Schade, der Klappentext deutete auf ein spannendes, humorvolles Buch hin, wo sich zwei unterschiedlich Charaktäre zusammenraufen und einen Kriminalfall lösen. Nichts dergleichen. Es kam keine Spannung auf, nur Ärger über die schriftstellerischen Fähigkeiten des Autors. Selbst im Jahre 1384 kann eine 24-jährige Nonne nicht so unreif, kindisch und unbedarft auftreten wie Agnes. Und ihr Kontrahent ist nur unwesentlich besser. Wie sie überhaupt den Fall lösen konnten, bleibt mir ein Rätsel. Denn die Dorfbewohner wurden so ungeniert (von den ihnen völlig fremden Agens und Ludolf) ausgefragt, daß eigentlich bei jedem die Glocken donnernd hätten leuten müssen, daß hier nicht Neugierde sondern etwas ganz anderes dahintersteckt. Und wenn Ludolf (ein angeblicher Tischler) noch nicht einmal in der Lage ist, die einfachsten Dinge herzustellen und keiner schöpft Verdacht, stimmt etwas nicht. Etwas mehr Intelligenz sollte man den Lesern schon zutrauen. Gegen Mitte des Buches war es mir einfach zu viel, ich habe mir den Rest erspart und nur noch den Schluß gelesen. Eindeutiges Urteil: Lohnt nicht.