13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klassiker!, 6. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Hiebfechtkunst. Nachdruck der Ausgabe von 1885 (Gebundene Ausgabe)
Wer unter dem Namen Roux und dem Begriff der Deutschen Hiebfechtkunst ein Handbuch erwartet, daß darlegen soll, wie man die flache Klinge seines angebogenen Sportsäbels über's angegrünte Lamé des hin- und herhüpfenden sportfechtenden Gegners schlappt, muß sich geradezu jungfräulicher Unbelecktheit in Sachen Fechtgeschichte erfreuen.
Denn L.C. Roux ist Sohn des FAW Roux und damit prominentes Mitglied einer Fechtmeisterdynastie, die den anglo-italienischen Angelos in England bzw den heimischen Kreußlers in nichts nachsteht. Das Buch ist eine Weiterentwicklung und Systematisierung des Deutschen Paukbuchs von FAW Roux, dessen Umformulierung des bis ca. 1850 in ganz Europa praktizierten broadsword/Hiebfechtens ins Gedeckte Fechten umwandelt: Eine eigenständige und bahnbrechende Methode, deren revolutionierende Wirkung um nichts der eines Parise oder Kevey im Feld des sportlichen Fechtens nachsteht.
Für die praktischen Ansprüche des modernen Paukens mag das Buch zu komplex ein. Wer allerdings sein Verständnis von Fechtzeit philosophish und wissenschaftlich ergänzen will, kommt um diesen Titel nicht herum.
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6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
War wohl nix, 23. Juli 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Hiebfechtkunst. Nachdruck der Ausgabe von 1885 (Gebundene Ausgabe)
In aller Kürze : Dieses Buch beschäftigt sich ausschließlich mit Mensurfechten.
Inwieweit es für das moderne Mitglied einer schlagenden Verbindung von Nutzen ist, sei mangels eigener Sachkenntnis dieses Gebietes dahingestellt.
Für alle anderen Fechter ist es bestenfalls als Exoticum oder Nebenliteratur interessant, da es von einer fast statischen Fechtweise unter Verzicht auf nennenswerte Fußarbeit ausgeht.
Außerdem werden ausschließlich die Mensurwaffen des ausgehenden 19.Jahrhunderts betrachtet.
Der Hinweis auf Offiziere im Kurzkommentar ist absolut irreführend.
Fazit: Für entsprechend interessierte Studenten möglicherweise gut, für alle anderen als praktisches Lehrbuch ein Schlag ins Wasser - zu speziell. Schade nur, daß der Kurzkommtar das nicht deutlich macht.
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