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Die Hosen des Pythagoras: Physik, Gott und die Frauen
 
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Die Hosen des Pythagoras: Physik, Gott und die Frauen [Taschenbuch]

Margaret Wertheim , Karin Schuler , Karin Miedler , Silke Egelhof
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 386 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349223710X
  • ISBN-13: 978-3492237109
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,9 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 628.206 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Margaret Wertheim tritt in ihrem Werk Die Hosen des Pythagoras den überzeugenden Beweis dafür an, daß ein Buch über die Geschichte der Physik mehr sein kann als die chronologische Beschreibung der entdeckenden Schritte, die Männer im Laufe der Jahrhunderte in dieser Naturwissenschaft unternommen haben.

Sie folgt dabei dem programmatischen Untertitel ihres Buches -- Physik, Gott und die Frauen --, in dem sie außerordentlich kenntnisreich und spannend die Geschichte der Physik erzählt: zugleich religiös motiviert und männlich dominiert. Gerade die Naturwissenschaft Physik ist von Anbeginn an eine religiöse Suche nach letzten Erklärungen gewesen, wobei diese Suche sich im Laufe ihrer Geschichte mal näher an der Religion der Kirchen, mal weiter von ihr entfernt gesehen hat, aber immer eine gewesen ist, die von Männern definiert und geprägt wurde.

Margaret Wertheim beginnt ihre Reise im 6. Jahrhundert vor Christus mit der Darstellung des berühmten Mathematikers und Philosophen Pythagoras, in dessen Wirken deutlich wird, daß die Mathematik zuvorderst ein religiöses Betätigungsfeld war. Mit Galilei und Newton läßt uns die Autorin erleben, wie im späten Mittelalter die Wiederaufnahme antiken Wissens stattfand, sich dabei die Wissenschaft der Physik formierte und quasi nebenbei diese Beschäftigung mit der Deutung der Natur zu einer männlichen und religiös motivierten Wissenschaft wurde. Auch in der sehr anschaulichen und äußerst sachkompetent formulierten Darstellung der relevanten Entwicklungen in der modernen Physik von Einstein bis Stephen Hawking gelingt es der Autorin überzeugend, ihren Ansatz der quasi religiös motivierten Männer-Wissenschaft der Physik darzustellen.

Natürlich versucht die Autorin, nicht zu unterschlagen, daß die Physik auch herausragende Wissenschaftlerinnen kennt. Dabei zeigt Margaret Wertheim gerade am Beispiel von Marie Curie, wie wesentlich anders die weibliche Suche nach physikalischen Gesetzen sein kann. Diese Annahmen bilden auch die Grundlage für den Appell, mit dem die Autorin ihr ebenso umfangreiches wie spannendes Buch schließt: Die männliche Physik, die in milliardenteuren Tempeln nach den grundlegenden göttlichen Gesetzen von Existenz und Materie forscht, muß eine Richtungsänderung erfahren, die die Naturwissenschaft wieder stärker in den pragmatischen Dienst des Menschen stellt! --Britta Petersen -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein engagiertes, manchmal polemisch überspitztes Buch, das niemanden kalt läßt, weder Mann noch Frau.« Süddeutsche Zeitung

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die eigentliche Bedeutung der Mathematik (der Zahl) in Geschichte wird hervorgehoben. Der 'Mathematische Mann' bestimmt die Wissenschaftsgeschichte. Dabei wird der Bogen gespannt von Pythagoras (Die moderne Trennung zwischen Mathematik und Ethik, die uns so selbstverständlich ist, hätte Pythagoras in Schrecken versetzt) bis zu den heutigen Physikern, die ähnliche 'Gottsucher' sind (Einstein, Hawking) und a la Faust die Kräfte suchen, die Welt im Innersten zusammenhält, koste die Suche auch alles Gold dieser Welt. Die Physiker als verkappte Priesterkaste. Eine sehr kritische Wissenschafthistorie. Die Rolle der Frauen, die davon meistens ausgesperrt sind (wie in der kath. Kirche) wird sehr geschickt in dieser gut verständlichen Darstellung hineingewoben und wichtige Namen (uns heute oft unbekannt, zumindest aus dem Physik-Unterricht) der Vergessenheit entrissen. Die Bedeutung großer Konzepte (Bacon, perspektische Darstellungen) auf Kirche und nachfolgendes Denken ist hochinteressant. Die Autorin appelliert insgesamt an einen ethischen Rahmen für die Wissenschaft, die eben nicht ethisch neutral ist. Es reicht nicht den Physikern zu überlassen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Dieser ethische Anspruch verbindet sich mit dem Anspruch, dass die Zeit reif ist auch für die Mathematische Frau.

Ich habe das Buch (als Naturwissenschaftler) sehr gerne gelesen und stöbere immer wieder darin, da es eine Fundgrube für große Zusammenhänge ist. Sehr lesenswert und gut zum Verschenken.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist mehr als eine Zusammenfassung der Entwicklungsgeschichte der Physik, wie es der originelle Titel schon erahnen läßt.

Hier sind die großen Naturwissenschaftler in chronologischer Reihenfolge, ihre wichtigsten Entdeckungen sowie ihre Lebensgeschichten dargestellt, und auch eine neue Sichtweise auf die Entstehung der Physik und der Institutionen, die sie tragen, tut sich auf. Es werden nämlich viele Vergessene und Unterdrückte - zumeist sind es die Frauen - in das Gewebe dieser Wissenschaftsgeschichte eingeflochten und gewürdigt.

Man merkt der Autorin ihre Liebe zur Physik an und sie schafft es auch, Laien wie mir etwas davon verständlich zu machen: Wußten Sie, daß Pythagoras tatsächlich Hosen trug, was zu seiner Zeit ungewöhnlich war, und eine Art Wissenschaftskommune gründete, in der auch Frauen zugelassen waren?

Kennen Sie Tycho Brahes "Uraniborg", einem Forschungsschloß mit Gegensprechanlage gehört, wo das Datenmaterial zusammengetragen wurde, aus dem Kepler seine umwälzende neue Planetentheorie entwickelte?

In diesem Buch wird neben den wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen auch noch erklärt, wieso es gerade in der Mathematik und Physik so wenige berühmte Frauen gab und noch gibt.

Eine Querdenkerin hat ein empfehlenswertes und gehaltvolles Buch für all diejenigen geschrieben, die sich für Geschichte und Naturwissenschaft interessieren. Ich halte der Autorin dabei sehr zugute, daß sie positive feministische Zukunftsaspekte für die Wissenschaft aufzeigt.

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1 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das Buch beschränkt sich darauf, immer wieder nebensächliche Fakten aufzuzählen und langweilt auf diese Weise jemanden, der eine augenzwinkernde Verknüpfung von Geistes- und Naturwissenschaaften erwartet hätte!
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