13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überzeugende Fortsetzung der Hexenstunde, 18. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Hexen-Trilogie, Bd. 2: Tanz der Hexen (Taschenbuch)
Sehr gelungene Fortsetzung des ersten Bandes. Nur sollte man diesen Band schon da haben, wenn man Hexenstunde zu Ende gelesen hat. Der erste Band endet so völlig unerwartet an einer Stelle, an der ich unbedingt sofort weiterlesen mußte. Es ist auch sehr hilfreich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Der erste Band ist aufgrund seiner geschichtlichen Rückführung für mich der spannendste. Doch die Entwicklung der Geschichte bleibt spannend. Ich freue mich schon auf den dritten Band:"Die Mayfair-Hexen".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Super Fortsetzung, die den ersten Band übertrifft, 14. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Hexen-Trilogie, Bd. 2: Tanz der Hexen (Taschenbuch)
Nachdem sich die Fans der Mayfair-Hexen im ersten Band der Saga ("Hexenstunde") noch durch die lange Familiengeschichte quälen mussten, bei der mehr mindestens 100 Seiten hätten gekürzt werden können, ist die Fortsetzung ganz anders. Die Figuren und die Geschichte sind bekannt, das zweite Buch knüpft sofort an die Geschichte seines Vorgängers an.
Und schon zu Beginn überschlagen sich die Ereignisse: Rowan ist mit ihrem Sohn, der Wiedergeburt des Geistes Lasher, auf der Flucht, wird allerdings von ihm als Gefangene gehalten. Währendessen häufen sich die Todesfälle unter den Frauen der Familie Mayfair, die an seltsamen Blutungen sterben. Sogar Aaron Lightner, der Forscher der Talamasca, gerät in einen Konflikt: Seine Organisation entpuppt sich als längst nicht so gut und brav, wie sie sich immer dargestellt hat. Die Geschichte entwickelt sich geradezu rasant und hält den Leser am Buch fest.
Trotz des hohen Tempos leidet die Geschichte nicht. Sie ist ebenso sorgfältig geschrieben und schön formuliert, wie andere Anne Rice Romane. Vor allem der Charakter von Lasher ist interessant aber gleichzeitig gruselig und bemitleidenswert. Und wie gewohnt versetzt die Autorin ihre Leser in ein stimmungsvolles New Orleans und lässt ihn die Stadt mit ihrem Zauber beinahe fühlen.
In diesem Buch findet Rice genau die richtige Mischung aus Familiengeschichte und Gegenwartshandlung. Längen gibt es nicht. Zudem ist das Buch auch um einiges kürzer als sein Vorgänger. Wobei man hier sagen könnte: schade. Deshalb: UNBEDINGT LESEN! Vor allem an dunklen Herbstabenden, wenn der Wind ums Haus heult... :-)
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26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ungewöhnlicher Rice-Roman - viel Action, wenig Schwulst, 1. Januar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Hexen-Trilogie, Bd. 2: Tanz der Hexen (Taschenbuch)
Juhaaa!!! Ich hatte kurz vor Weihnachten ENDLICH "The Witching Hour" durch (und bin froh darüber) und habe dann gleich "Lasher" (Tanz der Hexen) weitergelesen. (Habe mir mal alle Hexenbücher zusammen in einem Anfall von Haben-Wollen gekauft... ^^)
Hey, und jetzt kommt es... ich finde "Lasher" ist nach meinen nach wie vor all-time-favorite IwtV das bislang Beste, was ich von Rice gelesen habe. Nach dem etwas zähen Einstieg überschlägt sich die Action förmlich - ganz ungewöhnlich für Rice und es gefällt mir!
Auch Juliens Story finde ich um einiges interessanter als die ganze Hexen-Saga davor - liegt sicher auch am Stil: Julien spricht einfach lebhafter als der dröge Report der Talamasca im ersten Band... ^^
Was mir noch gefällt: die Charaktere bekommen jetzt endlich mehr Leben. Rowan sieht plötzlich ein, wie eitel und selbstherrlich sie war, dass sie sich selbst völlig überschätzt hat und in welchen Schlamassel sie das geführt hat - und ehrlich: ich hatte wirklich Mitleid mit ihr und an der Stelle, als sie Lasher den Klodeckel überbrät, rutschte mir, glaube ich, ein lautes: "Jaaa!" raus... ^^
Auch Michael ist nach seiner Affäre mit Mona weniger perfekt, sehr glaubwürdig sein Ringen mit dem "inneren Schweinehund" - klar findet er einerseits Sex mit einer scharfen Teenie-Braut geil, andererseits nagt doch sein Gewissen. Auch das er dafür keine Lösung findet, halte ich für "echt" - wer kennt solche Situationen nicht? (Eigentlich sollte ich nicht rauchen...)
Und... hier gibt es auch mal gut gemachte Frauen-Figuren (womit Rice sonst eher doch Probleme hat, ihre Frauen sind in der Regel überperfekte Barbiepuppen): sowohl Gifford fand ich genial, als auch Ancient Evelyn. Selbst bei Mona hat es zwischendurch bei mir "geklickt": man darf nicht alles, was sie denkt, für bare Münze nehmen... hey, Mona ist erst dreizehn, klar überschätzt sie sich total, klar ist sie der Meinung, alles besser zu wissen als die Erwachsenen... Und Monas obskure Sex-Besessenheit hat Rice durch ihr katastrophales Elternhaus schon gut begründet, denke ich. Mona sucht auf eine ziemlich gestörte Art nach Zuneigung und in Michael vielleicht einen Ersatz-Vater oder einen großen Bruder. Wobei ihr Sex als das Mittel zum Zweck erscheint... traurig, aber nicht abwegig.
Wobei ich gleich nochmal zu Gifford komme: ich fand es sehr genial, in dieser wohl "normalsten" aller Mayfairs eine Art "Stimme der Vernunft" zu Wort kommen zu lassen. Gifford spricht aus, was vielleicht auch schon Leser dachten: dass die Mayfair-Familie doch im Kern wahnsinnig ist und ihre engsten Mitglieder förmlich entmündigt.
Gut auch Juliens Eingeständnis: ja, es gibt in der Familie Anzeichen von Schwachsinn aufgrund des Inzest - auch das relativierte den "Glanz" der Mayfairs im ersten Teil.
Julien bringt auch einen der zwei Aussprüche, hinter denen ich wirklich eine ungewohnte Selbstironie von Anne Rice vermute: als er seine Mutter kritisiert, die Tote wiederbeleben will, warum sie wollte, dass die Welt voller lebender Toter sei? Und was man mit diesen Leuten anfangen solle? (Ein Grund, warum Julien in "Blood Canticle" eigentlich hätte verhindern müssen, dass Lestat Mona zum Vampir macht... aber egal...)
Den zweiten fand ich besonders amüsant: als Rowan über Lasher reflektiert, dass seine Erzählungen "unförmig" und strukturlos seien - er halte sich ewig lange mit der Schilderung von Farben und Formen auf, doch richtige Handlungen wie eine Ozean-Überfahrt fasse er in einem Satz zusammen. Grins.
Mir war, als hätte sich Rice genau das in diesem Buch zu Herzen genommen und schrieb mal einen auch vom Umfang her eher knappen, dafür handlungsreichen und sehr modernen Roman.
Das Buch fällt in die gleiche Zeit wie TotBT (Nachtmahr), welches sich ja auch durch ungewöhnliche "Action" und starke Handlung auszeichnet.
Wenn man jetzt noch bemängelt, es sei voraussehbar, dass Michael Lasher besiegen würde... okay. Ja. Aber WIE es geschieht war in seiner archaischen Schlichtheit genial. (Erinnerte an Mekare...^^) Und ehrlich... Lasher hat sich bis dahin dermaßen sämtliche potentielle Sympathien verscherzt, dass der Schluss echt ein gewisses Gefühl von Genugtuung und abschließender Gerechtigkeit vermittelt. (Auch wenn die leider notwendige Tötung von Emaleth schon wieder etwas Trauriges hat.)
Tja... also "Lasher" kann ich empfehlen (quält euch irgendwie durch den endlosen ersten Band, um wichtige Infos über die Mayfairs zu bekommen... überspringt die überflüssigen Beschreibungen! Formen und Farben... lach...)
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