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Die Hexe von Portobello
 
 

Die Hexe von Portobello (Gebundene Ausgabe)

von Paulo Coelho (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257066007
  • ISBN-13: 978-3257066005
  • Originaltitel: A Bruxa de Portobello
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 107.289 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Prophetin Athena ist eine moderne Hexe. Das kann man so sagen, obwohl sie gar nicht persönlich auftritt, sondern zu Beginn des Romans Die Hexe von Portobello eigentlich schon verschwunden ist. Denn Athena, deren eigentlicher Name Sherine Khalil ist, ist die Tochter einer Roma, die sie als Baby in einem rumänischen Waisenhaus abgegeben hat -- und die von Hermannstadt über Beirut nach England gekommen ist. Sie besitzt magische Fähigkeiten, die sich ihr erst allmählich offenbaren. Modern ist sie, weil sie keineswegs mit einem Raben auf der Schulter in einem windschiefen Waldhäuschen sitzt und seltsame Zaubertränke zusammenbraut. Im Gegenteil: Athena, wie sich Sherine selber nennt, war eine erfolgreiche Immobilienmaklerin, die in London hellseherische Fähigkeiten entwickelt hat, um ihrer Umgebung ihre Bestimmung vorherzusagen. Und sie ist die glückliche Mutter eines kleinen Sohnes, die trotzdem eines Tages beschließt, alles hinter sich zu lassen, um einer neuen Erfüllung entgegenzuwandern -- und die damit eine neue Form der Hexenjagd auslöst, bei der "nicht mit glühenden Eisen gefoltert, sondern mit Ironie und Unterdrückung gearbeitet" wird.

Retrospektiv aus der Perspektive von 13 (!) mit ihr bekannten und befreundeten Personen (darunter ihr Ehemann, ihre Mutter, ein Journalist, ihr Arbeitgeber und einige Freunde) erzählt Bestseller- und Sinnsucher-Autor Paolo Coelho (Der Alchemist) die wundersame Geschichte einer Frau, die von ihrer Umwelt als "Heilige" verehrt oder als Zauberin gefürchtet wird, und beleuchtet damit ihren schrittweisen Weg hin zur Erkenntnis.

Auch, wenn Kritiker sagen, dass das, was Coelho schreibt, nur immer wieder derselbe Aufguss esoterischer Belanglosigkeiten sei, werden Fans von der Story, die ein wenig wie eine Gerichtsverhandlung aus Zeugenaussagen aufgebaut ist, einmal mehr begeistert sein. -- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de

Aus der Amazon.de-Redaktion

Athena ist ein Adoptivkind. Von ihren Eltern wurde die Tochter einer Zigeunerin aus der rumänischen Ceausescu-Diktatur zunächst nach Beirut gebracht, von wo eine ihrer Visionen die Familie nach London fliehen lässt -- und sie so vor dem Bürgerkrieg bewahrt. Doch vor allem ist Athena, die nach der Entdeckung ihrer eigentlichen Bestimmung plötzlich verschwindet, eine Art Heilige, die den Menschen in ihrer Umgebung den Blick auf das Wahre öffnet. Da ist von der „Begegnung mit der höheren Energie“ die Rede, davon, dass man auch als Kassiererin im Supermarkt oder als Bankerin wie Athena „die Priesterin durchscheinen“ lassen könne. Und davon, dass man „das Göttliche“ und „die Kraft der Liebe“ im Alltag suchen solle, statt sein Leben mit oberflächlichen Gesprächen über Börsenkurse und Formel 1-Rennen zu verplempern.

Aus verschiedenen Stimmen -- darunter die Stimmen der Adoptivmutter, eines Journalisten, eines Priesters oder eines Freundes von Athena -- komponiert der lateinamerikanische Bestseller-Autor Paolo Coelho (Der Alchimist) seine Mittelpunktsfigur. Der renommierte Sprecher Gert Heidenreich, der unter anderem in der Hörbuch-Trilogie zu J.R.R. Tolkiens Roman Der Herr der Ringe brillierte (Die Gefährten, Die zwei Türme, Die Rückkehr des Königs), liest all diese Stimmen so, als wären sie eine. Das ist im Fall der Hexe von Portobello aber gar nicht schlimm. Denn Coelho hat wieder einmal keine psychologisch ausgefeilten Charaktere geschaffen, sondern seine Botschaft in die Münder verschiedener Figuren gelegt. Wie immer geht es bei ihm um die großen philosophischen Themen, um den Gegensatz von Mythos und Wirklichkeit, von Wissenschaft und Glauben, Lüge und Wahrheit, Hass und Liebe. Und es geht darum, wie man den rechten Weg zu einem spirituell inspirierten Dasein finden kann. Zur Übermittlung dieser Botschaft bedarf es eines spezifischen Tons, keiner verwirrenden Melodie.

Gert Heidenreich ist kein Rufus Beck oder Dirk Bach. Die Modulation eines polyphonen Stimmenchores ist seine Stärke nicht. Aber seine sonore, ruhig-besonnene Lesart setzt Coelhos Mystik-Fabel, in die man sich ja quasi „versenken“ soll, adäquat in Sprache um. Wer literarisierte Esoterik mag, wird dieses Hörbuch lieben. Da passt es sogar, dass die 5 CDs laut Auskunft des Verlags genau auf 365 Minuten kommen: Für jeden Tag also genau eine Minute Lebensweisheit. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .


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80 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Coehlo in Bestform, 30. September 2007
Von Ulli (Linz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Nachdem ich von "der Zahir" etwas enttäuscht war hat mich das neue Buch von Coelho - Die Hexe von Portobello - erneut von seinem Können und seiner Weisheit überzeugt. Es ist ein Roman für Suchende, die auf ihrem Weg bereits einige Meter zurückgelegt haben. Auch Coelho hat sich im Vergleich zu seinen früheren Büchern deutlich weiterentwickelt.

In vielen Erzählungen verschiedener Personen schildert er dem Leser die Geschichte von Sherine, oder, wie sie sich lieber nennt, Athene.
Als Kind einer Zigeunerin, die sie zur Adoption freigegeben hatte, wuchs Athene im Libanon auf, ehe sie mit ihren Adoptiveltern vor dem Bürgerkrieg nach England fliehen musste. Schon als Kleinkind hatte sie "Visionen", sah Heilige und Engel. Sie entwickelte ein Naheverhältnis zur Kirche, strebte es an, selbst eine Heilige zu werden. Nachdem ihr aufgrund ihrer Scheidung von ihrem Pfarrer und bis dahin Vertrautem jedoch die Kommunion verweigert wurde, entfernte sie sich von der Institution Kirche. Auf ihrem weiteren Weg lernte sie die Ekstase des Tanzes, die Ruhe und Geduld, die für die Kalligraphie vonnöten ist, kennen und nutzen. In diesen Formen der Meditation trat sie in Kontakt mit ihrer Seele, mit ihrem tiefsten Inneren. Auf ihrer Reise
lernte sie, ihre Fähigkeiten anzuerkennen. Auf dieser spirituellen Suche, angetrieben von den "Leeren Stellen in ihrem Leben" begegnet sie ihrer leiblichen Mutter, die sie in die Traditionen des heidnischen Glaubens einweiht, ehe sie in Edda ihre Meisterin und Lehrerin findet.

Während dem Lesen macht man oft unbewusst Pausen um das Gelesene aufzunehmen. Es regt zum Nachdenken und Nachahmen an.
Über das Ende sei hier nichts verraten - nur soviel: das Lesen lohnt sich sehr!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen typisch coelho, 6. Januar 2009
Von Evelyn Schulz (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Achtung, liebe Coelho-Fans: Diese Rezension wird Euch/Ihnen nicht gefallen. Sie muss aber sein:

Die "Hexe" war dann wohl mein letztes Coelho-Buch. Denn was mich schon beim Der Alchimist störte (und dann auch beim Der Zahir, den ich angelesen habe), war auch hier wieder da: Der typische Coelho. Als solchen glaube ich ausgemacht zu haben ein Belehren-Wollen, ein durchsichtiges Verpacken von Coelho-Lebensweisheiten in Prosa. Und das mit einer Attitüde, die wenig bis keinen Widerspruch duldet. Wo sind die Fragen, die Zweifel? Statt dessen spüre ich ein Verlangen des Autors, selbst als der Prophet wahrgenommen zu werden, als der er sich offenbar sieht. Ich meine, dahinter eine gewisse Eitelkeit zu erkennen. Vielleicht täusche ich mich.

Jetzt, nachdem ich zu Ende gelesen habe, bin ich schon fast wieder ein bisschen versöhnt, aber zwischendurch war ich wirklich wütend. Nicht nur über die Belehrungen an sich, sondern auch über die Art, wie die "Weisheiten" vermittelt werden:

1.

Es ist ja schön, dass so wichtige Themen wie das Zu-sich-selbst-Finden behandelt werden. Aber warum versteckt Coelho diese Themen hinter alten Traditionen und gibt sie als Zigeunerweisheiten aus? Warum wird ständig (an- )gebetet, gepredigt, warum ist alles irgendwie Kult und ritualisiert? Es mag ja sein, dass Religionen, alte Traditionen, Kulte und Rituale damit zusammenhängen der sogar allein deshalb entstanden sind, weil die Menschen sich selbst erkennen wollten. Weil sie die Frage nach dem Sinn gestellt haben und mit dieser Frage eben dann auf diese Art umgegangen sind.

Ich habe überhaupt nichts dagegen, sich unter dieser Prämisse mit den Traditionen zu befassen. Aber ich bezweifle, dass es nützlich ist, so zu tun, als komme man - oder als komme man gar NUR - über diese traditionellen Wege der Wahrheit näher. Als müsse man sich auf "alte Werte" oder die "Große Mutter" (zurück-)besinnen, um einen/den Sinn im Leben zu finden. Mir fehlt bei Coelho ganz einfach der heutige Zugang zu dem Thema. Mir fehlt die Übersetzung in das Hier und Jetzt. Mir persönlich reicht es nicht, dass die Geschichte in heutiger Zeit und in London spielt. Ich würde mir wünschen, dass die Gedanken abgekoppelt werden von jeder Tradition und jedem religiösen Anklang.

2.

Abgesehen von dieser Rückwärtsgewandtheit: Wie sollen Menschen zum Selbst-Denken finden, wenn ihnen (von Coelho) erzählt wird, sie müssten, um zu sich zu finden, schmerzhafte Prozesse durchlaufen, nach Transsilvanien reisen, sich in Trance tanzen, an Ritualen teilnehmen und bei alledem bräuchten sie auch noch einen "Meister" oder "Beschützer" (der sie am Ende vielleicht sogar noch als Schüler erwählen muss)? Das mag schön mystisch und beschwerlich klingen, ist aber meines Erachtens nicht geeignet, Menschen zu ermutigen.

3.

Dazu kommt, dass diese ganzen Traditionen und Rituale doch nur die äußeren Zeichen der Suche sind und nicht die Suche selbst. Es sind bloße Symptome. Deshalb erscheint es mir unmöglich, über diese Zeichen zu irgendwelchen Wahrheiten vorzudringen. Aber genau das suggeriert Coelho: Er suggeriert, dass der Leser durch die Lektüre seiner Bücher und die darin beschriebenen Symptome der Wahrheit näher kommen oder gar an ihr teilhaben könne. Für mich ist das so ähnlich, als ob er eine Banane zeichnen und dann behaupten würde, dass man von deren Anblick satt werden könne.

Ich will damit nicht sagen, dass in dem Buch keine einzelnen schönen oder von mir aus auch "wahren" Sätze stehen. Dennoch: Wenn ich das grinsende Coelho-Gesicht auf den Buchrücken sehe, schießt mir gelegentlich das Wort "Scharlatan" durch den Kopf. Vielleicht irre ich mich, aber ich habe das Gefühl, da ist ein durchaus intelligenter Mann, der Bücher verkaufen will und genau weiß, wie er das machen muss. Was ja an sich nichts schlechtes wäre. Wenn nur nicht das Gefühl dazukäme, dass die "Botschaft" und der Inhalt, dass das Erzählen-Wollen, erst an zweiter Stelle kommt, wenn nicht sogar Fassade ist, und dass Herr Coelho möglicherweise die Suche der Menschen nach dem Sinn auf perfide Art instrumentalisiert.

Ich will Bücher lesen, die so wirken, als habe der Autor sie für sich selbst geschrieben. Als mache er mit der Veröffentlichung dem Leser lediglich ein Angebot, sich auf die darin enthaltenen Gedanken einzulassen und in ein Gespräch einzutreten. Ich will keine Lösungen. Botschaften bin ich nur bereit, aufzunehmen, wenn der Autor mir die Freiheit gewährt, sie auch ablehnen zu dürfen. Das geht aber nur, wenn sie als Angebot daherkommen und nicht im Gewand einer Lösung oder absoluten Wahrheit wie bei Coelho.

Fazit: Erbauungsliteratur ja, wirklich wertvoller Lesestoff nein. Coelho-Fans werden sich durch diese Einschätzung nicht beeinflussen lassen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen der schwächste Coelho, 9. August 2009
Diese Rezension stammt von: Die Hexe von Portobello (Broschiert)
Ich habe Coelho lange Zeit verweigert, weil ich den Run auf ihn für Marketing-gesteuert hielt. Bis ich dann den Alchemist geschenkt bekam u sehr mochte. und einige andere auch. Mein Favourite ist und bleibt Elf Minuten - den kann ich passagenweise auswendig.
Die Hexe von Portobello kann nicht mal ansatzweise mithalten. Eine Aneinanderreihung von verschiedenen Perspektiven auf die Hauptfigur. Keiner dringt wirklich in die Tiefe.
Kurz und gut: Das Buch kann nicht die Lebensweisheiten vermitteln, das die anderen mittransportiert haben. Schade! Denn das Thema Hexe hätte durchaus verdammt viel herzugeben!
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