Dieses Buch habe ich in zwei Nächten durchgelesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen.Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Man versinkt in der Welt der Kelten.Interessant fand ich die Perspektive aus der Sicht Arthurs Gemahlin Guenevere.Fasziniert hat mich hier vor allem die Darstellung eines starken und männerunabhängigen Matriarcharts und die liebevolle Schilderung der Riten des "alten Glaubens",welchem Guenevere und ihre Mutter ja angehören.Spannend wird es,wie die Königin als Frau von Arthur,der nun unter Merlins Hand aufwuchs mit Magie und Respekt vor der alten Religion und trozdem christlicher König wird,den Balanceakt zwischen alter Tradition und aufkommendem Christentum versucht zu halten.Man erhält wundervolle Einblicke in die Lebensgewohnheiten der Bewohner von Camelot und was mich auch freut,ist,dass Guenevere als gefühlsstarke Frau dargestellt wird,der es keinesfalls leicht fällt,ihren Mann mit Lancelot zu betrügen.Vielmehr ist sie hin und hergerissen zwischen ihrer tiefen Liebe zu Arthur und ihrer fast kranken Leidenschaft für Lancelot,dessen Konflikt zw.Loyalität zum König und seiner Liebe zu dessen Frau auch beleuchtet wird.
Einzig die Gestalt des Merlin kommt teilweise zu kurz und er wird mir auch etwas zu bösartig dargestellt.
Das Morgan le Faye so abgründig ist in der Geschichte,finde ich eigentlich schlüssig,denn schließlich bringt ihr und Arthurs gemeinsamer Sohn ja seinen Vater um.
Schöne Landschaftsbeschreibungen,auch vom kargen Königreich der Orkneyinseln.
Insgesamt eine wundervoll erzählte Geschichte mit nicht allzu hohem Anspruch,aber genau das richtige Buch für verregnete Wochenenden auf dem Sofa mit musikalischer Untermalung von Loreena Mckennit.Teil zwei "Der heilige See" steht seinem Vorgänger in nichts nach!!!