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Die Hochzeit des Dichters
 
 
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Die Hochzeit des Dichters [Gebundene Ausgabe]

Antonio Skármeta , Willi Zurbrüggen
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492042465
  • ISBN-13: 978-3492042468
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 251.863 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Antonio Skármeta
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Eine kleine Mittelmeerinsel vor der Küste Italiens zur Zeit des Fin de Siècle ist der Schauplatz dieses Romans. Der reiche Salzburger Bankierssohn und Bildungsbürger par excellence, Hieronymus Franck, lebt bereits seit zehn Jahre auf dieser adriatischen Insel und die Gründung seines "Kaufhauses Europa" kündet vom Anbruch einer "neuen" Zeit. Nun fiebert das Städtchen der spektakulären Hochzeit zwischen dem alternden Bohemien und der Inselschönheit Alia Emar entgegen. Die Hochzeit wird nicht zuletzt deshalb mit so großer Spannung erwartet, weil die Inselbewohner befürchten, dass sich die tragische Legende einer Hochzeitsnacht aus vergangenen Zeiten wiederholen könnte. Ein leidenschaftlicher Verehrer der schönen Alia, Stefano Coppeta, bemüht sich, kraft seiner literarischen Verführungskünste die Hochzeit abzuwenden. All das ereignet sich am Vorabend des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges. Die Männer provozieren im Rausch patriotischer Gefühle den Unmut Österreichs und müssen schließlich in den Krieg ziehen. Auch Stefano muss die Insel verlassen und wittert die Gunst der Stunde, um sein Glück in der Fremde zu finden.

Diese Auswanderungssaga des 1940 geborenen chilenischen Schriftstellers Antonio Skármeta, der heute als Botschafter seines Landes in Berlin lebt, erzählt mit viel Humor von einem paradiesisch anmutenden Inselleben, das unverhofft in die politischen Wirrungen der Jahrhundertwende gerät. Ein schönes Buch voller poetischer Sinnlichkeit. --Yvonne Drynda

Kurzbeschreibung

Der neue Roman Antonio Skarmetas führt uns zurück in die Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Auf der kleinen Mittelmeerinsel Gema genießt der reiche Salzburger Bankierssohn und Bohemien Hieronymus Franck großes Ansehen; mit seinem "Kaufhaus Europa" ist er zum Vorboten einer neuen Zeit geworden. Jetzt steht die Hochzeit des mittlerweile 50-Jährigen mit der umschwärmten Inselschönheit Alia Emar an, ein Ereignis, an dem die ganze Inselbevölkerung regen Anteil nimmt. Skarmeta zeichnet ein liebevolles Porträt eines ahnungslosen Inselvolks, das beinahe unbemerkt seine Unschuld verliert und sich schließlich auf die Suche nach einer besseren Welt macht.Antonio Skarmeta, geboren 1940 in Antofagasta, Chile, verließ 1973 nach dem Putsch Pinochets seine Heimat und verbrachte viele Jahre im Exil in Berlin. Für sein literarisches und filmisches Werk erhielt er zahlreiche internationale Preise. Sein bisher größter Bucherfolg "Mit brennender Geduld", wurde mehrfach verfilmt. 1989 kehrte er nach Chile zurück; im Sommer 2000 wurde er zum Botschafter seines Landes nach Berlin berufen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Man lese und staune. 15. Juli 2002
Format:Taschenbuch
Der Roman „Die Hochzeit des Dichters" liest sich fast wie ein Gedicht. Er verzaubert den Leser mit der einzigartigen „skármetadisierten" Sprache und Erzählweise, wie sie der Autor selbst bezeichnet, und lässt den Leser sich dennoch direkt in die skurrile und sinnliche Alttagswelt auf der Insel Gema einfinden - neugierig, aber ohne allzu großes Befremden. Einen derart gelungenen Orts- und Perspektivenwechsel in eine andere Welt habe ich das letzte Mal bei Gabriel García Márquez empfunden, und auch Skármetas Symbolik lässt an den Magischen Realismus Lateinamerikas erinnern, versetzt nach Europa, so z.B. die oft beachtete, viel zu große Glocke der Inselkirche mit ihrem Stellenwert insbesondere in den Schicksalsstunden Alia Emars und Stefano Coppetas. Vor allem vermag Skámeta, meisterhaft Figuren zu entwerfen, die mir in unvergesslicher Erinnerung bleiben werden: Alia Emar, die anfangs so „ist" wie ein Stück von Mozart und ähnlich ihrem Empfinden für Musik mit ihrer Liebe aus sich selbst hinaustritt, der bohemistische Aussteiger Hieronymus Franck, die Gegensätzlichkeit der Brüder Coppeta, der versponnene Erfinder Torrentes, der mir im Grunde doch genauso wenig realitätsfern zu sein scheint wie der Pfarrer... - im Gegensatz dazu Paula Franck und Admiral Mollenhauer mit ihren verkrampft-„effektiven" Neigungen und Absichten. Doch sollte man sich vom Klappentext des Buches nicht in die Irre leiten lassen: „Eine Liebeserklärung an das alte Europa, voll vitaler Sinnlichkeit und Melancholie", heißt es dort. Eine Liebeserklärung an das „alte Europa" wird im Roman nur dem Leben und den Erlebnissen auf der Insel Gema ausgesprochen. Ich hatte mir jedoch einen allgemeineren (Rück-)Blick auf Europa versprochen - nach dem Aufbruch der Reisenden in die Neue Welt, deren „1000 unbegrenzte Möglichkeiten" (USA) und deren Exotik (Chile) nur knapp geschildert werden, ohne mit Europa direkt verglichen zu werden. Was dem Leser vor der Reise gewahr wird, sind die Unterschiede zwischen der engstirnig „kultivierten" Gesellschaft in Salzburg und der Dorfgemeinschaft auf Gema. Dennoch: ein phantastisches Buch, eben „voll vitaler Sinnlichkeit und Melancholie". Und obwohl oder GERADE WEIL sich bei der Lektüre der letzten Seiten vorausahnen lässt, dass Skármeta den Leser nicht unbedingt (ganz) bis an das erdachte Ende führt, trafen mich die letzten Zeilen bis ins Mark. Das schafft bei weitem nicht jedes Buch.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Kaum eines der Bücher des Chilenen Skarmeta hat mich so gefesselt wie die mediterrane Liebesgeschichte die auf der Insel Gema spielt während sich Europa auf den historischen Umbruch vorbereitet und der Held nach Amerika auswandert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Malizia, eine fiktive Provinz irgendwo an den Küsten des adriatischen Meeres, genauer gesagt: die Insel Gema, ist der Schauplatz des vorliegenden Romans. Auf dieser Insel, auf der sich alles um die Liebe und den Freiheitskampf dreht, steht eine Jahrhunderthochzeit zwischen dem älteren aber reichen Kaufhausbesitzer Hieronymus und der jugendlichen Inselschönheit Alia bevor - sehr zum Leidwesen des stillen "Dichters" Stefano Coppeta, der die schöne Alia auch liebt. Doch bevor die Hochzeit vollzogen wird, wirft der drohende Krieg ( gemeint ist der Erste Weltkrieg) seine Schatten über die kleine Insel,die Hochzeitsgesellschaft wird überfallen und massakriert, die Braut geschändet. Allein der Rebell Reino Coppeta, der Bruder des Dichters,will zusammen mit anderen jungen Männern der Insel den Kampf gegen die österreichische Fremdherrschaft aufnehmen. Die Männer müssen aber kapitulieren und emigrieren -im Schlepptau den träumerischen Stefano- in die verheißungsvolle Neue Welt. Unterwegs springt Reino entschlossen in New York von Bord, während sein Bruder nach Chile weiterreist. In Chile angekommen, erfährt er von dem schrecklichen Ende seiner Alia, wirft sich in den Sand und klagt "Gibt es denn keinen Gott?"

Eine traurige Geschichte fürwahr, aber warum kann ich das Buch empfehlen? Gut gefallen hat mir die literarische Gestaltung der einzelnen Charaktere, auch die Sprache war sehr schillernd. Voller Ironie, Melancholie und Tragik und nicht ohne Deftigkeit wird das Leben der Inselbewohner dem Leser vor Augen geführt. Ein Buch, das sich fast von selber liest und sogar das Herz ein wenig wärmt. Genau das Richtige für ein verregnetes Wochenende.
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