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Diese moralische und finanzielle Ausbeutung jüdischen Leidens bezeichnet Finkelstein als Grundlage der "Holocaust-Industrie". Neben den jüdischen Organisationen und Interessenverbänden zählt er zu diesem Konglomerat auch renommierte wissenschaftliche Institutionen, "im jüdischen Besitz befindliche" Medien sowie prominente Vertreter der amerikanisch-jüdischen Gemeinde, allen voran den vermeintlichen "Hohepriester" des Holocaust, Elie Wiesel.
Er sorge sich um das Vermächnis seiner Eltern und möchte mit seiner Anklage "die Integrität der historischen Überlieferung bewahren", rechtfertigt Finkelstein seine umstrittenen Thesen. Edle Gründe, fürwahr. Doch andere Motive drängen sich beim Lesen des Buches in den Vordergrund: der Ärger über die geringen Entschädigungszahlungen an seine Mutter; die kaum verhüllte Frustration über einen Wissenschaftsbetrieb, der ihn selbst ablehnt und sein vehementer Antizionismus.
Finkelsteins Buch ist keine wissenschaftlich fundierte Studie über den öffentlichen Umgang mit der Holocaust-Erinnerung oder den Komplex der Entschädigungszahlungen. Es ist eine wütende, polemische, vor allem aber sehr persönliche Abrechnung mit dem "jüdischen Establishment", die ihm viel Beifall von der falschen Seite einbringen dürfte. Seinem zweifellos berechtigten Anliegen hat Finkelstein damit einen Bärendienst erwiesen. --Stephan Fingerle -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Die Entschädigungsforderungen gegenüber Schweizer Banken
und deutschen Firmen, die im Namen der Überlebenden des Holocaust
vorgebracht werden, sind seiner Ansicht nach nichts weiter als ein
erpresserischer Schwindel("outright extortion racket"). Es
sei zudem an der Zeit, der Errich-tung von immer neuen
Holocaust-Museen und Gedenk-stätten Einhalt zu gebieten.
Finkelstein
widerspricht der These, der Holocaust sei einzigartig und mit keinem
anderen Ereignis der Weltgeschichte zu verglichen. Der Glaube an die
Einzigartigkeit des Holocaust, an dem kaum jemand mehr zu zweifeln
wagt, wird laut Finkelstein von Juden schamlos ausgenutzt, um die
grauenvolle Menschenrechtssituation in Israel zu rechtfertigen und um
ein Klima der Angst zu schaffen, in dem niemand mehr, sei es in
Politik oder Wissenschaft, das Thema Holocaust ehrlich und rationell
zu diskutieren wagt.
Nur ein Jude kann ein solches Buch schreiben
und obendrein noch einen renommierten Verleger dafür finden. Nur ein
Jude kann es sich leisten, dieses Buch "The Holocaust
Industry" zu nennen, da bereits der Titel Proteste
hervorruft. Wenn David Irving diese Behauptungen aufgestellt hätte,
würde er sich recht bald im Gerichtsaal wieder-finden und wenn Jörg
Haider so gesprochen hätte wären Österreich noch strengere Sanktionen
gewiß.
Dennoch ist es schwer, gegen Finkelstein eine
hinterhältigsten Anschuldigungen vorzubringen, die heutzutage in einer
freiheitlichen Demokratie erhoben werden kann, nämlich ihm
vorzuwerfen, es sei ein Holocaust-Leugner. Beide seiner Eltern haben
den Aufstand im Warschauer Ghetto und anschließend verschiedene KZs
überlebt. Der Rest seiner Familie ist in Treblinka umgekommen. Er ist
ein Ergebnis des Holocaust und deshalb kämpft er dagegen, daß der
Holocaust zur Bereicherung jüdischer Organisationen und zur Förderung
jüdischer Interessen schamlos ausgenutzt wird.
Finkelsteins Sprache
ist oft scharf und aggressiv. Manchmal übertreibt er und bedient sich
einer Sprache die ganz und gar nicht in den üblichen akademischen
Diskurs paßt. Daher mögen einige Leser versucht sein, an seiner
Glaubwürdigkeit zu zweifeln. Aber Finkelstein verdient es, gehört zu
werden, und das nicht nur wegen seines Hintergrundes. Er trägt einige
fundierte Argumente vor, die einige junge und besonnene Juden bereits
vor Jahren diskutieren wollten, aber immer wieder von dem
Establishment, insbesondere in den USA, zum Schweigen gebracht
wurden. Erst nach dem Sechstage-Krieg im Jahre 1967 begann die
Holocaust "Industrie" zu boomen. Die "Entdeckung des
Holocaust", betont Finkelstein, hat nichts mit der Sorge um das
Überleben des Staates Israel zu tun, der ja seine Feinde in weniger
als einer Woche auf eindrucksvolle Weise zermalmt hat und entlang
seiner Grenzen Land besetzt hat, das dem Siebenfachen seiner eigenen
Größe entspricht. Der Holocaust wurde "neu erfunden", in
erster Linie um die strategischen Interessen der USA zu
untermauern. Israel wurde zum Stellvertreter der USA im Mittleren
Osten und der Holocaust wurde genutzt,um diese Allianz zu
rechtfertigen, und später auch Israels Gebaren gegenüber seinen
arabischen Nachbarn zu entschuldigen. Finkelstein wörtlich: "Der
Holocaust hat sich als eine unersetzliche ideologische Waffe
erwiesen. Durch den Einsatz dieser Waffe hat einer der gefürchtetsten
Staaten der Welt, in dem die Menschenrechte der nichtjüdischen
Bevölkerung auf grauenvolle Weise mißachtet werden, es geschafft, als
Staat der Opfer gesehen zu werden und die einflußreichste ethnische
Gruppe in den USA hat ebenfalls einen Status von Opfern
erlangt."
"Diese vermeintliche Opferrolle wirft erhebliche
Dividenden ab - insbesondere aber auch Immunität gegenüber Kritik, wie
gerechtfertigt auch immer diese Kritik auch sein möge. Diejenigen, die
diese Immunität gegenüber Kritik genießen, sind dem moralischen
Verfall nicht entkommen, der damit einhergeht."
Es war die
jüdische Elite in den USA, die aus der Verfolgung und Deportation der
Juden im Dritten Reich den "Holocaust" machten. Vertreter
jüdischer Organisationen, angeführt von Leuten wie Simon Wiesenthal
und Ellie Wiesel behaupten, der "Holocaust" sei ein
singuläres Ereignis - und einzigartig in seiner
Irrationalität. Wiesenthal hat zum Beispiel behauptet, es handle sich
um ein "religiöses Mysterium", das unbegreiflich und
unerklärlich sei. Das, so Finkelstein höhnisch, hindert Wiesel aber
nicht daran, für eine Gebühr von 25.000,-- US-Dollar pro Vortrag den
Versuch zu unternehmen, dieses "Mysterium" zu
erklären.
Der Glaube an die Einmaligkeit der Verbrechen Hitlers an
den Juden ist so tief verankert, daß selbst Zweifel daran mit dem
Leugnen des Holocaust gleichgesetzt werden. Aber diese Überzeugung an
sich ist irrational, argumentiert Finkelstein. Kein historisches
Ereignis ist einzigartig. Und, was noch gefährlicher ist, die
Behauptung der Holocaust sei einzigartig führt zur Mythenbildung und
zu Verfälschungen. Die Behauptung der Einzigartigkeit verleiht den
Juden eine unberechtigte "Herrschaft über das Leiden" und
Hitler einen Platz in der Dämonenlehre der entschieden anders ist als
der von Stalin, Mao Tse Tung oder Pol Pot. Diese "Political
Correctness" ist an manchen Universitäten so extrem geworden, daß
Vergleiche zwischen den KZs der Nazis und anderen Greueltaten wie
z. B. das Abschlachten von 10 Millionen Afrikanern im Kongo mit dem
Vorwurf der Holocaust-Leugnung beantwortet werden.
In den Büchern
zum Thema Holocaust gibt es unzählige Lügen - am bekanntesten ist wohl
die in den siebziger Jahren erschienene Autobiographie von Benjamin
Wilkomirski in der er behauptet, als Kind den Holocaust im KZ
Auschwitz überlebt zu haben. Das Buch wurde zu einem enormen
Bestseller und wurde von der "Industrie" als
"dokumentarischer Beweis" für den Holocaust
ausgeschlachtet. Erst in den neunziger Jahren sollte sich
herausstellen, daß Wilkomirski gar kein Jude ist und seine Kindheit
ungestört in der friedlichen Schweiz verbrachte.
Am
schonungslosesten kritisiert Finkelstein jene Sparte der
"Industrie", die sich mit Geldforderungen befaßt: "Die
derzeitige Kampagne mit dem Ziel, in Europa im Namen der bedürftigen
Holocaust-Opfer Geld zu erpressen, hat den moralische Dimension eines
Spielkasinos."
Finkelstein behauptet, daß nur ein geringer Teil
dieses Geldes die eigentlichen Opfer erreicht. Dieses trifft auch auf
die Entschädigungsleis-tungen zu, die Deutschland im Laufe der
vergangenen 50 Jahre geleistet hat. Jüdische Organisationen weltweit
nutzen diese Gelder, um noch mehr Holocaust-Museen und Gedenkstätten
zu bauen sowie um noch mehr Institute für Holocaust-Studien und
Antisemitismusforschung an den Universitäten einzurichten. Daß nun
auch an ehemalige Ostblockstaaten wie z. B. Polen
Entschä-digungsforderungen gestellt werden, ist ein Anzeichen dafür,
daß die "Industrie" total verrückt geworden ist. Dieses
werde einen neuen, fundiertem Antisemitismus nähren.
Auf Fragen, wo
denn die Millionen Opfer denn geblieben seien, wenn sie nicht in den
Konzentrationslagern ermordet wurden, antwortet Finkelstein mit einer
Gegenfrage:
"Wenn all diejenigen, die heute behaupten,
Holocaust-Überlebende zu sein, es auch tatsächlich sind, wer wurde
dann überhaupt in den KZs umgebracht?"
Finkelstein erläutert
diese etwas barsch anmutende Entgnung so: Es gab zum Ende des Krieges
ca. 100.000 KZ-Überlebende, von denen ein Viertel in den
darauffolgenden zwei Monaten starben. Dennoch behauptet die
"Industrie", es stürben seit dem Beginn der Neunziger Jahre
10.000 Überlebende pro Monat. "Das würde bedeuten, daß es 1945
acht Millionen KZ-Überlebende hätte geben müssen, obwohl es im
Einflußgebiet der Wehrmacht höchstens sieben Millionen Juden
gab.
Finkelstein schließt mit den Worten: "Die Herausforderung
unserer Zeit ist es, den Holocaust zu einem Thema zu machen, das
sachlich erörtert werden kann. Nur so können wir wirklich davon
lernen. Lesen Sie weiter... ›
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