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Die Heimkehr [Taschenbuch]

Bernhard Schlink
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

15. Oktober 2008
Im Fragment eines Heftchenromans über die Heimkehr eines deutschen Soldaten aus Sibirien entdeckt Peter Debauer Details aus seiner eigenen Wirklichkeit. Die Suche nach dem Ende der Geschichte und nach deren Autor wird zur Irrfahrt durch die deutsche Vergangenheit und offenbart auch Peter Debauers Geheimnisse.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 5., Aufl. (15. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257237227
  • ISBN-13: 978-3257237221
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (34 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 119.277 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Wann Peter Debauer begann, sich über den Wunsch seiner Großeltern hinweg zu setzen, weiß er gar nicht mehr genau. Vielleicht war es in jenem Sommer, als die junge Lucia ihn in die Waschküche lockt, um ihm ihr Geschlecht zu zeigen und ihn damit erwachsener werden ließ. Vielleicht war es aber auch nur aus Langeweile, während einer öden Schulstunde. So oder so hat er sich Jahre lang an das Verbot gehalten, die Rückseite der Blätter nicht zu lesen, die ihm Oma und Opa während der Ferien bei ihnen in der Schweiz zum Schreiben und Malen überlassen hatten. Dort fanden sich die Druckfahnen der Heftchenreihe „Romane zur Freude und zur guten Unterhaltung“, die die alten Leute nach allerlei Irrungen und Wirrungen ihres harten und entbehrungsreichen Lebens im Alter redigierten.

So oder so: Irgendwann dreht Peter die Blätter um. Er liest die Geschichte der Rückkehr eines Soldaten aus Sibirien, die ihn seltsam berührt. Er liest, wie der Mann plötzlich vor der heimischen Haustür steht, wo ihn seine Frau mit einem fremden Kind und einem fremden Mann an ihrer Seite entgegen tritt. Doch dann bricht die Erzählung ab, weil Peter die restlichen Seiten schon weggeworfen hat. Erst Jahre später fällt sie ihm wieder ein, macht sich der Ich-Erzähler auf die Suche nach dem Autor des Romans, um dessen Ende zu erfahren. Eine Reise in die Geschichte -- auch die eigene Vergangenheit -- beginnt...

Seit seinem Überraschungs-Bestseller Der Vorleser ist der gelernte Jurist und Berliner Autor Bernhard Schlink der Spezialist für verschüttete Biographien, die sich nicht zuletzt, in einer Art Roman im Roman, immer erst in der Lektüre seiner Figuren entwickeln und entschlüsseln lassen. In Die Heimkehr ist das nicht anders. Und auch viel von Schlinks juristischem Fachwissen ist -- neben seiner Vorliebe für historische Stoffe -- wieder einmal in das Buch eingeflossen. Gerade diese Ansammlung eingestreuter, teils grotesker Rechtsfälle macht Die Heimkehr besonders lesenswert. Darüber hinaus ist Schlink wieder einmal gelungen, mit Hilfe einer geradlinigen Sprache und eines von Melancholie durchzogenen Stils zu fesseln. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

"Bernhard Schlink wird 1944 in Bielefeld geboren und wächst in Heidelberg auf. Nach dem Abitur studiert er Jura, promoviert über die 'Abwägung' und schreibt beim späteren Verfassungsrichter Böckenförde seine Habilitation über die 'Amtshilfe'. Seine erste Professur für Verfassungs- und Verwaltungsrecht führt ihn nach Bonn. 1990 erhält er einen Ruf als Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an die Humboldt-Universität Berlin, wo er noch immer tätig ist. 1987 tritt er erstmals als Schriftsteller hervor, mit dem Krimi 'Selbs Justiz', der 1991 unter dem Titel 'Der Tod kam als Freund' von Nico Hoffmann für das ZDF verfilmt wurde. Weitere Krimis schließen sich an: 'Die gordische Schleife', für die er den Krimipreis 'Glauser' erhält, und 'Selbs Betrug'. 1995 erscheint der Weltbestseller 'Der Vorleser'." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vollgepackt- aber stilvoll und gekonnt 6. April 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Insgesamt war „Die Heimkehr“ von Bernhard Schlink ein lohnender Roman. Für Fans des „Vorlesers“ ist er empfehlenswert, aber nicht gleich gut gelungen. Für „lesensmüde“ Menschen könnte es auch zur Qual werden, denn die Leichtigkeit, die damals durch Michael Bergs Geschichte trug, herrscht hier nicht mehr vor. Der Vergleich zu anderen Werken eines Autors ist immer etwas nervig (auch in meinen Augen), jedoch kaum umgänglich bei dem internationalen Bestsellererfolg, den Schlink mit dem „Vorleser“ hatte.

Kaum überraschend war der Bezug zu Kriegsverbrechern (hier z.B.: De Baur) und Kriegsopfern (hier z.B.: der Heimkehrer Karl). Der Autor geht verantwortungsvoll mit der deutschen Geschichte um. Er zeigt beide Seiten der Deutschen zu nationalsozialistischer Zeit, denn oftmals wird bei diesem Thema vergessen, dass es gleichermaßen Opfer und Täter gab und diese Wiederum soziale und asoziale Verhaltensweisen aufweisen konnten.

Der Aufbau dieser verstrickten Geschichte war beeindruckend- die Biografie Peter Debauers beinhaltete eine innere Geschichte (die des Kriegsheimkehrers Karl), eine Reise durch die Vergangenheit (die von Peters Eltern und Großeltern), außerdem gab es die Suche nach vielen Phantomen (die sich Krimi- ähnlich in einer Person vereinten) und die laufenden Parallelen zur Odyssee. Man hat das Gefühl mehrere Romane verschlungen zu haben.

Wie erwartet habe ich genau den Aspekt in „Die Heimkehr“ wieder gefunden, mit dem mir Bernhard Schlink auch schon den „Vorleser“ schmackhaft gemacht hat- sein unverwechselbarer und spannender Stil. In meinen Augen reicht es nicht eine tolle Story zu schreiben! Ein Roman wird erst dann empfehlenswert, wenn der Inhalt passend und individuell präsentiert wird.
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31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu den Vätern 24. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Da hat man nun das Buch mit Genuss, wenn auch gepaart mit etwas Verwirrung, wie das manchmal bei Schlink so ist, gelesen und möchte es anderen Leuten empfehlen, schlägt aber vorsichtshalber erst einmal die Seite der privaten Rezensionen auf und ist überrascht. Es gibt ein paar wohlwollende Besprechungen, eine giftige auch, aber man hat das Gefühl, dass diese Leser das Buch nicht so richtig verstanden haben.

Oberflächlich betrachtet geht es natürlich um die Suche eines Kriegskindes nach dem verlorenen Vater, wobei der Leser, eher Peter Schlemihl als Odysseus gleich, durch wahre Labyrinthe geführt wird, bis sich die Dinge langsam klären und am Ende eine recht unerwartete Lösung finden: der Vater wird eigentlich nicht mehr benötigt, der Sohn hat gelernt, auf eigenen Füßen zu stehen. Wie so oft war der Weg das eigentliche Ziel und wie so oft im Leben findet man das erst am Ende des Wanderung heraus. In einer spanischen Pilgerherberge auf dem Jakobsweg hängt ein Zettel mit dem Satz: "Am Anfang ist es eine Hoffnung, am Ende eine Fußspur" - so auch hier.

Blickt man tiefer in das Buch hinein, so merkt man, dass es nicht nur um einen einzigen Vater geht, den, der in den letzten Kapiteln dann auch auftritt, sondern um eine Vielzahl von Männern, die dem Suchenden als mögliche Väter gezeigt werden: das deutsche Frontschwein, das irgendwo herumirrt, der kalt-distanziert agierende Schweizer Intellektuelle, der an Ernst Jünger erinnert, oder - horribile dictu - der NS-Gauleiter von Schlesien, Hanke, um nur einige zu nennen.
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77 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderne Odyssee! 4. Februar 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Bernhard Schlinks neuer Roman "Die Heimkehr" erzählt die Geschichte einer Suche, die das Leben des Protagonisten Peter Debauer bestimmt.
Peter wächst in den fünfziger Jahren bei seiner alleinerziehenden Mutter auf, eine Kindheit voller Vernunft und Pflichtbewusstsein.
Die großen Ferien verbringt er stets in der Schweiz, bei den Eltern seines nicht aus dem Krieg heimgekehrten Vaters. Es sind Sommer voller Geborgenheit und Wärme und besonders genießt er die Abende, an denen seine Großeltern arbeiten. Sie redigieren Heftchenromane und die Druckfahnen darf Peter als Mal- und Schmierpapier behalten. An das strikte Verbot, die Rückseiten zu lesen, hält er sich jahrelang.
Eines Tages wagt er aber doch einen Blick auf die Rückseiten und liest fasziniert die Geschichte eines Stalingrad-Heimkehrers, zu der jedoch der Schluss fehlt. Die Suche nach dem Ende der Geschichte und die Suche nach dem Autor der Geschichte wird für ihn zur fixen Idee und ist der Auftakt für eine jahrelange, akribische Recherche.
Wer war der Autor des Romans und warum wechselte er mehrfach seine Identität? Diese Fragen treiben Peter Debauer um, sie bestimmen seine Zukunft und weisen ihm gleichsam auch einen Weg in die eigene Vergangenheit.
Peter Debauers Geschichte entwickelt sich zu einer Odyssee, an der der Leser unmittelbar Anteil hat.
Immer wieder führen Debauers Wege in die Irre und doch ist er ein Unbeirrter, der erst dann die volle Verantwortung für sein Leben und seine große Liebe übernehmen kann, als er die Antworten gefunden hat, die sich aus der anfänglichen Suche nach dem Ende einer Heimkehrergeschichte ergeben...
Manchmal mag der Roman dem Leser ein wenig überkonstruiert erscheinen.
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5.0 von 5 Sternen Die Heimkehr(er)
Wie bereits in einigen anderen Rezensionen treffend formuliert, geht es in dem Roman "Die Heimkehr" von Bernhard Schlink um die mühselige Suche nach der eigenen... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von kaktusdx veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz ausgereiftes Projekt
Das Buch erzählt in der Ich-Perspektive von Peter Debauer. Irgendwann so um 1960 (geschätzt, das wird nicht genau identifiziert) liest er in einem unvollständigen... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Grüner Baum veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Eine spannende Odyssee
Zum Inhalt (Klappentext):
Im Fragment eines Heftchenromas über die Heimkehr eines deutschen Soldaten aus Sibirien entdeckt Peter Debauer Details aus seiner eigenen... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Die Pfötchen-WG veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Odysee der Nachkriegszeit und Heimkehr nach Singledasein
Die Geschichte hat mich gefesselt, auch wenn der Roman nicht immer so leicht zu lesen ist.
Es ist eine Geschichte über einen "vaterlosen" Schweizer, der nach und nach die... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Milchbart veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Aus diesem Stoff hätte man mehr machen können
Als er ein Kind war, las Debauer, der Ich-Erzähler, einen Roman, den seine Großeltern korrigieren sollten. Es ist ein Heftchenroman über einen Kriegsheimkehrer. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. August 2010 von Marko Schlichting
3.0 von 5 Sternen schlink ist immer gut
Die Bücher von B. Schlink lese ich immer gerne, was in erster Linie an der schlichten und doch ergreifenden Sprache liegt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juni 2010 von Johann
2.0 von 5 Sternen was will der Mann eigentlich sagen?
Schwülstige Pseudo-Philosphie, unrealistische Sachverhalte und Verhaltensweisen der Handelnden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. September 2009 von manfred
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk des Geschichtenerzählens
Kein Buch dieses Autor hat mich bisher enttäuscht und so bietet auch die Heimkehr eine spannende abwechslungsreiche Geschichte, die raffiniert und auf hohem Nivau... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2009 von C. Hartmann
3.0 von 5 Sternen zu konstruiert ist diese umgedrehte Odysseus Geschichte
in der ein Sohn - der Icherzähler - zunächst, ohne es zu wissen, später sehr bewusst und voller Wut auf der der Suche nach dem totgeglaubten und totgesagten Vater... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2009 von Tom Kadi
2.0 von 5 Sternen Anspruchsvolles Thema nicht bewältigt
Schlinks >Heimkehr< ist wie alle seine Bücher stilistisch exzellent und baut Spannung auf. Bezugspersonen des Ich-Erzählers Peter Debauer gibt es viele - vielleicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. März 2009 von Jon Jes
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