Nach den ersten zehn Seiten dieses Buches dachte ich Um Himmels Willen, kommt gleich der erhobene Zeigefinger?
Aber der erhobene Zeigefinger kam nicht. Keine große Moral und Lasst das mal schön bleiben!
Es ist die Geschichte von einer Klasse, die auf Klassenfahrt fährt und trotz Warnungen der Lehrer sich an einem Abend wild besäuft. Im Endeffekt geht alles noch mal gut. Ein paar kotzen ziemlich heftig, aber erwischt werden sie nicht und es wäre alles kein Problem, wenn Pea es nicht zu Hause ihren Eltern erzählen würde. Ihr Vater nämlich beschließt sofort diesen Vorfall auf dem Elternabend der Schule anzusprechen. Da geraten Pea und ihre Freunde natürlich in Panik
Es handelt sich hier um eine kurze Geschichte. Der Autor schafft es, diese so wirken zu lassen, als hätte wirklich die Schülerin selbst sie aufgeschrieben. Er schert nicht alle Jugendlichen über einen Kamm, sondern verpasst jedem einen völlig einen Charakter. Das finde ich gut.
Ich denke, das Buch ist als Klassenlektüre für eine 6. 8. Klasse sehr gut geeignet. Auch hier würde ich den Lehrer empfehlen, sich den erhobenen Zeigefinger zu verkneifen!