Erwartet hatte ich einen Krimi, aber schon schnell wird klar, dass das "warum" nur eine untergeordnete Rolle spielt. Entscheidend fuer die Strahlkraft dieses Buches ist die Bechreibung der Eltern des Angklagten, ihrer persoenlichen Zweifel, aber auch ihrer Beziehung zueinander und zu ihrem Sohn. Wie nebenbei vermittelt Nadine Gordimer auch ein sehr differenziertes Bild Suedafrikas nach dem Ende der Apartheid. Und das alles in einer Sprache, die die Atmosphaere des Buches traegt und einen immer tiefer in eine Welt eintauchen laesst, die mit der eigenen Realitaet nicht viel zu tun hat... Oder vielleicht doch?