Wow, Gena Showalters Romanreihe wird mit jedem Lord spannender. Auch mit Teil 6 hat sie erneut eine außergewöhnliche und orginelle Geschichte zu Papier gebracht, die keine Minute langweilt oder gar enttäuscht. Ich habe es sehr genossen in Gideons & Scarlets Geschichte einzutauchen. Ihre bewegende Story hat mir gut gefallen, vorallem die unerwarteten Wendungen waren sehr unterhaltsam.
Handlung:
Gideon, der wunderschöne, blauhaarige Lord beherbergt den Dämon der Lügen in sich. Obwohl er bei anderen sofort den Schwindel erkennt ist er selbst dazu verdammt, immer die Unwahrheit zu sagen oder quallvolle Schmerzen zu erleiden. Als plötzlich eine dunkelhaarige Frau autaucht und behauptet seine Gemahlin zu sein, fällt er fast aus allen Wolken. Er kann nicht glauben was sie ihm erzählt und warum hat sie eigentlich dasselbe Tattoo wie er? Gideon hat keine Erklärung dafür, geschweige denn eine winzige Erinnerung an die unbekannte Schönheit. Hat man ihm etwas seine Erinnerung gestohlen??? Selbst sein Dämon kann sich nicht an eine Gefährtin erinnern, ist aber von der charakterstarken Frau sehr schnell angetan, wie auch Gideon selbst.
Hinzu kommt noch, die Unbekannte, die sich Scarlet nennt, wurde von seinen Kumpels gefangen genommen und eingespert. Nicht nur, weil sie unsterblich ist, sondern den Dämon der Alpträume in sich trägt. Gideon steht vor vielen ungelösten Fragen und auch wenn er keine Erinnerung an Scarlet hat, ist sie ihm doch so vertraut, als ab er sie schon sein Leben lang kennen würde. Deshalb nimmt er sich kurzerhand eine Auszeit aus der Burg in Buda und verfrachtet seine schöne Geisel an einen geheimen Ort, wo er versucht Antworten auf die vielen, ungeklärten Fragen zu finden. Jedoch ist sein Vorhaben schwierger als zuvor gedacht, denn sein Handycap immer in Lügen zu sprechen, vereinfacht die Suche nach der Wahrheit nicht gerade. Und auch die gegenseitige Anziehungskraft macht es den beiden nicht leichter, sich an die tatsächlichen Ereignisse zu erinnern. Vorallem da Scarlet's sturköpfigkeit ihn des öfteren an den Rand des Wahnsinn's treibt. Auf der Suche nach ihrer gemeinsamen Vergangenheit, wird ihre Zuneigung jedoch auf eine harte Probe gestellt...
Währenddessen versuchen die restlichen Lords die Artefakte in Sicherheit zu bringen. Strider trifft auf Haidee, eine alte Bekannte, die er lieber tot sehen würde, es beginnt ein Katz und Maus Spiel. Aeron, Amun und William versuchen zu selben Zeit Legion in der Hölle aus Lucifer's Fängen zu befreien, was sich als schwieriges Unterfangen erweist und für Amun zu einer quälenden Reise wird. Unterdessen bringen Anya und Lucien weitere Artefakte in Sicherheit und auch der auf der Burg zurückgelassene Torin, der schon mit der kleinsten Berührung eine Seuche auslösen kann, erweist sich bei einem Angriff der Jäger immer mehr als wichtige Unterstützung für die Lords.
SPOILER!!!
Fazit:
Auch der neuste Teil der LotU Reihe hat mich wieder bestens unterhalten und enthielt ein paar Twist, die ich nicht kommen sah. Zwischen den beiden Hautprotagonisten stimmt nicht nur die Chemie, sie sind zudem zwei außerordentlich interessante und wunderbare Charaktere, mal wahnsinnig störrisch und draufgängerisch doch auch anlehnungsbedürftig und voller Sorge um den anderen. Vorallem Scarlet, sie ist keine von den schwachen Frauen, die gerettet werden müssen. Ich mochte ihre Szenen und Dialoge, aber auch die Art und Weise, wie Scarlet Gideons Dämon "zähmte", dass war mal erfrischend zu lesen.
Gideon erlebt durch Scarlet's Erinnerungen mehr als schmerzliche Situationen, die einen beim Lesen ganz und gar nicht kalt lassen. Bei den ständigen Versuchen von Rhea und Mnemosyne, die beiden Liebenden mit ihren perfiden, rachsüchtigen Ränken zu trennen, leidet man schon sehr mit. Cronus entpuppt sich mal nicht als der machthungrige und selbstsüchtige Tyrann, für den ich ihn immer hielt und irgendwie tat er mir schon Leid, mit so einer heimtückichen Ehefrau geschlagen worden zu sein. Ganz zu schweigen von seiner Geliebten. Und es wird sogar das Geheimnis seiner Verjüngung gelüftet ;) Aber auch Galen bekam endlich mal eine verdiente Abreibung und zu meinem grossen Vergnügen von einer Frau. Leider hielt die Freude darüber nicht allzu lange an, da am Ende der Schuss leider nach hinten losging. Torin ist mir mitlerweile auch sehr ans Herz gewachsen und seine Dialoge sind einfach nur herrlich zu lesen.
Doch zugegeben, manchmal waren es mir ein paar Handlungsstränge zu viel, die hier wieder einmal alle gleichzeitig passierten. Und Gideons Lügen zu entwirren, erwies sich ab und an auch als tricky.
Trotzdem, ~Schwarze Lügen~ ist stark geschrieben, jedoch gefiel mir persönlich Aerons Geschichte noch ein bisschen besser, aber das ist eben reine Geschmackssache, daher vergebe ich 4 Sterne. Amun's Story wird sicherlich höllisch spannend, da er mitlerweile mehr Dämon ist, als alle seine Weggefährten zusammen. Jetzt freue ich mich unheimlich auf die Fortzetzung der Buchreihe
Die Herren der Unterwelt 7: Schwarzes Geheimnis.