Hier liegt nun der 3. Band um die mittelalterliche Heilerin Kathryn vor, der sich an die beiden Vorgängerbücher „Die Heilerin von Canterbury" und „Die Heilerin von Canterbury sucht das Auge Gottes" anschließt.
Wieder einmal müssen Kathryn und Colum ihren detektivischen Spürsinn einsetzen, um das Geheimnis um den Tod eines Magiers aufzuklären. Vor allem, da dessen geheimes Buch verschwunden ist, in dem so viele Erpressermaterialien enthalten sind, die geeignet sind, das halbe Königreich bis hin zur Königin unter Druck zu setzen...
Es ist ja leider oft so, dass ein historischer Roman genauso gut in der Jetztzeit spielen könnte; oft hat der Autor nur eine künstliche (um nicht zu sagen: gekünstelte) Vergangenheit geschaffen, in der eigentlich alle Darsteller vom Denken und Handeln her aus dem 21. Jahrhundert kommen könnten. Nicht so bei Celia Grace (hinter der sich der britische Historiker Paul Doherty verbirgt): Die handelnden Figuren sind Kinder ihrer Zeit, sie unterliegen dem typischen Unwissen und Aberglauben des Spätmittelalters, sind brutal, ausgelassen, frömmelnd, und ganz und gar nicht politisch korrekt.
Dem Autor ist es wiederum gelungen, eine in sich geschlossene und stimmige vergangene Welt zu schaffen, in der alles stimmt. Kunststück - als Historiker! Der Leser merkt dies und schätzt es. Kein Wunder dass die historischen Romane Dohertys (vor allem unter dem Pseudonym Paul Harding) große Erfolge im In- und Ausland feiern!
5 Sterne für einen guten, packenden und überzeugenden historischen Roman!