Zunächst: Ich bin dieses Weihnachtsfest ganz gut ohne dieses 3-CD-Set über die Runden gekommen, aber auch nur, weil ich rund 95 Prozent der üblichen Verdächtigen bereits auf irgendwelchen anderen Zusammenstellungen habe.
Lohnenswert ist der Kauf fast schon allein der beiden Songs von Hurts und Train wegen, die ich in den letzen vier Wochen mehrmals im Radio gehört und als angenehme Abwechslung im Last und White Christmas-Einerlei empfunden habe. Ansonsten bietet "Best Of Christmas" eine ausgiebige Mischung zu einem mehr als angemessenen Preis, die allerdings am Anfang ziemlich schnell viel Pulver verschießt und sich am Ende zu sehr in gefühlsduseligen Klassikern verliert. Das mag konzeptionell so gewollt sein, aber die Mischung der 60 Titel hätte durchaus gleichmäßiger und ausgewogener sein können. Und "Hallelujah" oder "Heal The World" mögen zwar für die besinnliche Note sorgen, aber sind das Weihnachtslieder im engeren Sinne?
Statt dieser und zum 268. Mal "White Christmas" hätte ich mir endlich mal "Christmas Time" von Bryan Adams, "Christmas All Over Again" von Tom Petty und das viel zu selten gehörte und gespielte "Please Come Home For Christmas" von den Eagles gewünscht. Aber das sind rein subjektive Nörgeleien; objektiv kann man mit dieser Mischung nichts falsch machen.
Aber nun haben wir ja ohnehin erst einmal elf Monate Weihnachtsliederpause...