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Die Herrin der Burg
 
 
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Die Herrin der Burg [Gebundene Ausgabe]

Ulrike Schweikert
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426660970
  • ISBN-13: 978-3426660973
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 337.262 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Hildebolt von Wehrstein schäumt vor Wut als er, nach langer Abwesenheit auf der heimischen Burg eingetroffen, erfahren muss, dass seine Frau Sybilla ihm erneut keinen männlichen Nachfahren geschenkt hat. Auch des Wehrsteiners vorsorglicher Zweitversuch mit einer Bediensteten hatte nicht zum gewünschten Ergebnis geführt. Raue Zeiten, raue Sitten auf der Schwäbischen Alb. Noch ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand, dass den beiden ungeliebten Töchterchen des Ritters -- Tilia und ihrer Halbschwester Gret -- inmitten der Kriegswirren auf der windigen Alb noch eine gewichtige Rolle zufallen würde.

Hatte sich Ulrike Schweikert in Die Tochter des Salzsieders noch in der Historie ihrer Heimatstadt Schwäbisch Hall getummelt, so führt ihr neuer Roman direkt ins Kernland der Schwaben. Zu Ausgang des 13. Jahrhunderts herrschte, wo heute die Hohenzollernburg thront, eine politische Großwetterlage, die jeden UN-Botschafter in den Wahnsinn getrieben hätte. In seelenvoller Landschaft metzelten und brandschatzten sich Balinger, Hechinger und Haigerlocher -- nur um sich anschließend in neu geschmiedeten Allianzen versöhnt wieder in die Arme zu sinken. Ulrike Schweikert schildert diese nicht unkomplizierten Vorgänge gleichsam als Modellstudie von Kleinstaaterei als Ursache ständiger Zwietracht.

Auch der Wehrsteiner, mit den Zollergrafen verbandelt, hatte erst jüngst zähneknirschend Lehen an die ungeliebten Hohenberger abtreten müssen, die ihrerseits Ränke mit den Zollern schmiedeten. Inmitten dieser unübersichtlichen Gemengelage aus Schlachtengetümmel, Erbgezänk und Leibeigenschaft, schlug die Stunde der beiden ungleichen, doch unzertrennlichen Schwestern, die inzwischen zu bildschönen Maiden herangewachsen waren. Das Wehrsteiner Ländchen wackelt bedenklich und Vater Hildebolt schickt die schönen Töchter in finsterer "diplomatischer Absicht" zum Zollerngrafen. Eine gefährliche Mission beginnt, in deren Verlauf Tilia tiefe Einblicke in die Machtstrukturen einer männerdominierten Kriegerwelt gewinnt -- und einen geliebten Menschen verliert.

Zugige Burgen, kuschelige Kemenaten, darbende Bauern, intriganter Adel. Schweikert liefert das sorgfältig recherchierte Porträt unruhiger Zeiten in einem alles andere als friedlichen Schwabenland. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Tilia, Tochter des Ritters von Wehrstein, wird an Allerheiligen im Jahre 1267 geboren. Einst war das Geschlecht derer von Wehrstein reich und mächtig, doch diese Zeiten sind längst vorbei. Als Tilia von ihrem Vater den politisch prekären Auftrag bekommt, auf die Burg der Zollern zu reisen, wird sie nur von ihrer Magd Gret und dem jungen Gefolgsmann Heinrich von Husen begleitet, der Tilia verehrt. Auf Burg Zollern sollen Tilia und Gret der Tochter des Zollerngrafen dienen, doch Tilia wird bald klar, dass sie hier mehr als unerwünscht ist. Zwischen Intrigen und Missgunst, Eifersucht und roher Gewalt muss die junge Frau lernen, sich in der feindlichen Umgebung zu behaupten, und dringt gleichzeitig in eine völlig fremde Welt ein.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Normalerweise würde ich meine Rezension mit einer kurzen Inhaltsangabe zum Titel beginnen, aber die fällt mir bei "Die Herrin der Burg" außerordentlich schwer. Zurück bleibt eigentlich vor allem das Gefühl "Worum ging's jetzt eigentlich?" Jede Menge Ritter werden namentlich genannt, die alle entweder in der ein oder anderen Weise verbündet oder verfeindet sind, wobei man bei der Vielzahl der Personen sehr schnell den Überblick verliert. Richtig wichtige Rollen für das Geschehen spielen eigentlich höchstens 4-5 der Edelmänner, aber leider weiß man dies erst hinterher, wenn man schon vollends verwirrt ist von der Namensmerkerei.
Allerdings sind die Fehden wohl auch eher nebensächlich, denn im Zentrum der Geschichte stehen das Edelfräulein Tilia und ihre Halbschwester, die Magd Gret. Beide geraten irgendwie zwischen die Fronten - soweit war das nachzuvollziehen.
Eine eigene Kontur gewannen aber leider beide Charaktere nicht. Tilia scheint die Geschehnisse genauso wenig überblicken zu können wie der geneigte Leser und bleibt äußerst blass. Selbstständig agieren tut sie eigentlich kaum, sondern wird höchstens von den Umständen gezwungen zu handeln und selbst dann reagiert sie unsagbar naiv. Das macht sie zu einer wahnsinnig langweiligen Heldin. Gret wirkt schon etwas lebendiger, hat aber wohl v.a. die Funktion Tilia als Dialogpartnerin und einem der Ritter als Geliebte zu dienen. Ansonsten treibt auch sie die Handlung nicht voran.
Warum dann überhaupt 2 Sterne?
Zum einen liest Joseline Gassen so schön vor, dass ich das Hörbuch zu Ende gehört hab, obwohl mir längst klar war, dass es mir nicht gefällt.
Zum anderen schildert Ulrike Schweikert einige Alltagsepisoden und -vorgänge auf der Burg durchaus lebendig und unterhaltsam. Leider bin ich aber den Eindruck nicht losgeworden, dass es in erster Linie diese kleinen Episoden waren, die sie an den Leser bringen wollte und dass die Verknüpfung durch eine nachvollziehbare Geschichte ihr dabei herzlich egal war. Insofern kommt zumindest das Hörbuch über einige gute Ansätze nicht hinaus und ist insgesamt vor allem eins: vergeigt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Packend, aber brutal! 3. Oktober 2004
Von Wombatsbooks TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
„Die Herrin der Burg" ist spannend bis zur letzten Seite, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu brutal:

Tilia v. Wehrstein und ihre Halbschwester, die Magd Gret, werden als politisches Unterpfand auf die Burg der Zollern geschickt. Dort sind die beiden nicht nur unwillkommen, sondern werden Zeuge von politischen Ränkeschmieden, Verschwörungen, Inzest, Machtgier und Wollust.

Als Edelfreie geht es Tilia nur unwesentlich besser als Gret, denn die Sitten sind rauh, das Verhalten der Ritter und Hofdamen zügellos und gewalttätig: Vergewaltigungen der Mägde sind an der Tagesordnung, die Ritter haben Spaß an grausamen Spielchen und die Hofdamen nehmen ungeachtet ihres Status mit ins Heu, wen sie wollen. Tilia und Gret müssen dabei versuchen, ihre Haut zu retten und nicht in die Ränkeschmiede hineingezogen zu werden. Im Nachwort teilt die Autorin mit, dass die Figur der Tilia sicherlich für das 13.Jahrhundert nicht typisch war. Sie stellt aber Überlegungen an, warum es solche Frauen doch gegeben haben könnte (z.B. wer sah auf den Burgen nach dem Rechten oder kümmerte sich bei oft monatelanger Abwesenheit der Ritter um die Leibeigenen?) und liefert somit eine plausible Erklärung für die Figur der Tilia.

Ulrike Schweikert ist m.E. eine der besten Autor/-innen historischer Bücher. Sie recherchiert sehr genau. Ihre Recherchen sowie ihre Art zu erzählen, machen ihre Bücher so lesenswert & spannend. Nicht vielen Autoren/innen gelingt es, Atmosphäre und Personen so gut rüberbringen wie Frau Schweikert. Und weil sie das eben so gut beherrscht, fand ich einige Schilderungen dieses Mal so beklemmend. Sie beschönigt nichts, sondern es macht eindeutig klar, dass das Leben in der damaligen Zeit - gerade für Frauen - kein Zuckerschlecken war: Es ist im Mittelalter zwar an der Tagesordnung gewesen, dass sich die „Herren" nahmen, wonach ihnen der Sinn stand, und es ist sicherlich grob und derb zugegangen, aber m.E. ist in diesem Buch zu oft vergewaltigt worden. Etwas weniger Brutalität hätte der Realitätstreue sicherlich keinen Abbruch getan!

Fazit: Wenn Sie über die Brutalität & Roheit hinwegsehen können, ist „Die Herrin der Burg" ein packendes Buch! Vermutlich war ich etwas zu zart besaitet, daher auch „nur" vier Sterne.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht noch mal 17. März 2009
Von P. Ternes
Format:Taschenbuch
Ich habe es doch tatsächlich geschafft, das Buch ganz zu lesen. Es ist mir aber verdammt schwer gefallen. Die Autorin reit ein Episödchen an das andere und nennt das Roman. Ihr Verlag bezeichnet sie Bestsellerautorin. Sicher hat sie den Status über die Verkaufszahlen erreicht und ich hab dazu beigetragen, aber mit Sicherheit auch das letzte mal.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Die Herrin der Burg
Bei diesem Buch war ich für die Personenliste im Anhang sehr dankbar, denn sonst wäre ich schwer ins Schleudern gekommen. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Susanne veröffentlicht
Ziemlich brutal und nicht so gut wie sonst
Nachdem ich zuvor "Die Hexe und die Heilige" und "Die Tochter des Salzsieders" gelesen habe, war ich von diesem Buch doch ein wenig enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juni 2009 von Bücherfee
Leichter Lesestoff für Zwischendurch
Nett beschriebener Alltag eines Burg-, bzw. Ritterfräuleins das sich emanzipiert gegen die Männerwelt aufzulehnen versucht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. April 2009 von Angie
Geht gar nicht - Finger weg!!!
Ich lese wirklich gerne historische Romane und habe daher die Möglichkeit, Bücher dieser Art mit anderen zu vergleichen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2008 von dschinny
Einfach super
Ich bin begeistert..!! Das Buch lässt sich sehr gut lesen und ist spannend. Sicherlich handelt es sich hierbei um eine wahrscheinlich eher brutale Zeit was vor allem die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2008 von mausi
Hörbuch: Nicht unangenehm, aber leider auch nicht fesselnd.
Diese Rezension bezieht sich wie bereits angedeutet auf das sehr gut produzierte Hörbuch, das sich durch die sehr gute Sprecherin Joseline Gassen auszeichnet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. September 2008 von Kelome
Mühsam.......................
Nicht zuletzt aufgrund sehr guter Bewertungen bei Amazon habe ich mein erstes Buch von Ulrike Schweikert gekauft und im Urlaub begonnen zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juni 2008 von Katzenfan
Jenseits moderner Mittelalterromantik
Zwei Schwestern, beide Töchter des Grafen, wachsen zusammen auf. Die eine hat die Gräfin als Mutter, die andere eine Magd. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Februar 2008 von M. Wolf
Was soll das???
Ic glaube, ich habe noch nie er Hörbuch gehört, in dem es um so wenig geht. Es ist lediglich eine Aneinanderreihung von nichtssagenden Versatzstücken, die niemals zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Januar 2008 von Arnd Mayer
Massenproduktion
Nach einem bildlich ordentlich ausgestatten Einsieg tröpfelt die Handlung des Buches auf lähmende Weise so vor sich hin, dass man sich im letzten Kapitel noch ernsthaft... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2008 von Daniel Binder
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