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Im Verlauf des Romans, in dem seine Untergebenen trinken, rauchen, faulenzen und den gelegentlichen Zaunpfosten in den Boden klopfen, laufen die Dinge immer wieder schief. Eigentlich ist das das Einzige, auf das man sich in Mills' erfundener Welt wirklich verlassen kann. Es wäre nicht zuviel verraten, angesichts dieser ganz besonderen Zaunbauer zu empfehlen, hin und wieder einen Blick nach hinten zu werfen -- und eigentlich auch nach vorne. Und am besten auch noch den Himmel im Auge behalten -- für alle Fälle.
Die Mannschaft geht in den Süden nach England, wo sie sich mit ihrem kalten, feuchten Wohnwagen im Ort Upper Bowland niederlassen. Schon bald liegen sie sich mit den finsteren Gebrüdern Hall in den Haaren, deren Unternehmen offenbar Zaunbau, Schlachten, Wurstherstellung sowie eine heftige Zuneigung zu Schulspeisung unter einen Hut zu bringen vermag. "Wir haben uns der guten Tat verschrieben!", schreit John Hall. "Und trotzdem haben wir die Schulessen verloren! Immer diese Behörden, die neue Vorschriften festlegen -- immer wieder etwas Neues! Diesmal scheint es, dass wir für mehr Lebensraum sorgen sollen. Bitteschön! Wenn es das ist, was sie wollen, dann werden wir Zäune bauen -- bis in alle Ewigkeit, wenn es sein muss! Wir werden Pferche und Lager und Einfriedungen bauen! Und wir werden dafür sorgen, dass wir sie nie wieder verlieren!"
Zwischen den kafkaesken Hürden, die Mills seinem Erzähler in den Weg legt, versieht er seinen Debütroman mit kleinen, schwärzlich angehauchten humorvollen Momenten: Tams Vater, dem wir zuletzt begegnen, als er einen Palisadenzaun um sein Haus errichtet, "um dich daran zu hindern, nochmal nach Hause zu kommen"; der Klang von Richies Black-Sabbath-Kassetten, die "in einem unterversorgten Kassettenspieler langsam in die Länge gezogen werden"; die fortschreitende Verwahrlosung des Wohnwagens; "An Early Bath for Thompson", das Buch, das Richie vergeblich versucht zu lesen. Es ist gar keine Frage -- Die Herren der Zäune ist ein sonderbarer Roman, in dessen Verlauf alles nur noch sonderbarer wird. Mit etwas Glück lässt er noch mehr brillante, sonderbare Werke von Mills erwarten. --Mary Park -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herrlich!,
Rezension bezieht sich auf: Die Herren der Zäune: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Der Nachfolger von Roald Dahl ist endlich gefunden!So einen Humor können nur die Briten haben. Da werden die drei Zaunbauer könnten besser nicht dargestellt werden. Zum einen die beiden Heavy Metal-Fans Tam und Richie, sowie der namenlose Vorarbeiter und Ich-Erzähler. Die Erlebnisse in England sind zwar nicht berauschend, aber wenn etwas passiert, muß man automatisch lächeln. Erst recht, als die Auftraggeber ums Leben kommen - das hätte Dahl nicht besser hinbekommen. Viel passiert ansonsten aber nicht. Man arbeitet (mehr bei schlechtem Wetter) und geht abends in den Pub. Es werden zwar ein paar alltägliche Probleme eingestreut, aber auch mit denen werden die drei Helden fertig. Man mag zwar denken, daß die Story sehr dünn wirkt, jedoch ist keine der über 200 Seiten langweilig oder langatmig. Ein erstklassiges Buch - bitte mehr davon! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolles Buch,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Herren der Zäune: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Im Verlauf des Buches begleiten wir einen Zaunbauervorarbeiter mit seinen beiden schottischen Arbeitern Tam und Richie auf einen Geschäftstrip nach England, wo es gilt, einen Zaun aufzustellen. Die Arbeit ist die reine Plackerei, zumal es meistens regnet. Aus Sicht der Protagonisten besteht die einzige Abwechslung im abendlichen Pub-Besuch.Für den Leser gibt es allerdings Höhepunkte ganz anderer Art, denn es passieren verschiedene tragische 'Missgeschicke' und amüsante Zwischenfälle. Diese werden in einem gradlinigen und aussgesprochenen lakonischen Stil erzählt. Wer dunkelschwarzen britischen Humor liebt: unbedingt lesen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Empfehlung für alle Liebhaber des trockenen Humors,
Von Carmen Vicari "dg9tm" (Dossenheim) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER)
Rezension bezieht sich auf: Die Herren der Zäune: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Ich habe das Buch mal zum Gebutstag bekommen und auch gleich gelesen. Für Liebhaber des typischen englischen Humors ist es eine Empfehlung. Das Buch las sich wirklich klasse und so manche Pointe unterbrach den Lesefluß zum Lachen. Ich fand nur eines schlecht an dem Buch.Klar, es ist relativ dünn, aber mir gefiel der Schluß nicht. Da fehlte etwas. Gut, ich dachte dann, vielleicht kommt eine Fortsetzung, aber bisher habe ich diesbezüglich leider nichts gesehen.Fazit: Eine echte Empfehlung für alle Liebhaber des trockenen Humors Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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