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Die Hermannsschlacht
 
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Die Hermannsschlacht [Taschenbuch]

Heinrich von Kleist
2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150003482
  • ISBN-13: 978-3150003480
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 9,5 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 294.129 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Heinrich von Kleists ungefähr 1808 entstandenes Drama 'Die Hermannsschlacht' um den Cheruskerfürsten Hermann bzw. Arminius, der 9 n. Chr. im Teutoburger Wald ein römisches Heer besiegte, war auf die aktuellen politischen Ereignisse hin geschrieben. Wie mit seiner politischen Lyrik, seinen Leitartikeln und Manifesten rief Kleist zum Befreiungskampf gegen die Franzosen auf, die Preußen besetzt hielten. Doch gerade die politische Aktualität machten die Aufführung und den Druck des Dramas, das erst 1821 in den 'Hinterlassenen Schriften' Kleists erschien, unmöglich. Im 20. Jahrhundert wurde das Drama von deutschnationalen Kreisen und vor allem von den Nationalsozialisten stark vereinnahmt.

Klappentext

Die Hermannsschlacht, ein nationales Pamphlet? Sie zeigt vielleicht das erschreckende Gesicht einer Welt im Umbruch, zwischen den Ordnungen, die mit großer Dringlichkeit die Frage nach ethischen Prinzipien stellt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Phoenix
Format:Taschenbuch
Was hatte denn Heinrich von Kleist mit den Nazis am Hut? Er lebte doch viel früher und kann nun beim besten Willen nichts dafür, daß sein Werk von späteren Generationen mißbraucht wurde. Daß die Römer (oder meinetwegen auch der römische Staat)eroberungswütig waren und unzählige Städte geplündert, niedergebrannt und deren wehrlose Einwohner umgebracht oder in die Sklaverei verschleppt haben, wird ja nicht mal von deren eigenen Schriftstellern bestritten.

Da Kleist Dramatiker und kein Historiker war, trifft auch der Vorwurf der historischen Ungenauigkeit oder Unwahrheit nicht. Die geschichtlichen Vorfälle wurden eben nur als Aufhänger genommen, um die Deutschen zum Freiheitskampf gegen die napoleonischen Eroberer aufzurufen. Dabei hat er sich natürlich auch soviel dichterische Freiheit genommen, wie er brauchte.

Für mich ist "Die Hermannsschlacht" ein gelungenes Drama und ein interessantes Zeitdokument. Sicher hat Kleist qualitativ Besseres geschrieben, aber ihn als Stichwortgeber der Nazis oder Rassisten hinzustellen, ist für mich völlig danebengegriffen. Daß er franzosenfeindlich und patriotisch eingestellt war, kann man ihm angesichts der Besatzung und Ausplünderung seiner Heimat durch den Diktator Napoleon wohl kaum verdenken. Sein Patriotismus war aber von freiheitsliebender und demokratischer Natur.

Das kein "kritischer" Kommentar hinzugefügt wurde, empfinde ich nicht als störend, da ich es als mündiger Leser für selbstverständlich halte, auch mal selber die historischen Hintergründe eines Werkes zu recherchieren.
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2 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Werk ist meiner Meinung nach kein Buch, dass man schnell nebenbei im Bus oder in der Straßenbahn rausholen kann um ein paar Minuten darin zu lesen und es nachher wieder einzupacken. Es ist ziemlich schwer zu lesen und ist in einer Sprache geschrieben, die viel Konzentration erfordert. Des weiteren kommen für die Länge des Stückes sehr viele Personen vor (die alle altgermanische Namen haben also leicht zu verwechseln sind). Für mich persönlich war das Buch anstregend zu lesen. Das Buch ist also nur den begeisterten zu empfehlen, keine leichte Lektüre...
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1 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Moralisch nicht vertretbar 25. November 2008
Format:Taschenbuch
Als Heinrich von Kleist »Die Hermannsschlacht« 1808 veröffentlichte, hatte Napoleon grade große Teile Deutschlands besetzt. Es mag also nicht verwundern, dass der Patriot Kleist den römischen Besatzern in seiner »Hermannsschlacht« einige französische Attribute andichtete. Seine Germanen stilisierte Kleist in diesem Werk hingegen zu vielen kleine Adelshäusern, welche sich schließlich zur Befreiung »Deutschlands« verbünden. Dass der historische Flickenteppich wilder, germanischer Stämme in Wirklichkeit keine Idee von einem vereinten Deutschland und dem Wort an sich hatte, wird hierbei zur Nebensache. Von einem historischen Wahrheitsgehalt von Kleists Version der Hermannsschlacht kann wohl bis hierhin keine Rede sein.

Des weiteren ist in diesem Werk auch schon mal von der »niedrigeren Rasse« der Römer die Rede. Ein wehrloser Gefangener wird enthauptet. Selbst die verdienten, »guten« Römer werden mit »schlechten« in einen Topf geworfen, denn sie verdienen, nach Kleist, als Besatzer »Deutschlands« alle den Tod. Die Römer werden weiterhin verallgemeinert als Brandstifter, Plünderer und Frauenschänder, sie neigen zu Vertragsbrüchen und bringen willkürlich arme Bauern um. Natürlich ist eine solche Darstellung einer ganzen Volksgruppe heute moralisch nicht mehr vertretbar. Kein Wunder, dass dieses Stück Kleist seinen entscheidenden Durchbruch erst 1933 feierte. Nämlich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, denen »Die Hermannschlacht« gut in ihr Weltbild passte.

Ein weiteres Problem dieses Werkes betrifft die Reclam-Ausgabe. Diese entbehrt nämlich jeglicher Kommentierung. Und dies, obwohl kaum ein Werk einen kritischen Kommentar im Anhang nötiger hätte. Hier gibt es noch über Hintergründe aufzuklären.
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