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Die Herrin von Wildfell Hall: Roman
 
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Die Herrin von Wildfell Hall: Roman [Ledereinband]

Anne Bronte , David Wells , Sabine Kipp
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Ledereinband: 774 Seiten
  • Verlag: Manesse (1. März 1990)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 371751783X
  • ISBN-13: 978-3717517832
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.286.241 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Anne Brontë, die zeit ihres Lebens im Schatten ihrer älteren Schwestern stand, gestaltet in ihrem zweiten und letzten Roman eine erstaunliche Liebesgeschichte, unnachahmlich in ihrer Mischung aus Verzicht, Vernunft und Leidenschaft. Das Buch ist derart unverblümt, dass zeitgenössische Leser und Kritik daran zweifelten, ob das Buch überhaupt von einer Frau geschrieben sein könne.

Über den Autor

Anne Brontë (1820-1849) lebte gemeinsam mit ihren älteren Schwestern Charlotte und Emily weltabgeschieden im väterlichen Pfarrhaus in Yorkshire. 1847 veröffentlichten die drei Schwestern gleichzeitig jeweils ihren ersten Roman. Im Alter von nur 29 Jahren starb Anne Brontë an Tuberkulose.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
In Anne Brontes Roman "Die Herrin von Wildfell Hall" wird eine starke Frau in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt, die sich gegen das vorgegebene Rollenbild als Ehefrau auflehnt und sich schließlich sogar von ihrem verkommenen Ehemann trennt, um sich und ihren Sohn zu schützen. Die bitteren Erfahrungen lassen ihr Herz jedoch nicht ganz erhärten und so öffnet sie sich zögerlich für eine neue Liebe. Wird diese jedoch überhaupt eine Chance haben, sich zu bewähren?

Eine wunderschöne Fremde ist die neue Herrin von Wildfell Hall. Die Nachbarn, allen voran die Familie Markham, ist sehr darauf bedacht, die junge Dame kennen zu lernen. Gilbert Markham ist der Beau der Grafschaft und hat eigentlich bereits ein Auge auf die jüngste Tochter des Pfarrers der Gemeinde geworfen, sehr zum Missfallen seiner geliebten Mutter, die sich für ihren Lieblingssohn eine bessere Partie wünscht. Nun aber ist sein Interesse ganz auf die geheimnisvolle Helen Graham gerichtet, um deren Gunst er und sein Freund Lawrence ringen. Doch dann machen boshafte Gerüchte über Mrs. Graham die Runde. Gilbert ist empört und versichert Helen, alles in seiner Macht stehende zu tun, um ihren Ruf zu retten. Als Helen erkennt, welch starke Gefühle der junge Mann für sie entwickelt hat, gesteht auch sie sich ihre Liebe zu Gilbert ein. Doch eine Beziehung zwischen den Liebenden ist unmöglich. Um Gilbert ihre Lage zu erklären, vertraut sie ihm ihr Tagebuch an.
In diesem Tagebuch enthüllt sich die jüngste Vergangenheit. Helen ist behütet bei ihrem Onkel und ihrer Tante aufgewachsen und findet in ihrer ersten Saison gleich mehrere Verehrer. Ihr Herz aber schenkt sie dem verwegenen Schönling, Arthur Huntigdon. Trotz der Warnungen und Ratschläge ihrer Tante und den Bedenken ihrer Freunde wil-ligt sie in die Verlobung mit ihm ein. Sie glaubt fälschlicherweise mit ihrer Liebe das Herz des wilden Mannes zu bezwingen und ihn auf den Pfad der Tugend zu führen. Die ersten Ehejahre belehren sie eines Besseren. Arthur ist ausgelassen, trunksüchtig und schließlich sogar untreu. Als auch noch der gemeinsame Sohn unter den Eskapaden seines Vaters zu leiden hat, entschließt sich Helen zu einem mutigen Schritt: Sie verlässt ihr Heim und findet unter falschem Namen eine Zuflucht in einem abgelegenen Anwesen, das ihr Bruder ihr zur Verfügung stellt.
Gilberts Liebe und Verehrung werden durch die Lektüre der Aufzeichnungen noch gestärkt. Doch seine Gefühle finden kein Ventil, da Helen ihm für ein halbes Jahr die Anwesenheit in ihrer Gegenwart untersagt hat. Dann erfährt er auch noch, dass Helen zu ihrem Ehemann zurück gekehrt ist, da dieser schwer krank geworden ist. Allein auf die Berichte ihres Bruders angewiesen, glaubt Gilbert daran, seine große Liebe mehr und mehr zu verlieren. Kann es überhaupt noch eine Hoffnung für die Liebenden geben, oder werden sich die Seelen, wie Helen vermutete, erst nach dem Tode miteinander verbinden?

Der tief verwurzelte und unerschrockene Glaube der Anne Bronte ermöglichte es ihr, eine starke Heldin zu erschaffen, die frei von den Vorstellungen der damaligen Gesellschaft, unabänderlich ihrem eigenen Gewissen folgt und durch die gelebten moralischen Grundsätze die Scheinheiligkeit und die Grausamkeit der dominant männlichen Gesellschaft entlarvt. Junge Damen wachsen behütet auf und werden nicht auf die raue Wirklichkeit vorbereitet. So folgen sie wie Schlachtlämmer dem Rat der Mutter und machen eine sogenannte gute Partie. Eine gut gefüllte Börse oder ein hochtrabender Titel nützen der gequälten Ehefrau aber recht wenig, die den Entgleisungen des egoistischen Ehemannes wenig entgegenzusetzen hat. So verblüht so manch englische Rose schnell dahin und wird zu einer verhärmten Frau. Obwohl Helen selbst nicht in eine Ehe verkauft wird, geht es ihr ähnlich wie vielen ihrer Leidensgenossen. Ihre große Liebe ist nicht der treu sorgende Ehemann, den sie sich in ihren Träumen vorgestellt hat. Während der ihr Angetraute sein Verhalten als völlig normal betrachtet, begehrt Helen auf und kämpft entschieden gegen ihr Schicksal an.

Anne Bronte hat einen mutigen, schonungslos entlarvenden Roman geschrieben, der ihre Mitmenschen bei Veröffentlichung ihres Werkes nicht wenig schockiert haben muss. Es ist für den heutigen Leser ein großes Glück, dass er ein so offenes Zeugnis der damaligen Lebensumstände in den Händen halten darf. Auch der Schreibstil ist so eindringlich, schwungvoll und dabei so elegant, dass es die reinste Freude ist, diese Lektüre zu genießen. Anne Brontes Werk muss sich wahrlich nicht hinter den berühmten Werken ihrer Schwestern, Charlotte und Emily, verstecken. Mit ihrem Roman hat sie sich selbst ein unvergessliches Denkmal gesetzt.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Schatz! 1. März 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Schon lange ein Bronte-Fan, komme ich nach diesem Roman fast zu dem Schluss, dass mir Anne die liebste der drei Schwestern ist. Ihre stille, leidenschaftliche Stärke und ihr unaufdringlicher Feminismus überzeugen und rühren. Davon abgesehen ist dieses Buch einfach eine spannende, wunderbar erzählte Geschichte, die ich in einem Rutsch verschlungen habe. Ich habe schon lange nicht mehr mit so viel Vergnügen gelesen!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dorle
Format:Taschenbuch
Anne Brotës, Die Herrin von Wildfell Hall, ist ein sehr besonderer Roman. Nicht oft liest man Bücher, die es vermögen, solch eine Kraft auszustrahlen, wie dieses.
Helen, die "Heldin" des Romans, Tochter einer einer gutbürgerlichen Familie, wird gegen ihren Willen mit einem Mann verheiratet, welcher sich schon bald nach ihrer Eheschließung als Schürzenjäger und Trunkenbold herausstellt.
Helen ist total unglücklich und um ihren gemeinsamen Sohn vor seinem Vater zu beschützen, entschließt sie sich vor ihrem Ehemann auf den halb verfallenen Landsitz Wildfell Hall zu fliehen.
Dort kämpft sie nun gegen die Gesellschaft ihrer Zeit, sich als alleinstehende Frau mit einem Kind zu behaupten.

Der Roman ergreift einem vom ersten Augenblick an. Die Eindringlichkeit, mit der es Anne Brontë vermag, einem das Leben dieser Frau zu schildern, stimmt einen nachdenklich. Bei mir hat sie es sogar geschafft mich für die zeit um 1820 zu interessieren. Die Gesellschaftlichen Zwänge zu dieser Zeit sowie die Unterdrückung jeglicher Emanzipation hat mich fasziniert.

Lesen Sie das Buch, denn mir hat es sehr gut gefallen!

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