Ada Sinner wächst in der Enge und Armut des jüdischen Viertels einer ukrainischen Stadt auf. Die Mutter ist gestorben, ihr Vater, ein Handelsvertreter, ist viel unterwegs. Ihre Tante Rhaissa zieht mit ihren Kindern Lilla und Ben zu ihnen ins Haus und kümmert sich auch um Ada. Während eines Pogroms flüchten Ada und Ben in die Oberstadt zu ihren reichen Verwandten. Hier sieht Ada zum ersten Mal Harry Sinner und sie vergisst ihn nie.
Jahre später. Ada ist mittlerweile 17 und lebt mit ihrer Tante, Lilla und Ben in Paris. Auch Harrys Familie ist dorthin geflohen. Ada trägt noch immer die Sehnsucht nach Harry und einem Leben, wie er es führt, in sich. Aber statt zu ihm zu gehen und ihn näher kennen zu lernen, begnügt sie sich damit, ihm gelegentlich bei seinem Leben zuzuschauen. Adas Leben geht weiter, sie malt, verheiratet sich, lebt vor sich hin. Zweimal versucht sie, sich Harry über einen Umweg zu nähern. Beim ersten Mal kauft sie ein ungeheuer teures Buch für ihn, weil sie oft gesehen hat, wie er das Buch sehnsuchtsvoll beim Buchhändler betrachtete, und schenkt es ihm anonym. Beim zweiten Mal klappt ihr Versuch. Sie stellt zwei ihrer Bilder in der Buchhandlung aus, in der Hoffnung, dass sie Harry gefallen und er sie womöglich kauft. Und eines Tages nimmt Harry sie wahr und das Schicksal erlaubt den beiden die Liebe, nach der sie sich immer gesehnt haben. Aber das Leben ist kein Märchen.
Die Hunde und die Wölfe ist ein sehr guter Liebesroman, der sich nicht auf den ausgelatschten Pfaden des Genres bewegt. Äußerst empfehlenswert!