Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
im Großen und Ganzen okay..., 3. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Heilerin von Salerno (Taschenbuch)
Ina-Marie Cassens erzählt in "Die Heilerin von Salerno" über die erste Frauenärztin im 11. Jahrhundert. Allein die Zeit spricht schon dafür, dass die junge Trota mit den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen hat. Ina-Marie Cassens beschreibt dies in ihrem Roman absolut detailverliebt, sehr gut recherchiert und historisch fundiert. Sie versäumt es dabei auch glücklicherweise nicht, die damals verwendeten Heilverfahren sehr lebendig darzulegen und man kann dadurch sehr gut an den früheren Methoden - neben dem Lerneffekt - teilhaben. Ihre Schreibweise ist sehr glaubwürdig in der Darstellung der Zeit und trotzdem unterhaltsam und eingängig. Leider trägt sie im folgenden Lauf der Geschichte dramaturgisch etwas zu dick auf und dadurch wird die grundsätzlich sehr interessante Geschichte in der Handlung etwas unglaubwürdiger und langatmiger. Diese teilweise etwas unrealistischen Szenen hätte die Autorin einfach weglassen oder in einer anderen Art erzählen sollen - dann könnte man dieses Buch ohne weiteres in einem Atemzug mit den Größen der historischen Romane nennen. Nachdem dies jedoch nicht der Fall ist, bleibt trotzdem ein sehr lebendiger Roman, der bildhaft und detailliert über die Orte und die damalige Zeit berichtet und nebenbei einen extrem starken Einblick in die Medizin des 11. Jahrhunderts gibt. Jürgen Seibold/02.06.2007
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schade-sehr interessantes Thema-aber aus den Augen verloren, 30. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Heilerin von Salerno (Taschenbuch)
Nun habe ich es auch gerade ausgelesen, und bedauere außerordentlich,das dieses eigentlich interessante und belegte geschichtliche Ereignis, so aus dem Ruder läuft. Der Angang ist spannend und gut geschrieben, aber es traten bei mir dann schon die ersten Fragen auf: erst nach langer Zeit der Flucht liest man Trotas Gedanken zu ihrem zurückgelassenen Sohn- und dann begleitet Alas Wolfshund sie auf der Flucht-wo ist er abgeblieben? Er taucht plötzlich nicht mehr auf-oder habe ich da etwas überlesen ? Nach dem ersten Drittel wird die Geschichte wirklich mehr als fragwürdig-platt und liest sich sehr unecht...Ich habe bis zum Schluß durchgehalten,aber dieser Schreibstil ist nicht mein Ding...nochmals -schade,zumal sich die Autorin wirklich viel Wissen um diese Zeit und dieses Ereignis angelesen hat...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Intime Begegnung mit der mittelalterlichen Gynäkologie, 17. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Heilerin von Salerno (Taschenbuch)
Im Gegensatz zu einigen meiner Vorednern fand ich "Die Heilerin von Salerno" gut gelungen. Ich fühlte mich beim lesen sehr gut unterhalten und habe die fast 600 Seiten ruck zuck verschlungen. Brisant beginnt die Geschichte um die sagenobwobene Trota Platearius in einer Zeit in der es nicht normal ist, dass Frauen die Kunst eines Medicus ausüben und sich dabei noch spezialisieren auf Frauenheilkunde. Sie hat zu kämpfen gegen Vorurteile, Machtkämpfe und mit dem eigene Gewissen. In sekundenschnelle wurde ich von der Autorin Ina-Marie Cassens ins 12 Jahrhundert entführt und durfte hautnah erleben was es heißt Leibärztin der Töchter des Herzog Waimar zu sein. Einzig zum Ende hin wurde auch mir die rum Reiserei mit Halifa ihrem Geliebten etwas zu lang. Das mag aber auch einfach daran liegen, dass die Autorin in ihrem Buch einen atemberaubenden Start hin legt. Das Tempo beizubehalten ist dann natürlich nicht so einfach. Aber nichts desto trotz sind auch die letzten Seiten nicht weniger Informativ. Ganz klasse fand ich auch den Anhang in dem man noch etwas mehr über die tatsächliche Geschichte der berühmten Trota von Salerno erfährt. Ich empfehle das Buch ruhigen gewissens weiter denn spannende Unterhaltung findet man hier alle mal.
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