Anna Kistler, eine junge, gottgläubige und recht wohlhabende Münchnerin, steht, nachdem ihre Eltern und ihr Bruder an der Pest gestorben sind, plötzlich in dem Verdacht, eine Hexe zu sein, da eine schon Verurteilte unter der Folter ihren Namen genannt hat. Der Vorwurf erhärtet sich nicht, doch ihr Onkel, der nach einer Möglichkeit sucht, sich an ihr zu rächen, weil sie ihn nicht heiraten will, schwärzt sie wieder bei Gericht an. Jan Vandorff, ihr Untermieter, der nun bei der Polizei arbeitet, stößt auf den Termin, an dem Anna vor Gericht geführt werden soll und warnt sie sofort. Es beginnt eine gefährliche Reise in die Niederlande, Vandorffs Heimat, wo die berühmte Hexenwaage steht, die die Unschuld Annas beweisen soll...
Es fiel mir anfangs recht schwer, mich in die Geschichte hineinzulesen, nicht zuletzt auch aufgrund der Sprache, die der Autor verwendet, und die teilweise auch echt Bayerisch ist (nicht, dass ich etwas dagegen hätte: ich lebe selbst schon mein ganzes Leben in Bayern). Desweiteren will in dem Buch eigentlich nie so wirklich Spannung aufkommen, die den Leser fesselt, die Geschichte zieht sich eher so dahin, ohne groß aufzufallen. Natürlich leben Anna und Jan in Angst vor ihren Verfolgern, besonders, da ihnen von Annas Onkel ein Spitzel nachgeschickt worden ist, der sie bei der Inquisition melden soll, doch wirklich nervenzerreissend wird es eigentlich nie. Auch die Charaktere bleiben ziemlich platt und ohne Tiefe, sodass für mich dieses Buch eher unteres Mittelmaß ist.