Dieses Buch ist mehr als eine Zusammenfassung der Entwicklungsgeschichte der Physik, wie es der originelle Titel schon erahnen läßt.
Hier sind die großen Naturwissenschaftler in chronologischer Reihenfolge, ihre wichtigsten Entdeckungen sowie ihre Lebensgeschichten dargestellt, und auch eine neue Sichtweise auf die Entstehung der Physik und der Institutionen, die sie tragen, tut sich auf. Es werden nämlich viele Vergessene und Unterdrückte - zumeist sind es die Frauen - in das Gewebe dieser Wissenschaftsgeschichte eingeflochten und gewürdigt.
Man merkt der Autorin ihre Liebe zur Physik an und sie schafft es auch, Laien wie mir etwas davon verständlich zu machen: Wußten Sie, daß Pythagoras tatsächlich Hosen trug, was zu seiner Zeit ungewöhnlich war, und eine Art Wissenschaftskommune gründete, in der auch Frauen zugelassen waren?
Kennen Sie Tycho Brahes "Uraniborg", einem Forschungsschloß mit Gegensprechanlage gehört, wo das Datenmaterial zusammengetragen wurde, aus dem Kepler seine umwälzende neue Planetentheorie entwickelte?
In diesem Buch wird neben den wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen auch noch erklärt, wieso es gerade in der Mathematik und Physik so wenige berühmte Frauen gab und noch gibt.
Eine Querdenkerin hat ein empfehlenswertes und gehaltvolles Buch für all diejenigen geschrieben, die sich für Geschichte und Naturwissenschaft interessieren. Ich halte der Autorin dabei sehr zugute, daß sie positive feministische Zukunftsaspekte für die Wissenschaft aufzeigt.