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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Feinfühlig und spannend,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Heilerin (Taschenbuch)
Mit dem ersten Band ihrer "Healing Wars" Trilogie ist Janice Hardy ein kleines Kunststück gelungen. Sie hat es geschafft einen Fantasyroman zu schreiben, der nicht mal 300 Seiten hat. Im Fantasy-Genre oder auch bei historischen Romanen scheint es unmöglich zu sein einen Roman unter der 600 Seiten Grenze zu schreiben und ich bin ehrlich, ich hatte auch Bedenken, ob es überhaupt funktioniert auf so wenigen Seiten eine fremde Welt zu entwerfen und dabei weder Figuren oder Handlung zu vernachlässigen. Ich dachte auch erst "Die Heilerin" wäre Opfer der deutschen Verlagsuntugend "wir teilen das Ding einfach in 50 Bände" geworden, aber auch dies ist nicht der Fall.Stattdessen bekommen wir eine sehr spannende, wohldurchdachte Geschichte geliefert. Manchmal hätten vielleicht einige Nebenfiguren äußerlich besser beschrieben werden können, aber das ist doch ein kleines Manko im Vergleich zum sehr überzeugenden Rest. Gerade beim Beschreiben von Nyas Gefühlswelt gelingt es Hardy mit wenigen Worten zu verdeutlichen in welcher Zwickmühle sich Nya befindet. Sie möchte so sein, wie alle anderen Heiler, aber aufgrund ihrer Gabe ist es ihr einfach nicht möglich. Dabei gibt es einige sehr berührende Szenen, in denen Nya beginnt an ihrem Anderssein zu verzweifeln. Gut gefallen haben mir auch Nyas Freunde, die sie teilweise erst im Laufe des Romans kennenlernt, die aber für sie einstehen, was im Vergleich zur Korruption auf den Inseln und in der Gilde der Heiler besonders hervorsticht. Nyas Gabe lässt sie gleichzeitig zum Staatsfeind Nr. 1 als auch zur begehrtesten Person der Insel werden. Viele Enttäuschungen muss sie überstehen, um zu lernen, wer Freund und wer Feind ist. Gerade in Bezug auf die Beschreibung der Heilungen ist Janice Hardy nicht gerade zimperlich, weswegen der Roman letzlich düsterer ist, als Klappentext und Cover vermuten lassen. Wie Nya Menschen heilt, diese Schmerzen erlebt und schließlich auch weitergibt ist äußerst plastisch beschrieben. Lange bleibt auch im Unklaren, was genau hinter den Mauern der Gilde vor sich geht. Dabei gelingt es Janice Hardy einige verblüffende Wendungen einzufügen, aber trotzdem bleiben die Beziehungen und besonders die Darstellung von inneren Konflikten die große Stärke der Autorin. Der Roman endet an einem gut platzierten Punkt, aber trotzdem ist es schön, dass der zweite Band bereits im Herbst erscheint. Wenn es ginge, würde ich 4 1/2 Sterne vergeben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
beim stöbern entdeckt,
Von Lyndia (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Heilerin (Taschenbuch)
Die Heilerin habe ich durch Zufall im Bücherladen gefunden und zu Hause gleich durchgelesen.Abgesehen vom wirklich schönen Cover (das auge kauft quasi mit... :) )war ich auch vom Inhalt positiv überrascht: Die Schwestern Nya und Tali leben in Geveg, einem Inselreich das noch in den Nachkriegswirren feststeckt. Beide verfügen über Heilerpotential und die jüngere Tali schafft es in die örtliche Heilergilde aufgenommen zu werden. Nyas Heilergabe ist hingegen ungewöhnlich und aus Angst versteckt sie sich. Dann erreichen Nachrichten das Land, dass der Herzog nach Geveg auch ein anderes Gebiet erobern möchte und Flüchtlinge überschwemmen die Inseln. Und plötzlich verschwinden auch einige Gildenschüler und Nya muss handeln. Soviel nur zum groben inhalt (kein spoiler, aber ich fand den klapptext -mal wieder- nicht so erfüllend) positiv an dem buch ist definitiv die idee, die umsetzung, die charaktere und die beschreibung der nachkriegswirren, daher die hohe punktzahl negativ kann ich nur anbringen, dass ich bei einigen Charakteren (gerade den "bösen") gerne ein bischen mehr Beschreibung/Hintergrundwissen gehabt hätte. da ich allerding nicht mit 4,5 punkten bewerten kann, volle punktzahl. fazit: es hat mich gefesselt, positiv überrascht und ich freue mich auf die fortsetzung(en). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vielversprechender Auftakt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Heilerin (Taschenbuch)
"Die Heilerin" ist das Erstlingswerk der Autorin Janice Hardy. Als Schauplatz hat die Autorin eine Inselstadt erschaffen, die in vielem an längst vergangene Zeiten erinnert - doch mit einer Ausnahme, in der Welt von Janice Hardy ist Magie in Form von Heilkräften vertreten. Um sich besser in die kleine Stadt-Welt, die Janice Hardy geschaffen hat, versetzen zu können, liefert dieses Buch auf den Innenseiten des Umschlages eine Karte der Inseln von Geveg.Mit diesem Buch wird der Leser in eine Zeit versetzt, in der große Schlachten hinter dem Volk liegen, die nicht zuletzt unter den Heilern große Verluste mit sich gebracht haben. Denn durch die Art ihrer Begabung sind Heiler in dieser Welt sowohl Segen als auch Fluch, da sie den Schmerz den Kranken nehmen, ihn aber an ein besonderes Metall namens Pynvium abgeben können aus dem Waffen hergestellt werden können - Schmerz ist damit ein Gut mit dem Handel getrieben wird und wo es um Geschäfte geht wird nur allzu oft auch Schindluder damit getrieben. In dieser Welt nun lebt die Hauptfigur Nya, die zwar auch Heilerin, aber durch die Andersartigkeit ihrer Begabung keinen leichten Stand in dieser Welt hat. Während man zu Anfang von Janice Hardy an der Seite von Nya in die herrschenden Verhältnisse eingeführt wird, gewinnt das Buch doch im Laufe der Entwicklung deutlich an Geschwindigkeit und eine Offenbarung folgt auf die nächste, so dass der Leser ständig in Atem gehalten wird. Dabei wirft Janice Hardy auch einige sehr tiefsinnige Fragen auf, sei es zum Beispiel was Menschen bereit sind zu tun, wenn sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen und die Frage was man noch vor seinem Gewissen verantworten kann ist ein Tenor der ständig mitschwingt. Doch eine Story ist nichts ohne ihre Charaktere und hier schafft Janice Hardy eine ganze Palette sehr interessanter Figuren, auch wenn gerade zum Ende hin einige vielversprechende, wenn auch meist eher düstere Gesellen auftauchen über die man vielleicht gerne etwas mehr erfahren hätte. Aber anderseits kann man darin auch eine gewitzte Strategie sehen, wenn Janice Hardy es versteht, diese Informationen zu einem späteren Zeitpunkt in die Handlung einfließen zu lassen. Einziger Mangel des Buches ist es, dass es zum Ende hin doch etwas zu viel des Guten ist, auch wenn die Autorin damit viele neue und vor allem interessante Möglichkeiten offen lässt, wie sie diese Reihe weiter führen kann und der Leser darf auf jeden Fall gespannt sein was sie aus diesem vielversprechenden Anfang macht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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