Nachdem ich damals vor allem "Pfauenprinzessin" und auch "Kaiserin der Rosen" geradezu verschlungen hatte, konnte ich auch das dritte Buch der Reihe kaum erwarten.
Wie gewohnt, besticht die Autorin mit ihrem wunderbaren Schreibstil und den genauen Beschreibungen - das Indien des 17. Jahrhunderts erwachte vor meinen Augen erneut zu Leben. Mir gefiel auch das informative Nachwort sehr gut. Man merkt, wie gründlich die Autorin für ihren historischen Roman recherchierte.
Jedoch muss ich bei diesesm Buch auch eine Kritik üben.
Während ich bei den beiden Vorgängerbüchern, vor allem ersteren, die Gefühle und Handlungsweisen der Personen stets nachvollziehen konnte, war dies leider bei diesem Buch sehr oft nicht der Fall.
Es wirkte auf mich leider sehr oft, als würde die Autorin nur kurze Ausschnitte, Momentaufnahmen, auf das Leben der Charaktere geben.
Es fiel mir schwer, die Persönlichkeiten und Gefühle der Hauptpersonen, einige ihrer Handlungsweisen sowie ihre Beziehungen untereinander zu verstehen bzw. nachzuvollziehen.
Eine Sache spricht Sundaresan auch in ihrem Nachwort selbst an und bemerkt, dass es darüber zu wenig Wissen gebe.
Da es sich aber ohnehin um einen historischen Roman, nicht um ein Sachbuch, handelt, hätte ich mich über Interpretationen der Autorin selbst gefreut.
Bei vor allem "Pfauenprinzessin" bewies sie doch, wie gut historische Theorien, Interpretationen, Phantasie und womöglich auch etwas künstlerische Freiheit zu einem spannenden sowie auch authentischen historischen Roman verknüpft werden können.
Auch wurden manche Handlungsstränge leider nur sehr oberflächlich und - zumindest meiner Meinung nach - nebenbei behandelt. Aber vermutlich habe ich diesen einfach mehr Bedeutung zugemessen als von der Autorin beabsichtigt war.
Alles in allem gefiel mir der Roman trotz der genannten Kritikpunkte gut und ich würde ihn weiterempfehlen.