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Die Hauswaffe: Roman
 
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Die Hauswaffe: Roman [Taschenbuch]

Nadine Gordimer , Susanne Höbel
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. Februar 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442723701
  • ISBN-13: 978-3442723706
  • Originaltitel: The House Gun
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 11,9 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 428.577 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Nadine Gordimer
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Hauswaffe
OT The House Gun OA 1997 DE 1998Form Roman Epoche Moderne
Sechs Jahre nach dem Ende der Apartheid in Südafrika (1991) beschäftigt sich Nadine Gordimer in diesem Roman mit den Nachwirkungen der blutigen Vergangenheit und den Chancen auf ein friedliches Zusammenleben in Zukunft. Anhand einer Familiengeschichte aus dem liberalen weißen Milieu schildert sie Zweifel, Verunsicherungen, aber auch Hoffnungen der Menschen in einer nunmehr freien Gesellschaft, in der alle ihren Platz und ihr Verhältnis zur Geschichte noch finden müssen.
Inhalt: Die Ärztin Claudia und der Versicherungsvorstand Harald Lindgard sind ein geachtetes weißes Ehepaar aus Johannesburg. Ihr begütertes Leben gerät völlig aus den Fugen, als sie erfahren, dass ihr 27-jähriger Sohn Duncan, ein begabter Architekt, wegen Mordes verhaftet worden ist. Ihr sensibler Sohn soll Carl, einen seiner besten Freunde und Wohngenossen, erschossen haben, nachdem er ihn auf dem Sofa in flagranti mit seiner Freundin Natalie erwischt hatte. Tatwerkzeug ist die »Hauswaffe«, die im gefährlichen Johannesburg zum Schutz gegen Einbrecher in fast jeder Wohnung zu finden ist.
Bei der Rekonstruktion des psychologisch vielschichtigen Falles stellen Duncans Eltern ihr gesamtes Leben infrage: ihre langjährige Ehe, die liebevolle Erziehung ihres Sohnes, das Verhältnis zu weißen Freunden und Kollegen. Ihre einzige Hoffnung verkörpert ausgerechnet ein Schwarzer, der brillante Verteidiger Hamilton Motsami, der ein mildes Urteil für Duncan erreicht. Der Richterspruch – sieben Jahre Haft – weckt Zuversicht, dass der Justizapparat, der zur Zeit der Apartheid ein Instrument staatlicher Repression war, im freien Südafrika zur Säule des Rechtsstaats werden kann.
Wirkung: Die Autorin beweist mit diesem Roman erneut, dass sie menschliche Dramen aus unterschiedlichen Perspektiven präzise und glaubhaft schildern kann – mal kühl und distanziert, mal mit tiefem Mitgefühl. Mit Elementen des Kriminalromans (Rekonstruktion, psychologische Motivation, Gerichtsverhandlung) variiert sie das Grundthema ihres umfangreichen Gesamtwerks, das Verhältnis zwischen Schwarz und Weiß. Die Hauswaffe wurde als Gordimers literarisches Bekenntnis zum demokratischen Südafrika gewertet. Die Figur des erfolgreichen schwarzen Anwalts steht für die Hoffnung der lange unterdrückten Bevölkerungsmehrheit auf Gerechtigkeit und Chancengleichheit. B. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Das Geschehen ist unbegreiflich: Eine junger Weißer aus gutem Haus besucht seinen Freund, ergreift nach ein Paar Sätzen die "Hauswaffe", die in Johannesburg in fast jedem Haushalt zum Schutz gegen Einbrecher bereitliegt und erschießt ihn. Eltern und Freunde des jungen Mannes sind fassungslos, er selbst schweigt. War Eifersucht sein Motiv? Seine schöne Geliebte hatte ihn mit dem Freund betrogen. Oder offenbaren sich in der Tat Hintergründe, die tief in die Grundkonflikte der südafrikanischen Gesellschaft hineinreichen?
Nadine Gordimer, die seit Jahrzehnten mit ihrer Person und ihrem Werk für die Gleichberechtigung von Schwarz und Weiß eintritt, beweißt auch mit diesem Roman, daß sich literarische Qualität, Engagement und Spannung nicht ausschließen.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Weit mehr als nur ein Krimi 24. November 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Erwartet hatte ich einen Krimi, aber schon schnell wird klar, dass das "warum" nur eine untergeordnete Rolle spielt. Entscheidend fuer die Strahlkraft dieses Buches ist die Bechreibung der Eltern des Angklagten, ihrer persoenlichen Zweifel, aber auch ihrer Beziehung zueinander und zu ihrem Sohn. Wie nebenbei vermittelt Nadine Gordimer auch ein sehr differenziertes Bild Suedafrikas nach dem Ende der Apartheid. Und das alles in einer Sprache, die die Atmosphaere des Buches traegt und einen immer tiefer in eine Welt eintauchen laesst, die mit der eigenen Realitaet nicht viel zu tun hat... Oder vielleicht doch?
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
estupendo 22. November 2003
Von Alex
Format:Taschenbuch
Die Hauswaffe ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Es geht um die Aufarbeitung der Rassenpolitik in Südafrika - ein viel beschriebenes Thema - aber Gordimer hat es geschafft, dieses Thema in einem spannenden, wundervollen Roman zur Sprache zu bringen. Dem Leser wird Südafrika und die dortigen Verhältnisse auf eine anderen Weise näher gebracht, die keines Fall eines typischen Klischees entspricht. Für alle Lesensratten empflehlenswert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfühlsam 29. März 2004
Format:Taschenbuch
"Die Hauswaffe" ist ein überaus gelungenes Buch. Die Autorin schafft es, vor dem Hintergrund eines Mordes die Menschen in einer sich rasch verändernden Welt zu zeichnen. Dabei setzt sie eindeutig auf die Hoffnung, dass die Menschen in Südafrika die Vergangenheit überwinden und zusammenwachsen können. Herausragend die Figur des Anwaltes Hamilton Motsamai (er wäre wie geschaffen für die Hauptfigur einer Anwaltserie). Neben den vielschichtigen gesellschaftlichen Betrachtungen ist das Buch enorm spannend, so dass man es gerade gegen Ende kaum noch aus der Hand legen kann.
Ein muss!
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