak. Völlig unberechenbar... at least für ein Talent wie Sherlock Holmes, was ja auch gut so ist, sonst wär's ja nicht prickelnd, wenn die beiden miteinander Tee trinken, oder eben in der finalen Szene.

Zur Serie: Selten empfinde ich auf Anhieb eine Krimi-Fernsehserie so spannend, unterhaltsam, rasant, innovativ, einzigartig, hinreißend, ungewöhnlich und vor allen Dingen: kackfrech und witzig!
Die Drehbuchautoren von SHERLOCK (Mark Gatiss, Steven Moffat, Steve Thompson) haben sich echt was einfallen lassen mit diesen drei Fällen. Holmes (die Original-Figur von Sir Arthur Conan Doyle) hatte schon immer eine gewisse Faszination. Ein eigenwilliger, hyper-intelligenter, vollkommen überheblicher Charakter. In der Serie SHERLOCK kommt noch eine gute Portion Frechheit und schwarzer Humor dazu. Alles gepaart mit unseren modernen Kommunikationsmethoden und -Mitteln. Watson bloggt, Holmes beschäftigt sich mit "simsen" (Textnachrichten) und für das Lösen der Fälle muss er erst gar nicht mehr an den Tatort, das erledigt Watson, indem er am Tatort mit einem Laptop mit Webcam herumläuft und diese mit einem Livestream zu Holmes` Laptop überträgt (immer ein angebissener Apfel auf den Geräten ;)

Die visuelle Umsetzung mit diesen speziellen Kamerawinkeln, Szenenschnitten und Texteinblendungen ist auch so ein Stilmittel, das die Serie Top-Modern und innovativ erscheinen lässt. So was kann gutgehen oder nicht. Im Fall SHERLOCK fühle ich mich davon keineswegs überfordert. Die Serie selbst wird dadurch besonders dicht mit Handlung und Informationen vollgepackt. In der Episode A Scandal in Belgravia fällt das insbesondere auf. Die 90 Minuten Episode fühlt sich von der Handlung an, wie ein drei Stunden Film. Nicht im Sinne von langweilig, sondern so kurzweilig wie nichts was ich sonst kenne. Dagegen fällt Episode 2, The Hounds of Baskerville, durchaus langweilig aus. Die absolute Steigerung, vor allem was Spannung und Überraschungseffekte betrifft ist The Reichenbach Falls; bemerkenswert Holmes Rückzug in seine Gedankenwelt, seine Technik sich alle Erinnerungen Erinnerungsfetzen vor Augen zu führen, diese wie ein Puzzle zusammenzustellen wird visuell wie in einem Science Fiction Film dargestellt, wo Holmes, Worte und Bilder vor sich hin und her schiebt, die für uns Zuschauer in den Raum projiziert werden.

Obgleich ich DOWNTON ABBEY bis vor kurzem als meine Lieblings- Mini-Serie angesehen habe. Das sollte sich spätestens nach The Reichenbach Falls gründlich ändern.

SHELROCK ist zum Fingernägel Kauen spannend, intelligent und dabei fehlt nicht ein gewisser schwarzer Humor. Entertainment at its best.

I promise: You'll be SHERLOCKED too!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juni 2012
Ich tue mich schon schwer diese Rezension der Serie würdig zu beginnen...

Ich schaue sehr gerne und viele Filme und Serien, kenne schon viel und habe auch schon einiges gesehn. Spätestens nach der 2.Staffel von Sherlock, zähle ich jetzt schon (nach 6 Folgen) diese Serie zu den Besten der heutigen Zeit. Die erste Staffel war schon sehr beeindruckend und hat mich in seinen Bann gezogen. Jedoch die zweite Staffel setzt in allen Punkten nocheinmal einen drauf. Spannung, Handlung, Characktere, Fälle -> Umsetzung alles Perfekt !

Kurze Informationen (ohne Spoiler):

Es handelt sich um Sherlock Holmes und Dr. John Watson, welche in der heutigen Zeit ermitteln (2012). Fälle, Characktere und Gegner orientieren sich so nah wie möglich an den Original Werken von Conan Doyle. Der Sherlock aus den Romanen wird hier brilliant in die moderne übernommen, bis auf das letzte Detail wurde alles durchdacht. Neben den genialen Kamera Aufnahmen, Inszenierungen und der Handlung machen diese Serie ganz klar die Darsteller aus!
Benedict Cumberbatch und Martin Freeman überzeugten ja schon in der 1.Staffel, vorallem Benedict Cumberbatch, für mich es von nun an keinen anderen Sherlock Holmes geben kann, jedoch zeigt in der zweiten Staffel Andrew Scott als Jim Moriarty warum auch er die perfekte Besetzung für diese Rolle ist.

Wem die erste Staffel gefallen hat wird diese lieben...
Ich für mich kann sagen, das die letzte Folge der 2.Staffel für mich mein größtes Film&TV erlebnis des Jahres war (und dies sehr sehr wahrscheinlich auch bleiben wird), ich musste diese Folge ein zweites Mal anschaun um zu begreifen welchem Meisterwerk ich gegenüber stehe. Den letzten Lob spreche ich deshalb den schlauen Köpfen hinter dem Drehbuch und den Ideen Steven Moffat und Mark Gatiss aus.

Ich kann die weiteren Staffel wirklich nicht mehr abwarten.
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55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Bereits kurz nach ihrer Erstausstrahlung in Großbritannien stand fest, dass es eine zweite Staffel von SHERLOCK geben würde. Trotzdem gestaltete sich das Warten für die Fans als nervenzerreißende Geduldsprobe. Doch es hat sich gelohnt. Natürlich musste zunächst mal die überaus dramatische Schwimmbad-Szene beendet werden, um auf den nächsten Fall von Sherlock umzuschwenken. Pate für die drei Episoden der zweiten Staffel standen die wohl bekanntesten und beliebtesten Fälle des Kanons. 'Ein Skandal in Belgravia' orientiert sich an 'Ein Skandal in Böhmen', in dem Sherlock der einzigen Frau begegnet, die ihm jemals etwas bedeutet hat. Von Mrs. Hudson vielleicht einmal abgesehen. Irene Adler, obwohl in den Originalen von Doyle nur ein einziges Mal vertreten, hat sich nicht nur einen Platz im Herzen des Detektivs gesichert, sondern auch in denen unzähliger Leser, Zuschauer und Autoren. So war offensichtlich, dass Irene Adler auch in der neuen BBC-Serie ihren Platz bekommen würde. Mit Lara Pulver wurde zudem eine Schauspielerin gefunden, die nicht nur das Format für eine ebenbürtige Gegenspielerin von Sherlock, alias Benedict Cumberbatch, hat, sondern darüber hinaus auch eine sehr attraktive und beeindruckende Erscheinung darstellt. Natürlich geht es in der modernen Version nicht nur um den Ruf eines Mitglieds des Königshauses, sondern um die Sicherheit einer ganzen Nation. Die zweite Folge nimmt sich des berühmten Hundes der Baskervilles an, der in der Story von Mark Gatiss allerdings keinem alten Adelsgeschlecht nachstellt, sondern das Produkt skrupelloser Militärforschung ist. Hier werden aber nicht nur Motive von Doyles wohl berühmtester Novelle verarbeitet, sondern auch Elemente von 'Der Teufelsfuß' und anderen Original-Erzählungen des Schriftstellers. Hier zeigen die Macher einen sehr verletzlichen Sherlock, der sich mit der Tatsache auseinandersetzen muss, dass es vielleicht doch Dinge geben könnte, die er mit seinem rationalen Verstand nicht erklären kann. Ein Sherlock Holmes, der sich des Umstandes bewusst wird, dass er eben doch ein normaler Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen ist. Doch Sherlock wäre nicht er selbst, wenn er nicht in der ihm eigenen Art und Weise auch dieses Problem in den Griff bekommt. Zur Seite steht ihm dabei abermals sein treuer Freund und Gefährte Dr. John Watson, fabelhaft gespielt von Martin Freeman ('Per Anhalter durch die Galaxis', 'Der Hobbit'). Wieder sind es die Dialoge zwischen Freeman und Cumberbatch die maßgeblich für den trockenen Humor beitragen. An der Auflösung von 'Die Hunde von Baskerville' hätte Sir Arthur Conan Doyle jedenfalls seine helle Freude gehabt. Übrigens ist fast jeder Name aus der Novelle auch im Film vertreten, wenngleich in gänzlich anderen Rollen. Den Höhepunkt der zweiten Staffel stellt jedoch wieder einmal die dritte und letzte Episode dar, die mit 'Der Reichenbachfall' betitelt wurde. Der erinnert natürlich an die denkwürdige Erzählung 'Das letzte Problem', in dem sich Doyle seines ihm überdrüssig gewordenen Helden entledigen wollte. Moriarty, oscarverdächtig gespielt von dem irischen Schauspieler Andrew Scott, bezeichnet das bevorstehende Finale zwischen ihm und Sherlock ebenfalls als 'Das letzte Problem' und zieht damit die wichtigste Parallele zwischen der Episode und der literarischen Vorlage. Ansonsten weichen beide weit voneinander ab, denn während Holmes und Watson in der Geschichte auf den Kontinent, genauer in die Schweiz, flüchten, bleiben Sherlock und John im Film in London. Hier zeigt sich was für ein genialer Bösewicht Moriarty letztendlich ist. Scotts Mimik ist einfach genial, und in 'Der Reichenbachfall' ist er unbestritten der heimliche Star des Films. Filmisch erkennt man die Handschrift der Produzenten sofort wieder. Texte im Bild, rasch aufeinanderfolgende Nahaufnahmen von Sherlocks Beobachtungen und intelligente Dialoge. Allerdings gibt es in der zweiten Staffel mehr Action und noch mehr Dramatik. So werden die Zuschauer in 'Ein Skandal in Belgravia' Zeuge, dass Sherlock eben doch keine Maschine ist, sondern sich ehrlich um die Menschen in seiner Umgebung sorgt und höchst unangenehm werden kann, wenn man einen von ihnen bedroht. Dank einer Hochgeschwindigkeits-Kamera gibt es atemberaubende Action-Szenen zu sehen. Abgerundet werden die Filme durch den herausragenden Soundtrack von David Arnold und Michael Price, der perfekt auf das Geschehen abgestimmt ist. Kleine musikalische Gimmicks, wie Nina Simones 'Sinnerman' bei den Vorbereitungen zu Moriartys Prozess, sind das Tüpfelchen auf dem I.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Januar 2012
Wenn Ihnen in den nächsten Tagen jemand begegnet, der

- scheinbar sinnlos eine spannungsgeladene Melodie vor sich hin pfeift
- auf Kontaktversuche mit dem Satz "I don't have... fffriends" reagiert
- in hysterisches Gelächter ausbricht, sobald Sie das Wort "boring" aussprechen...

... dann haben Sie einen Fall von "Being Cumberbatched" vor sich. Seien Sie nett zu diesem armen Menschen. Sorgen Sie dafür, dass er sicher nach Hause kommt. Drücken Sie ihm eine Tasse Tee in die Hand und stellen Sie seinen DVD-Spieler in Endlosschleife. Natürlich mit der richtigen DVD. Dieser hier.

London, The Pool, kurz nach Mitternacht: Die Frage, wie John und Sherlock aus DEM Cliffhanger herauskommen, löst sich putzigerweise so, wie man heutzutage öfter aus unangenehmen Unterhaltungen herauskommt. Anschließend geht es dreimal neunzig Minuten lang in typischer Hochgeschwindigkeit quer durch London, das UK und den Arthur-Conan-Doyle-Kanon, kurze Atempausen bei Weihnachtspunsch und Cream Tea inklusive. Nebenbei erfahren wir dann noch, wie Sherlock zu der Kopfbedeckung kam, mit der ihn alle Welt kennt, obwohl er ein "public image" eigentlich vermeiden will, wie viele Arten von Zigarettenasche es gibt und wie Lestrade mit erstem und John mit zweitem Vornamen heißt. Womit auch schon alles Wichtige gesagt wäre, denn alleine von diesen Szenen ist jede einzelne ihre fünf Sterne mit Ausrufezeichen und Auszeichnung wert.

Die neuen Folgen sind vollkommen unterschiedlich und doch durch drei rote Fäden miteinander verbunden: Johns Entwicklung vom Begleiter und Blogger zum lebenswichtigen Partner, Sherlocks Arroganz, mit der er sich in zunehmendem Maße selbst gefährlich wird, und das dumme Gefühl, dass irgendwo da draußen Jim Moriarty darauf wartet, sein großes Spiel zu Ende zu spielen.

A Scandal in Belgravia ist, ähnlich wie die Studie in Pink in der ersten Staffel, ein tiefer Griff in die Trickkiste mit allen möglichen und unmöglichen Überraschungseffekten. Wenn man überkritisch sein wollte, könnte man anmerken, dass die Sherlock-Macher ein klitzekleines bisschen in Gefahr geraten, die Sache mit den irren Wendungen ein wenig zu übertreiben - aber dann fallen einem Szenen ein wie die mit dem oben erwähnten public image... oder die mit Molly beim Weihnachtspunsch... oder die mit dem Agenten, der aus dem Fenster fiel... und dann hört man Mrs Hudson "Boys!" rufen und "I'm your landlady not your housekeeper", und man hat alles, was übertrieben und verworren sein könnte, vergessen (zumal man sich die Serie ja eh nicht wegen ihrer realitätsnahen Darstellung der Arbeit eines Consultant Detectives anschaut).

In The Hounds of Baskerville wird das Tempo etwas gedrosselt. Hier geht es um drei Dinge: Die Postkartenlandschaft des Dartmoors (die besonders geheimnisvoll wirkt, wenn Sherlock sich im langen Mantel auf einer Felsformation hineinstellt), das Grauen, das durch Dinge hervorgerufen wird, die da sind, obwohl wir sie nicht sehen, und die Freundschaft zwischen John und Sherlock. Weshalb die besten Szenen nicht die sind, in denen mal wieder der berühmte Hund gejagt wird, sondern die, in denen unsere beiden Helden Unterhaltungen über die Anzahl ihrer Freunde führen.

Die letzte Folge, The Reichenbach Fall, gipfelt wie in der ersten Staffel in der Begegnung mit Sherlocks kriminellem alter ego Jim Moriarty. Wer den Typen in der ersten Staffel etwas zu abgedreht und durchgeknallt fand, sei gewarnt: Es wird nicht besser. Dieses Mal jagt er einem allerdings echte Eisschauer über den Rücken, wenn er sich anschickt, seine Drohung aus dem ersten Teil wahr zu machen: "I'll burn you. I'll burn the heart out of you." John und Sherlock werden in eine Geschichte hineingetrieben, aus der es nur einen Ausweg gibt - und gerade deshalb ist The Reichenbach Fall... die spannendste, dramatischste, traurigste, schrecklichste, beste aller Sherlock-Folgen. (Pause, ich muss kurz nach den Taschentüchern greifen).

Zu den Schauspielern: Vieles spricht dafür, dass es sich bei Benedict Cumberbatch um den verlorenen Enkel von Ur-Holmes und Irene Adler handelt. Martin Freeman bekommt keinen Extra-Stern, sondern eine Extra-Supernova für die letzte Folge... (oh je, ich brauche schon wieder die Taschentücher). Andrew Scott ist der ungewöhnlichste und furchterregendste Moriarty aller Zeiten - ganz großes Kino.

Die Original-DVD der BBC enthält englische Untertitel und Audiokommentare zu A Scandal in Belgravia und The Hounds of Baskerville, die weiteren Extras sind mit zwanzig Minuten Kurz-Interviews und Filmausschnitten relativ mager. Halb so schlimm, schaut man sich halt die neuen Folgen nochmal an.

Die zweite Sherlock-Staffel ist witzig, mutig, schlau, very British und alles andere als "boring". Wer sich über Realitätsferne, Logikfehler und mangelnde Nähe zum Original echauffieren möchte, findet die eine oder andere Gelegenheit, aber, bitteschön, dann erwähne ich's halt nochmal: Eine Serie, die so viel Witz und Ironie in eine so kurze Szene wie die mit dem public image steckt, hat nicht weniger als fünf Sterne verdient. Um genau zu sein, sie schafft das Kunststück, das nur die wenigsten Serien schaffen: Staffel zwei ist so gut wie Staffel eins. Wenn nicht gar besser.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juni 2012
Die Staffel 2 - sehnlichst erwartet nach der exzellenten Staffel 1 - enttäuschte die hohen Erwartungen nicht. Episode 1 (... Belgravia) ist einfach Klasse, das intellektuelle und mit Worten geführte Duell zwischen Holmes und I. Adler ist vom Feinsten. Episode 2 (Die Hunde von Baskerville) fällt demgegenüber leicht ab, ehe Staffel 3 (Der Reichenbach-Fall) wieder volle Fahrt aufnimmt. Ich will mich hier nicht über dien Inhalte der Episoden auslassen, um evtl. Neu-Zuschauern die Spannung nicht zu verderben.
Jedoch gehören Dialoge, Kameraführung, Spannungsaufbau und die Schauspieler zum Besten, was ich je in Serien gesehen habe. Ein völlig eigener Maßstab.
Persönlich hat mir sehr gut gefallen, dass in der Serie - ganz anders als in der gleichzeitig im Kino gelaufenen Sherlock-Holmes-Verfilmung mit R. Downey jr. - Sherlock Holmes hier tatsächlich als kopfarbeitender Detektiv dargestellt ist. Action ist hier und da auch dabei, aber niemals grundlegend zur Lösung der Fälle.
Also: Spannende und niveauvolle Serienunterhaltung ist hiermit bestens garantiert.

Minuspunkt ist einzig die Tatsache, dass Staffel 3 wohl noch eine Weile auf sich warten lassen wird...
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am 25. Februar 2013
Tatsächlich noch besser als Staffel 1!

Auch wenn es nur schwer möglich erscheint, Sherlock hat sich selbst übertroffen!
Wie schon in der vorhergegangenen Staffel machen sich Steven Moffat, Mark Gatiss und, nicht zu vergessen; Steve Thompson, daran, den Klassiker um den größten fiktiven Detektiv aller Zeiten ins einundzwanzigste Jahrhundert zu verlegen, und meistern dieses gewagte Experiment mit Bravour.
Dabei schaffen sie auf der Goldwage das eben perfekte Gleichgewicht zwischen Originalgetreue und Mut zu Neuen einzuhalten.
Die Liebe zum Original ist ebenso stark vertreten wie auch dann und wann ein wenig feine Ironie, ein Kenner der Originalgeschichten von Arthur Conan Doyle können sich an der Detailliebe laben, die die Autoren bei der Übersetzung eines Werks aus der viktorianischen Epoche in unsere Zeit an den Tag legen. Denn dabei gehen sie mit ähnlichem Fingerspitzengefühl vor wie der Meisterdetektiv.
Die Übersetzung der Charaktere, Schauplätze und Geschehnisse in ein anderes Zeitalter ist ebenso verblüffend wie faszinierend, und es funktioniert tatsächlich wunderbar!

Wie schon in der ersten Staffel ist die Neuinterpretation der Charaktere ein Genuss. Holmes, dem vor allem pragmatischen, wissenschaftlich denkendem Mann, dem jede Leidenschaft, ausgenommen der für seinen Beruf, fern liegt, psychologische Tiefe zu geben ist den Autoren mit dem Einsatz des Asperger Syndroms sehr gut gelungen. Auch die Erweiterung von Dr Watsons Charakter macht Freude, denn es wurde ihm erlaubt sich von dem bewundernden, ergebenen Freund zu einem loyalen, doch auch kritischen und schlagfertigen Gefährten zu erheben, der Sherlock ein Stückchen Menschlichkeit zukommen lässt, die er ohne ihn durchaus vermissen lässt.

Doch auch die Nebenfiguren sind nicht zu vergessen, Inspektor Lestrade zum einen, Anderson, das ständige Opfer von Sherlocks Deduktions- und Beleidigungskünsten zum anderen; außerdem Misses Hudson, die entzückende landlady, der die Leichenstücke im Kühlschrank ihrer Mieter stark missfallen; die Medizinerin Molly Hooper, deren Unsicherheit und Bewunderung für Sherlock des Öfteren ausgenutzt wird; und vor allem natürlich Mycroft und Moriarty, die neben den Hauptcharakteren wohl interessantesten Persönlichkeiten der Serie.
Mycroft – the Iceman, Sherlocks undurchsichtiger, und nicht immer ganz so treusorgender Bruder, mit dem dieser seine Geschwisterrivalität in seiner ganz eigenen, seltsamen Manier auslebt. Und selbstverständlich Moriarty, das kranke, teuflisch geniale Gehirn - einer der wohl besten fiktiven Schurken aller Zeiten, möchte ich behaupten - das man zugleich fürchten und verehren muss und das auf eine besondere Weise tatsächlich "wie geschaffen" für Sherlock erscheint.

Wie in der ersten Staffel bereits geschehen, fungieren die klassischen Geschichten Doyles als Grundgerüst der Episoden und werden mit viel Fantasie und Raffinesse ausgeschmückt, mit Spannung und erstaunlichen Wendungen versehen, so dass sie den Zuschauer in einen wahren Rausch zu versetzen vermögen. Kein Wunder, dass es Sherlock nach dem einen oder anderen Rauschmittel verlangt wenn gerade kein Fall in Sicht ist!

In Staffel zwei handelt es sich erneut um die Fälle; „A Scandal in Bohemia“ (hier: „A Skandal in Belgravia“), „The Hounds of Baskerville“ und „The final Problem“ (hier: „The Reichenbach Fall“).

Anders als bei Doyle ist Moriartiys Gegenwart überall bereits zu spüren, doch gleich in der ersten Episode (Belgravia) wird diese zunächst durch das Auftreten einer anderen Gegnerin in den Hintergrund gedrängt:
Irene Adler – „THE Woman“ – erweist sich als ebenbürtige Wiedersacherin für Sherlock und konnte mich nach anfänglich starker Skepsis und Verwirrtheit schließlich durch ihre erstaunliche Intelligenz und Raffinesse überzeugen, um nicht zu sagen begeistern!!
Auch in diesem Falle war die von den Autoren gewählte Neuinterpretation durchaus gewagt, aus der früheren, unstandesgemäßen Geliebten eines böhmischen Königs eine skandalumwogene Domina zu machen erscheint jedoch nach einer Weile äußerst sinnig und stimmig! Diese Folge ermöglicht es außerdem die etwas andere Seite Sherlocks kennen zu lernen, die in dieser zweiten Staffel oft thematisiert wird, und lässt den Zuschauer mit dem ein oder anderen ungelösten Rätsel über „the funny old head“ zurück.

Der Fall um den Hund von Baskerville führt das Gespann Sherlock und John heraus aus London und nach Dartmoor zu dem traumatisierten Henry Knight, der seinen Vater vor Jahren bei einem Spaziergang auf dem Moor bei einem mysteriösen Hundeangriff verlor, hinter dem tatsächlich etwas ganz anderes steckt als die Geistergeschichten und Legenden um den geheimnisvollen Militärstützpunkt Baskerville.
Diese Folge besticht besonders durch ihren Witz und die wie immer überraschende Auflösung der Ereignisse, hat Sherlock erst einmal genug Zeit in seinem "Mind Palace" verbracht.

Das Highlight allerdings ist dann schließlich der Showdown des „Reichenbach Falls“, der alles Zuvorgekommene in Vergessenheit geraten lässt! Die „Krönung“ Moriartys kann geradezu symbolisch für diese Folge fungieren, in der „the final problem“ der Lösung bedarf.
Man weiß nicht ob man verstört oder einfach nur beeindruckt sein soll, von der Teufelei, dem grausamen, doch zugleich so unbestreitbar genialen Spiel, das Moriarty mit Sherlock treibt, um ihn vollkommen zugrunde zu richten.
Atemberaubend ist der subtile Kampf zwischen beiden brillianten Köpfen, aufwühlend sind die Lösungen für all die seltsamen Spuren und Zeichen, die Sherlock auf Schritt und Tritt verfolgen, die Rätsel, auf die er überall stößt und die Art und Weise, wie sie alle die einzelnen Fäden des großen Netzes bilden, das die Spinne Moriarty um Sherlock spinnt.
Entsetzlich ist der Lauf der Ereignisse, die alle unaufhaltsam in eine Richtung, auf ein einziges Ziel hinzulaufen. Oder fliegen. Oder fallen. "don't worry; falling is just like flying, except there's one more permantent direction“.
Nichts ist wie es scheint und alles hat einen Grund, alles ist Teil eines großen, teuflischen Plans, und alle bewegen sich wie Handpuppen im Spiel des grausamen, genialen Meisters.
Nach jener Episode kann es keinen Zweifel mehr geben; Sherlock MUSS die beste Serie sein, die mir je vor die Augen gekommen ist!

Genial ist es zu sehen, wie sich trotz der eigenständigen, abgeschlossenen Handlungen der Episoden mit Moriarty ein roter Faden durch die gesamte Serie zieht; wie jeder Satz, jedes Ereignis nachhaltig noch doppelt an Bedeutung gewinnt und wie sich die Charaktere dabei entwickeln.
Sowohl Sherlock - der schließlich, durch seinen bösen Zwilling zum Opfer jener Schwäche werden muss, vor der er zu Beginn der Staffel noch gewarnt hatte; „Sentiment is a chemical defect found on the losing side“
Als auch die Nebenpersonen; die Versuche Mycrofts Verhalten und sein seltsames Verhältnis zu seinem Bruder, sowie seine Reaktion auf den Fall und seinen eigenen Teil am Ausgang dieser Geschichte zu durchschauen sind eine anspruchsvolle Aufgabe; die Bereitwilligkeit, mit der sich manch einer gleich in Moriartys Spiel einordnet, ist zwar nicht gerade überraschend, dennoch nicht minder verstörend; die neue Sicht auf den Charakter Mollys ist interessant - erschien sie zunächst mehr als naives, unsicheres Mädchen, zeigt sie nun schließlich ihren Weitblick und ein ungeahntes Verständnis für Sherlocks und seine Situation.

Die Serie ist ein Feuerwerk an Spannung, Witz, Intensität, Kreativität, Ironie und unglaublicher Schöpferkraft.
Schnelle Schnitte, hervorragende Musik, gute Schauspieler, exzellente Dialoge, Humor und Tragik schaffen eine Serie von unglaublicher Komplexität und Intensität, die Ihresgleichen sucht.

Benedict Cumberbatch und Martin Freeman ergänzen sich wunderbar als ungleiches Gespann Holmes und Watson, wobei Freeman mit unerschütterlicher Gutmütigkeit und erfrischender Schlafertigkeit das perfekte Gegenstück für die von Cumberbatch dargebotene Skurrilität und Extravaganz scheint.
Dem Zuschauer wird es ermöglicht in Sherlock Holmes sowohl einen alten Bekannten als auch einen ganz neuen Charakter zu erleben, der sich sowohl durch seine intellektuelle Unfehlbarkeit als auch gleichzeitig seine absolute Unfähigkeit mit Menschen umzugehen auszeichnet, die ihn auf eine besondere Art menschlich und authentisch machen.
Mit Andrew Scott‘s Moriarty bekommt der Zuschauer die Gelegenheit den „Napoleon of Crime“ auf ähnliche Weise zu erleben wie sein Erzfeind Sherlock Holmes, wahnsinnig (vollkommen wahnsinnig!), teuflisch und gleichzeitig so faszinierend, dass man nicht weiß ob man ihn zuerst mit einer Kugel oder einen Orden verzieren soll! Ein genialer Schurke!
Besonders hervorzuheben ist außerdem immer noch Mark Gatiss‘ Darstellung des emotionslosen, machtverliebten Mycroft Holmes, dessen einzige enge Beziehung auf Erden die zu seinem Regenschirm zu sein scheint.

Wenn möglich sollte man die Serie unbedingt im Originalton ansehen, auch wenn sich dies manchmal durchaus als Herausforderung erweist.
Nicht nur aufgrund der Stimme von Benedict Cumberbatch, die viele Zuschauer zurecht als ersten Grund nennen würden; sondern auch weil Handlung und Stimmung der ganzen Serie auf Englisch besser rüberkommen und einige Wortspiele und Verschlüsslungen auf Englisch einfach wesentlich besser funktionieren. Außerdem sind die Deutschen Elemente der Handlung dann eine ganz besondere Freude.

Nicht nur für Sherlock-Holmes- oder Krimifans wärmstens zu empfehlen, sondern für jeden, der einen anspruchsvollen, gut gespielt-und geschriebenen Film, bei dem man sich nicht zurücklehnen kann, sondern sowohl geistig als auch emotional gefordert wird, wertschätzen kann!

Bis die dritte Staffel schließlich in einem Jahr herauskommen und uns von unserem durch den Reichenbach fall hervorgerufenen Leid erlösen wird, gibt es nur eines was wir tun können:
Staying alive!
Auch wenn ich Moriarty da mit seinem „it’s so boring, isn’t it?“ völlig Recht geben muss!

Und nun, hör auf zu lesen und sieh dir, sofern noch nicht geschehen, die Serie an, ich nehme den Dank schon im Voraus an! =)
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am 25. Juni 2012
Der gute Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle war Vorlage für viele, VIELE Verfilmungen und Adaptionen.
Einige gut, andere eher schlecht.
Die BBC hat mit seiner neuesten Version gewagt, den Detektiv und seinen Begleiter Watson ins 21. Jahundert zu befördern. Ein mutiger Schritt, aber außerordentlich gut gelungen. Sherlock selbst hat nichts von seinem 'Charme' eingebüßt, er ist immer noch genauso wie in den Büchern beschrieben wurde, Benedict Cumberbatch spielt ihn grandios verschroben, leicht verrückt, aber genial.
Noch besser, muss ich sagen, ist die Rolle des Watson gelungen. Perfekt besetzt, perfekt gespielt. Nicht umsonst wurde Martin Freeman für seine Rolle in dieser Serie ausgezeichnet.

Zur zweiten Staffel:
Leider muss ich gestehen, das berühmte 'Die Hunde von Baskerville' schwächelt ein klein wenig im Vergleich zu den anderen beiden Episoden. Die sind allerdings umso überragender. 'Ein Skandal in Belgravia' glänzt mit überraschenden Plotwendungen, einem Charakter, von dem man nicht sagen kann für welche 'Seite' sie nun spielt und einem kleinen, gut gelungenen Seitenhieb auf die Beziehung zwischen Watson und Sherlock, die in Fankreisen häufig für Spekulationen sorgt.
In 'Der Reichenbachfall' begegnet Sherlock seinem Erzfeind Moriarty, der ebenfalls wieder in seiner Rolle brilliert - man wundert sich, ob die BBC auch nur einen einzigen untalentierten Schauspieler in seinen Reihen hat.
Moriarty ist genial, böse, verrückt, fanatisch. Sein Plan ist exzellent und führt zu einem dramatischen Ende der zweiten Staffel.

Die DVD-Box ist mit zahlreichen Extras ausgestattet - einem kleinen aber ausführlichen Booklet mit Informationen zu Charakteren, dem Special 'Sherlock Uncovered', welches aus Interviews mit den Schauspielern besteht und Audiokommentaren zu den Folgen 'Ein Skandal in Belgravia' und 'Die Hunde von Baskerville'.
Der Ton als auch die Untertitel sind in englisch und deutsch vorhanden. Allerdings sind die bei Sherlocks Beobachtungen eingeblendeten Texte immer noch auf deutsch und werden auch nicht übersetzt, wenn man die Serie in Ton und/oder Untertitel auf englisch gestellt hat.
Es tut der Stimmung aber keinen Abbruch, es ist mir lediglich aufgefallen und ich wollte es erwähnen.

Alles in allem eine grandiose Serie, die in Deutschland aufgrund ihrer Ausstrahlung in der ARD leider zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat.
Und ich will hinzufügen, dass ich es traurig finde, dass gute Serien/Filme untergehen, bloss weil sie im Öffentlich-Rechtlichen ausgestrahlt werden und nicht auf privaten Sendern.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 12. Februar 2012
Die zweite Staffel der Serie enthält drei 90-Minuten-Filme, die lose (A Scandal in Bohemia), sehr lose (The Hound of the Baskervilles) und extrem lose (The Final Problem) an Holmes-Kurzgeschichten anknüpfen. Die UK-Ausgabe ist Englisch mit englischen UT. Das Englisch ist mir Ausnahme extrem schnell gesprochener Analysen von Holmes ganz gut zu verstehen.

* A Scandal in Belravia: Die domestizierende Edelprostituierte Irene Adler verfügt über kompromittierende Fotos einer hochgestellten Persönlichkeit, die Holmes beschaffen soll. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass sie auch noch ganz andere Geheimnisse kennt. Die clevere, gewissenlose und ihre Sexualität aggressiv einsetzende Adler ist ein ebenbürtiger Gegner für Holmes.
* The Hounds of Baskerville: Henry Knight sieht in der Gegend um Baskerville nachts einen monströsen Monsterhund und will schon als Kind gesehen haben, wie dieser seinen Vater ermordetete. Die Ermittlungen führen auf eine geheime Militärbasis, wo Genexperimente gemacht werden.
* The Final Problem: Moriaty vollübt spektakuläre und grandiose Einbrüche, die aber in ihrer Konsequenz nur darauf hinarbeiten, Holmes zu vernichten.

Ich war von Staffel 1 nicht restlos begeistert, aber das schillernde Duo - und vor allem die Figur des Dr. Watson - hatte es mir doch so sehr angetan, dass ich die zweite Staffel möglichst bald sehen wolte. Die Machart bleibt im großen und ganzen die gleiche, im Tempo wird aber fast noch ein Zahn zugelegt. Auch fand ich die technikaffinen Anteile diesmal etwas weniger (I-phone-Fans kommen weniger auf ihre Kosten), die psychologischen (effektreiche Visualisierungen der gedanklichen Arbeit von Holmes) werden stärker betont. Die Hauptfiguren bleiben weiter schillernd, charismatisch und beeindruckend. Martin Freeman legt wieder eine Glanzleistung hin, Benedict Cumberbach (von dem ich in Staffel 1 noch nicht hunderprozentig überzeugt war) legt einen Zahn zu und wird präsenter und stimmiger. Durchgehender Runnig Gag sind fortwährende Anspielungen Dritter auf homosexuelle Schwingungen zwischen den Beiden.

Das Erzähltempo ist hoch, die Fälle verwickelt, die Ästhetik hochwertig, die Trickeffekte beeindruckend, brilliante Einzelszenen (wie z.B. Mollys Weihnachtsgeschenk oder Sherlock als Zeuge vor Gericht), viele Handlungswendungen, von denen einige nur konventionell, andere genial sind.

Trotzdem kann ich mich nicht restlos begeistern und verspüre beim Zusehen so ab und zu mal einen Tick Langeweile. Mir sind manche Analyen von Holmes zu abgedreht (und seine Fähigkeit auf 20 Meter Staubkörner auf einer Jacke zu sehen), das ständig extravagante Verhalten der Figuren auf Dauer einen Tick zu überspannt, manche Handlungsentwicklungen doch zu absurd und in der Logik nicht überzeugend genug. Bei letzerem darf man an Unterhaltungssendungen/Krimis eigentlich keine ganz hohe Messlatte anlegen, aber wenn der Kern einer Serie so sehr auf einen hochintelligenten, brillianten Ermittler und seinen ebensolchen Gegner aufbaut, dann muss man hier anspruchsvoller sein bzw. Schwächen in Einzelhandlungen stören dann einfach den Gesamteindruck (z.B. dass Holmes nicht merkt, dass man eine Videokamera in seiner Wohnung installiert; die absolut unüberzeugende Weise, wie Moriaty seine Einbrüche bewerkstelligt haben will, von denen zwei dann nicht mal wirklich erklärt werden; die schwache Auflösung des Cliffhangers aus Staffel 1; das alberne Passwort des supermisstrauischen Majors im supergeheimen Militärstützpunkt). Störend fand ich auch oft den übermäßigen Einsatz von Musik und Soundeffekten, die an allerlei Stellen zu viel, zu stark und zu dramatisch sind. Schönstes Beispiel: In einer eigentlich wunderbar gemachten Szene, in der Moriaty Holmes und Watson mit einem sehr cleveren weiteren Twist konfrontiert (stimmungsmäßig wunderbar in ein spießbürgerliches Setting getaucht, das einen tollen Gegensatz zur 'Welt der Genies' bietet) wird die subtile, aber intensive Dramatik (inklusive der Zweifel von Watson) durch laut-trümmernden Soundeffekten stark abgeschwächt.

Mir scheitert die Serie manchmal ein bisschen an ihren Ansprüchen und weniger wäre mehr gewesen und dann würde ich auch sehr gerne fünf Sterne geben (denn der Grundansatz wie die von mir geliebte Holmes-Figur und v.a. Watson in die Moderne übertragen wird ist äußerst gelungen und bewundernswert gut). Wenn man es mit einer Eiskunstlaufkür vergleichen würde: Im Vergleich zu Konkurrenten mit 'nur' Dreichfachsprüngen beinhaltet diese Kür Vierfachsprünge - von denen allerdings einige nicht gestanden werden. Und dann gibt es bei allem Lob für den Versuch in der Gesamtwertung eine leichte Abwertung.
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