...sind MGM Boss Eddie Mannix(Bob Hoskins) schon immer ein Dorn im Auge gewesen. Aber ob diese Einstellung dafür ausreicht, dass der alles andere als zimperlich agierende Mannix etwas mit dem Tod von George Reeves(Ben Affleck) zu tun hat? Okay, George war der Liebhaber von Mannix Frau Toni(Diane Lane); das erhöht den Verdacht.
Los Angeles 1959; Hollywood. Der erfolglose Schauspieler George Reeves lernt auf einer Party die schöne Toni kennen. Eine Affäre beginnt. Gleichzeitig ergattert George eine kleine Rolle als Superman-Darsteller. Zu dieser Zeit eine völlig unbedeutende Fernsehfigur. Aber George hat Glück. Superman wird erfolgreich. George gelangt so ins Bewusstsein der TV Zuschauer, aber er leidet unter der festgelegten Rolle. Er beginnt zu trinken, streitet sich mit Toni, legt sich mit der emotonialen Leonore Lemmon(Robin Tunney) eine hochbrisante Verlobte zu und wird kurze Zeit später tot in seinem Bett aufgefunden. Selbstmord! So sieht es jedenfalls die Polizei. Georges Mutter sieht das anders. Sie heuert den erfolglosen Privatdetektiv Louis Simo(Adrien Brody) an. Er soll beweisen, dass George ermordet wurde. Simo beginnt in dem Fall zu stochern und merkt sehr schnell, dass er in ein Wespennest gestoßen ist. Das wird für ihn selbst lebensgefährlich...
Allen Coulter zeigt uns mit -Hollywoodland- eine wahre Geschichte; jedenfalls was das Leben und den Tod von George Reeves angeht. Die Umstände und Stories, die sich um seinen Tod ranken, hat Coulter in eigener Lesart ausgeschmückt und präsentiert sie in diesem wirklich spannenden Film.
Coulter beginnt mit Reeves Tod und arbeitet dann den gesamten Fall in Rückblenden auf. Das gelingt ihm, ohne zu verwirren oder den Zuschauer zu irritieren.
Das Nonplusultra des Films ist die Besetzung. Mit Diane Lane, Bob Hoskins, Ben Affleck und Adrien Brody hat Coulter eine traumhafte Darstellerriege am Set versammelt. Gerade Brody ist in der Rolle des Louis Simo bestechend gut. Wenn er, nach langer Abstinenz, seine erste Zigarette sucht und findet, dann ist das ein kleines cineastisches Highlight der Sonderklasse. Aber auch Affleck, Hoskins und Lane überzeugen voll und ganz.
Was -Hollywoodland- bei den Fans nicht hat ankommen lassen, so vermute ich jedenfalls, war Coulters Auflösung der Story. Es gäbe ansonsten, jedenfalls bei meiner Betrachtung, keinen Grund, diesen Film nicht zu mögen. Aber das muss jeder Zuschauer natürlich wieder einmal für sich selbst entscheiden.
Ich kann -Hollywoodland- aufgrund einer guten Story, einem interessanten Realitätsbezug und einer grandiosen Besetzung weiterempfehlen. Gerade wenn sie ein Fan von Brody, Affleck und Co. sind, werden sie auf ihre Kosten kommen.