Unweit vom Gutshof Lindenallee lebt ein Henker, der auch der Dunkelmann genannt wird, zurückgezogen mit seiner hübschen Tochter Hilde in einer kleinen Waldhütte. Der Berufsstand ihres Vaters lässt für Hilde keine Freunde zu, was sie aber nicht sonderlich stört. Erst als Andreas, ein Mitglied des Eisvolks bei Mäharbeiten über übel zugerichtete, vergrabene Frauen stolpert, ändert sich das Leben der Henkerstochter von Grund auf.
Ihr Vater wird der Morde verdächtigt, da der Tatort seiner Waldhütte an nähesten ist- außerdem grasiert das Gerücht, ein Werwolf gehe in Grästensholm um.
Die Morde werden von einem unsympathischen Vogt geleitet, der natürlich sofort die Mitglieder des Eisvolks verdächtigt, die dafür bekannt sind, magiebegabt zu sein. Während der Vogt in Lindenallee herumschnüffelt, wird der Henker von den Dorfbewohnern über verprügelt und in einen Strassengraben geworfen. Andreas und sein Bruder finden, und bringen ihn zurück in sein Heim. Dort treffen sie auf Hilde, die sich sofort in einen der Brüder verliebt. Ihr Vater wird in sein Bett gelegt und Andreas verspricht, am nächsten Morgen wieder zu kommen, um nach dem Rechten zu sehen.
Als Hilde voller Freude den morgen darauf in den Stall geht, um ihre Arbeit zu verrichten, erhängt sich ihr Vater in seinem Zimmer.
Der Vogt ist überzeugt, dass es Selbstmord war, verdächtigt jedoch das Eisvolk, dahinterzustecken.
Andreas und seine Brüder beginnen auf eigene Faust zu ermitteln und was sie dabei entdecken, wird ganz Grästensholm erschüttern...
Der mittlerweile schon achte Band ist im Vergleich zu seinen Vorgängern um einiges interessanter geschrieben. Zwar liegt der Hauptaugenmerk immer noch auf der Familie und deren Angehörigen, die spannenden Szenen kommen dennoch nicht zu kurz.
Es freut mich auch, dass diesmal keiner der Hauptpersonen das Zeitliche gesegnet hat, was normalerweise in der Saga üblich ist.
Es ist schön zu beobachten, wie sich die Personen im Laufe des Buches so verändern- von schüchtern zu selbstsicher und umgekehrt.
Jede Seite hält für den Leser eine Überraschung parat.
Das einzige Manko des Buches ist seine Länge bzw. Kürze. Einmal angefangen, ist es Ruck-Zuck durchgelesen.
Ich freue mich schon auf die nächsten Teile und hoffe, dass Frau Sandemo noch viele schreiben kann.
Empfehlenswert für all jene, die gerne in blumige detailliert beschriebene Landschaften eintauchen und an das Gute im Menschen glauben...