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Die Herren der Zäune
 
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Die Herren der Zäune [Gebundene Ausgabe]

Magnus Mills
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 216 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 auflage, erstausgabe (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518411845
  • ISBN-13: 978-3518411841
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 94.519 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Magnus Mills
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Bekanntlich sorgen ja gute Zäune für gute Nachbarn. Darum ist es auch nicht verwunderlich, wenn in Magnus Mills' erstem Roman schlechte Zäune buchstäblich für hohe Spannung sorgen. Die Herren der Zäune, eine in düsterem, trockenem Ton erzählte trostlose Noir-Fabel, beginnt damit, dass ein ungenannter englischer Zaunbauer zum Vorarbeiter von Tam und Richie befördert wird, zwei unmotivierten schottischen Arbeitern. Sie wurden gerade hinausgeschickt, um einen Hochspannungszaun zu reparieren, als die Dinge auf schreckliche Weise schief laufen -- und das ist erst der Anfang!

Im Verlauf des Romans, in dem seine Untergebenen trinken, rauchen, faulenzen und den gelegentlichen Zaunpfosten in den Boden klopfen, laufen die Dinge immer wieder schief. Eigentlich ist das das Einzige, auf das man sich in Mills' erfundener Welt wirklich verlassen kann. Es wäre nicht zuviel verraten, angesichts dieser ganz besonderen Zaunbauer zu empfehlen, hin und wieder einen Blick nach hinten zu werfen -- und eigentlich auch nach vorne. Und am besten auch noch den Himmel im Auge behalten -- für alle Fälle.

Die Mannschaft geht in den Süden nach England, wo sie sich mit ihrem kalten, feuchten Wohnwagen im Ort Upper Bowland niederlassen. Schon bald liegen sie sich mit den finsteren Gebrüdern Hall in den Haaren, deren Unternehmen offenbar Zaunbau, Schlachten, Wurstherstellung sowie eine heftige Zuneigung zu Schulspeisung unter einen Hut zu bringen vermag. "Wir haben uns der guten Tat verschrieben!", schreit John Hall. "Und trotzdem haben wir die Schulessen verloren! Immer diese Behörden, die neue Vorschriften festlegen -- immer wieder etwas Neues! Diesmal scheint es, dass wir für mehr Lebensraum sorgen sollen. Bitteschön! Wenn es das ist, was sie wollen, dann werden wir Zäune bauen -- bis in alle Ewigkeit, wenn es sein muss! Wir werden Pferche und Lager und Einfriedungen bauen! Und wir werden dafür sorgen, dass wir sie nie wieder verlieren!"

Zwischen den kafkaesken Hürden, die Mills seinem Erzähler in den Weg legt, versieht er seinen Debütroman mit kleinen, schwärzlich angehauchten humorvollen Momenten: Tams Vater, dem wir zuletzt begegnen, als er einen Palisadenzaun um sein Haus errichtet, "um dich daran zu hindern, nochmal nach Hause zu kommen"; der Klang von Richies Black-Sabbath-Kassetten, die "in einem unterversorgten Kassettenspieler langsam in die Länge gezogen werden"; die fortschreitende Verwahrlosung des Wohnwagens; "An Early Bath for Thompson", das Buch, das Richie vergeblich versucht zu lesen. Es ist gar keine Frage -- Die Herren der Zäune ist ein sonderbarer Roman, in dessen Verlauf alles nur noch sonderbarer wird. Mit etwas Glück lässt er noch mehr brillante, sonderbare Werke von Mills erwarten. --Mary Park

Kurzbeschreibung

Einen Zaun zu bauen ist eigentlich eine simple Angelegenheit: Man gräbt Löcher in die Erde, setzt einen Pfahl hinein und dann noch einen und noch einen, dann spannt man Drähte dazwischen usw. Hat man es allerdings mit Zaunbauern wie Tam und Richie zu tun, wortkargen Heavy-Metal-Fans, die immer im Doppelpack auftreten und sich nur widerwillig von Schottland nach England versetzen lassen, dann wird so ein Zaunbau zu einer bizarren Unternehmung. Die englische Landschaft ist gnadenlos trist, das Glück besteht in ereignislosen Kneipenbesuchen am Abend. Ungeschicklichkeiten führen zu Unfällen mit tödlichen Folgen für diverse Auftraggeber - aber aufs Vergraben sind die beiden ja spezialisiert. Lakonik ist der herrschende Tonfall bei Mills. Die merkwürdigen Geschäftspraktiken der Hall-Brüder, in deren Zaunbau-Territorium die beiden Schotten samt ihrem englischen Vorarbeiter nichts ahnend eingedrungen sind, schweben als immer düsterer werdende Bedrohung über der Sache. Magnus Mills hat ei nen Blick für das Skurrile, das im Alltäglichen steckt, und versteht es, den Umschlag ins Absurde nur allzu logisch erscheinen zu lassen: Dienen die besonders hohen Elektrozäune am Ende dazu, nicht Tiere, sondern Menschen einzupferchen? Werden Tam und Richie in der Wurstfabrik der Gebrüder Hall der gerechten Strafe für ihre vertuschten Morde überführt?

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Herrlich! 14. November 2003
Von lema1971
Format:Taschenbuch
Der Nachfolger von Roald Dahl ist endlich gefunden!
So einen Humor können nur die Briten haben. Da werden die drei Zaunbauer könnten besser nicht dargestellt werden. Zum einen die beiden Heavy Metal-Fans Tam und Richie, sowie der namenlose Vorarbeiter und Ich-Erzähler.
Die Erlebnisse in England sind zwar nicht berauschend, aber wenn etwas passiert, muß man automatisch lächeln. Erst recht, als die Auftraggeber ums Leben kommen - das hätte Dahl nicht besser hinbekommen. Viel passiert ansonsten aber nicht. Man arbeitet (mehr bei schlechtem Wetter) und geht abends in den Pub. Es werden zwar ein paar alltägliche Probleme eingestreut, aber auch mit denen werden die drei Helden fertig. Man mag zwar denken, daß die Story sehr dünn wirkt, jedoch ist keine der über 200 Seiten langweilig oder langatmig.
Ein erstklassiges Buch - bitte mehr davon!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tolles Buch 3. Januar 2006
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Im Verlauf des Buches begleiten wir einen Zaunbauervorarbeiter mit seinen beiden schottischen Arbeitern Tam und Richie auf einen Geschäftstrip nach England, wo es gilt, einen Zaun aufzustellen. Die Arbeit ist die reine Plackerei, zumal es meistens regnet. Aus Sicht der Protagonisten besteht die einzige Abwechslung im abendlichen Pub-Besuch.
Für den Leser gibt es allerdings Höhepunkte ganz anderer Art, denn es passieren verschiedene tragische 'Missgeschicke' und amüsante Zwischenfälle. Diese werden in einem gradlinigen und aussgesprochenen lakonischen Stil erzählt.

Wer dunkelschwarzen britischen Humor liebt: unbedingt lesen!

War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Trockener Humor 13. November 2011
Von Matmaro
Format:Taschenbuch
Ich habe viel für den englischen trockenen Humor übrig, vor allem dann, wenn er nicht plump ist, sondern eine durchdachte Pointe hat. Ein solches Buch zu schreiben stellt an den Autor -meiner Ansicht nach- hohe Anforderungen und ist eine Gratwanderung.

Bei den Herren der Zäune liest sich das Buch anfangs gut und der trockene Humor überrascht den Leser positiv. Doch im Laufe der Handlung wird das Buch zunehmend langatmiger, vom trockenen Humor ist immer weniger zu spüren. Nach ca. 3/4 des Buches war die Handlung dermaßen langatmig, dass ich nur noch den Schluss, also die letzten paar Seiten gelesen habe.

Fazit: Starker Beginn und dann langsam abfallende Kurve. Schade, aus der Idee hätte man mehr machen können.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Langweiler
Der Inhalt ist langweilig und nicht spannend. Es wird beschrieben, wie 3 Arbeiter Zäune bauen und dabei versehentlich 3 Menschen umbringen - das wars. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Guzzist2 veröffentlicht
Das Leben ist eine Baustelle
Richie und Tam sind ein Team. Sie rauchen im Team, sie trinken im Team und wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, arbeiten die beiden Schotten sogar im Team: Der eine hebt... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Spassprediger veröffentlicht
So viel Spannung ohne Spannung gabs noch nie!
Das ist schon faszinierend, wie Magnus Mills hier eine an und für sich fade Story durch geschickte Erzählkunst aus der Ich-Perspektive in Szene setzt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. März 2010 von Fred
Ein herrlich verrückter Spaß!
Ein herrlich verrückter Spaß, dieses Buch, das der Autor angeblich während seiner Arbeitspausen als Busfahrer geschrieben hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Februar 2007 von Rainer Leske
Unbedingt lesen!
Wer britischen Humor mag, der ist hier genau richtig. Die Lakonie dieser Erzählung, die Absurditäten, die die schottischen Zaunbauer erleben - herrlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juli 2006 von Harriet
Subtiler Humor
Dieses Buch ist auf eine Art humorvoll, die sonst eigentlich nur in Filmen zum Tragen kommt. Denn was zwischen den Zeilen steht, ist die Mimik dieser herrlich einfachen Figuren. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Mai 2006 von Jan Weberungen
Empfehlung für alle Liebhaber des trockenen Humors
Ich habe das Buch mal zum Gebutstag bekommen und auch gleich gelesen. Für Liebhaber des typischen englischen Humors ist es eine Empfehlung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2006 von Carmen Vicari
Großartig!
Was für ein Buch! Es fängt ganz harmlos an, die Jungs sollen ein paar Zäune bauen, und man weiß schon, dieses Dreiergespann kann nur im Chaos münden... Lesen Sie weiter...
Am 24. Januar 2006 veröffentlicht
Die Beherrschung der Bestien
Eine schottische Spezialfirma, deren Besitzer Donald, selbst Meister des Zaunbaus, und Ex-Besitzer Robert, geschaßt in einem Bürocontainer ohne Telefon und Durchgang zum... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2003 von Thomas Liehr
Viel zu trocken!
Ach Menschenkinder, das ist sollte doch ein Roman werden und kein Sachbuch! Oder? Die Geschehnisse werden mit einer solchen Nuechternheit erzaehlt, dass der Vergleich mit den... Lesen Sie weiter...
Am 14. Juli 2001 veröffentlicht
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