Spätestens hier spürt man die deutlichen Unterschiede zur von uns gewohnten Version: die Autorin hat die Sage sozusagen durch einen Filter laufen lassen, der alles zurückbehielt, was durch die mittelalterlichen Dichter des 12.Jahrhunderts hinzugefügt wurde. So kommt weder Lancelot vor noch Tristan und Isolde, noch Turniere oder christliche Feste. Das Christentum ist nur eine Randerscheinung, und selbst die Gralslegende, einziges Zugeständnis an die hochmittelalterlichen Versionen, wird keltisch gedeutet. Folglich ist auch die Person der Gwendivar eine ungewohnte, und die Entwicklung von Artus' Widersacherin Morgause sehr überraschend. Die Erzählung wirkt dadurch reduziert, aber ursprünglicher und authentischer, da Turniere und Minne im sechsten Jahrhundert tatsächlich in der gewohnten hochmittelalterlichen Form nicht existiert haben dürften.
Durch diesen Wegfall rücken die Pikten mehr in den Vordergrund und mit ihnen die alte keltische Kultur und Religion, mit denen sich die Autorin bestens auskennt, sodaß genug Stoff zu erzählen bleibt.
Die sprachlichen Eigenheiten, die wieder zu einem Stern Abzug führen, sind die gleichen geblieben.