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Die Heimkehr,
  
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Die Heimkehr, [Unbekannter Einband]

Bernhard: Schlink
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Zürich, Diogenes 2006, (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004BUG31K
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
76 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Moderne Odyssee! 4. Februar 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Bernhard Schlinks neuer Roman "Die Heimkehr" erzählt die Geschichte einer Suche, die das Leben des Protagonisten Peter Debauer bestimmt.
Peter wächst in den fünfziger Jahren bei seiner alleinerziehenden Mutter auf, eine Kindheit voller Vernunft und Pflichtbewusstsein.
Die großen Ferien verbringt er stets in der Schweiz, bei den Eltern seines nicht aus dem Krieg heimgekehrten Vaters. Es sind Sommer voller Geborgenheit und Wärme und besonders genießt er die Abende, an denen seine Großeltern arbeiten. Sie redigieren Heftchenromane und die Druckfahnen darf Peter als Mal- und Schmierpapier behalten. An das strikte Verbot, die Rückseiten zu lesen, hält er sich jahrelang.
Eines Tages wagt er aber doch einen Blick auf die Rückseiten und liest fasziniert die Geschichte eines Stalingrad-Heimkehrers, zu der jedoch der Schluss fehlt. Die Suche nach dem Ende der Geschichte und die Suche nach dem Autor der Geschichte wird für ihn zur fixen Idee und ist der Auftakt für eine jahrelange, akribische Recherche.
Wer war der Autor des Romans und warum wechselte er mehrfach seine Identität? Diese Fragen treiben Peter Debauer um, sie bestimmen seine Zukunft und weisen ihm gleichsam auch einen Weg in die eigene Vergangenheit.
Peter Debauers Geschichte entwickelt sich zu einer Odyssee, an der der Leser unmittelbar Anteil hat.
Immer wieder führen Debauers Wege in die Irre und doch ist er ein Unbeirrter, der erst dann die volle Verantwortung für sein Leben und seine große Liebe übernehmen kann, als er die Antworten gefunden hat, die sich aus der anfänglichen Suche nach dem Ende einer Heimkehrergeschichte ergeben...
Manchmal mag der Roman dem Leser ein wenig überkonstruiert erscheinen. Dennoch möchte ich das Buch uneingeschränkt empfehlen, da auf hohem Niveau eine wirkliche Auseinandersetzung mit den großen Fragen des Lebens stattfindet und Bernhard Schlink sich erneut als schnörkelloser und zugleich sprachgewaltiger Erzähler erweist!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Insgesamt war Die Heimkehr von Bernhard Schlink ein lohnender Roman. Für Fans des Vorlesers ist er empfehlenswert, aber nicht gleich gut gelungen. Für lesensmüde Menschen könnte es auch zur Qual werden, denn die Leichtigkeit, die damals durch Michael Bergs Geschichte trug, herrscht hier nicht mehr vor. Der Vergleich zu anderen Werken eines Autors ist immer etwas nervig (auch in meinen Augen), jedoch kaum umgänglich bei dem internationalen Bestsellererfolg, den Schlink mit dem Vorleser hatte.

Kaum überraschend war der Bezug zu Kriegsverbrechern (hier z.B.: De Baur) und Kriegsopfern (hier z.B.: der Heimkehrer Karl). Der Autor geht verantwortungsvoll mit der deutschen Geschichte um. Er zeigt beide Seiten der Deutschen zu nationalsozialistischer Zeit, denn oftmals wird bei diesem Thema vergessen, dass es gleichermaßen Opfer und Täter gab und diese Wiederum soziale und asoziale Verhaltensweisen aufweisen konnten.

Der Aufbau dieser verstrickten Geschichte war beeindruckend- die Biografie Peter Debauers beinhaltete eine innere Geschichte (die des Kriegsheimkehrers Karl), eine Reise durch die Vergangenheit (die von Peters Eltern und Großeltern), außerdem gab es die Suche nach vielen Phantomen (die sich Krimi- ähnlich in einer Person vereinten) und die laufenden Parallelen zur Odyssee. Man hat das Gefühl mehrere Romane verschlungen zu haben.

Wie erwartet habe ich genau den Aspekt in Die Heimkehr wieder gefunden, mit dem mir Bernhard Schlink auch schon den Vorleser schmackhaft gemacht hat- sein unverwechselbarer und spannender Stil. In meinen Augen reicht es nicht eine tolle Story zu schreiben! Ein Roman wird erst dann empfehlenswert, wenn der Inhalt passend und individuell präsentiert wird. Und das schafft der Autor.

Wider Erwarten hingegen war ich teilweise überrascht- nicht aufgrund seiner spannenden Wendungen- sondern über teilweise absurde Passagen, die bei mir einen negativen Nachgeschmack hinterließen. Ich spreche hier einerseits von Peter Debauers Entschluss, sein eigenes Leben zur Odyssee zu machen und Affairen des Odysseus eins zu eins nachzubauen, und andererseits von der Schlusssequenz in De Baurs Experiment. Eigentlich keine thematisch/inhaltlich schlechte Idee, aber die Umsetzung wirkte auf mich fad und dadurch unglaubwürdig.

Alles in allem war der Inhalt jedoch sehr anregend und für mich als unstudierte Schülerin lehrreich- historisch und philosophisch gesehen. Wieder waren es die Details, die den Roman so lohnend gemacht haben. Schlink baut absolut realistische, aber zu gleich so fantasievolle Einzelheiten in die Handlung ein, die bei mir die verschiedensten Emotionen auslösen können (Beispiel hierfür: Noch als ich Student war, nahm er [der Großvater] mich beim Gehen gelegentlich an der Hand. S.6- Warum nicht? Es ist absolut vorstellbar, doch erst einmal auf diese Idee zu kommen ist fantastisch).
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zu den Vätern 24. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Da hat man nun das Buch mit Genuss, wenn auch gepaart mit etwas Verwirrung, wie das manchmal bei Schlink so ist, gelesen und möchte es anderen Leuten empfehlen, schlägt aber vorsichtshalber erst einmal die Seite der privaten Rezensionen auf und ist überrascht. Es gibt ein paar wohlwollende Besprechungen, eine giftige auch, aber man hat das Gefühl, dass diese Leser das Buch nicht so richtig verstanden haben.

Oberflächlich betrachtet geht es natürlich um die Suche eines Kriegskindes nach dem verlorenen Vater, wobei der Leser, eher Peter Schlemihl als Odysseus gleich, durch wahre Labyrinthe geführt wird, bis sich die Dinge langsam klären und am Ende eine recht unerwartete Lösung finden: der Vater wird eigentlich nicht mehr benötigt, der Sohn hat gelernt, auf eigenen Füßen zu stehen. Wie so oft war der Weg das eigentliche Ziel und wie so oft im Leben findet man das erst am Ende des Wanderung heraus. In einer spanischen Pilgerherberge auf dem Jakobsweg hängt ein Zettel mit dem Satz: "Am Anfang ist es eine Hoffnung, am Ende eine Fußspur" - so auch hier.

Blickt man tiefer in das Buch hinein, so merkt man, dass es nicht nur um einen einzigen Vater geht, den, der in den letzten Kapiteln dann auch auftritt, sondern um eine Vielzahl von Männern, die dem Suchenden als mögliche Väter gezeigt werden: das deutsche Frontschwein, das irgendwo herumirrt, der kalt-distanziert agierende Schweizer Intellektuelle, der an Ernst Jünger erinnert, oder - horribile dictu - der NS-Gauleiter von Schlesien, Hanke, um nur einige zu nennen.

Wie ein Erwachsener auf der Suche nach den Wurzeln der eigenen Persönlichkeit meist vergeblich versucht, nach dem Tode der Eltern die verschiedenen Personen des häuslichen Bekanntenkreises zueinander in Beziehung zu setzen, so erkennt man in Schlinks Buch, wie durch einen Spiegel, die Strömungen, die das Leben aller Nachkriegsdeutschen geformt haben, ob wir das nun wahr haben wollen oder nicht.

Der Roman führt uns das in behutsamer Weise vor Augen, weniger krass, als es Günter Grass in seiner bevorstehenden Autobiographie wohl mit seiner eigenen Vergangenheit tut, und wir tun gut daran, uns damit abzufinden, mit den guten und den schlechten Eigenschaften unserer Väter, mit ihren ehrenwerten und ihren verwerflichen Handlungen, mit den Zeitumständen, in die sie hineingeworfen wurden.

In Terence Rattigans Stück "Tea and Sympathy" sagt eine Frau zu einem jungen Mann, den sie in die Geheimnisse des Lebens eingeführt hat, "wenn du an diesen Tag zurückdenkst, sei milde in deiner Erinnerung". Auch wir sollten über unsere Väter milde denken. Schlinks Buch kann uns dabei helfen.
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Nicht ganz ausgereiftes Projekt
Das Buch erzählt in der Ich-Perspektive von Peter Debauer. Irgendwann so um 1960 (geschätzt, das wird nicht genau identifiziert) liest er in einem unvollständigen... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Grüner Baum veröffentlicht
Eine spannende Odyssee
Zum Inhalt (Klappentext):
Im Fragment eines Heftchenromas über die Heimkehr eines deutschen Soldaten aus Sibirien entdeckt Peter Debauer Details aus seiner eigenen... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Die Pfötchen-WG veröffentlicht
Odysee der Nachkriegszeit und Heimkehr nach Singledasein
Die Geschichte hat mich gefesselt, auch wenn der Roman nicht immer so leicht zu lesen ist.
Es ist eine Geschichte über einen "vaterlosen" Schweizer, der nach und nach die... Lesen Sie weiter...
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Als er ein Kind war, las Debauer, der Ich-Erzähler, einen Roman, den seine Großeltern korrigieren sollten. Es ist ein Heftchenroman über einen Kriegsheimkehrer. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Marko Schlichting veröffentlicht
schlink ist immer gut
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Vor 24 Monaten von Johann veröffentlicht
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Veröffentlicht am 18. September 2009 von manfred
Meisterwerk des Geschichtenerzählens
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Veröffentlicht am 14. April 2009 von C. Hartmann
zu konstruiert ist diese umgedrehte Odysseus Geschichte
in der ein Sohn - der Icherzähler - zunächst, ohne es zu wissen, später sehr bewusst und voller Wut auf der der Suche nach dem totgeglaubten und totgesagten Vater... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2009 von Tom Kadi
Anspruchsvolles Thema nicht bewältigt
Schlinks >Heimkehr< ist wie alle seine Bücher stilistisch exzellent und baut Spannung auf. Bezugspersonen des Ich-Erzählers Peter Debauer gibt es viele - vielleicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. März 2009 von Jon Jes
Gekünstelt
Schlinks Roman besteht aus fünf Teilen.

Teil 1: Der Ich-Erzähler, Peter Debauer, dessen Vater Johann Debauer für tot erklärt wurde, berichtet... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Januar 2009 von Jotquadrat
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