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Die Hartz IV Ratte: Tagebuch einer Bettlerin [Taschenbuch]

Iris Bücker
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

29. April 2010
Die Beleidigung eines Investment-Bankers veranlaßte die Autorin einmal eine Weile Tagebuch zu führen und festzuhalten, was und wer ihr so täglich begegnet und wie sie sich als Hartz-IV-Empfängerin und Verkäuferin einer Obdachlosen-Zeitung fühlt. Offen und ehrlich erzählt sie, mal humorvoll, mal bissig aus ihrem frustrierenden Alltag.Die Autorin, Iris Bücker, Jahrgang 1959 Iris hat viel im Leben gesehen und erlebt. Sie arbeitete u. a. als Chefsekretärin, Computergrafikerin, Tantra-Masseurin und verbrachte ein Jahr in Afrika. Sie führte bisher ein Leben mit ständig neuen Herausforderungen, bei dem der Wandel die einzige Konstante war. All diese Eindrücke schärften ihr Gewissen und Gerechtigkeitsempfinden in einer Gesellschaft, in der Schwache und Randgruppen oft wenig Chancen haben. Überschattet von Familien- und Gesundheitsproblemen lernte aber auch sie selbst die Schattenseiten dieser Gesellschaft kennen und, daß der soziale Abstieg jeden treffen kann. So persönlich ihre Erfahrungen auch sein mögen, so universell ist doch die Botschaft an diese Gesellschaft, die sich zwar sozial nennt, aber immer weiter auseinandertreibt. Ein bewegendes Schicksal, das sich in diesem Land tagtäglich tausendfach und unbemerkt wiederholt. (Zitat eines Freundes)

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Die Hartz IV Ratte: Tagebuch einer Bettlerin + Hartz IV - und der Tag gehört dir: Über das Schicksal Langzeitarbeitsloser, den Zerfall unseres Sozialsystems und das Milliardengrab ARGEn/Jobcenter + Deutschland dritter Klasse: Leben in der Unterschicht
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 84 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 2. Auflage. (29. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839146178
  • ISBN-13: 978-3839146170
  • Größe und/oder Gewicht: 20,3 x 0,5 x 12,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 470.698 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
4.3 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr subjektiv aber gerade dadurch intensiv 31. Dezember 2010
Von Smoke
Format:Taschenbuch
Ich war mir lange nicht sicher, wie ich das Buch nun bewerten soll. Vom Umfang her ist das Buch im Vergleich dünn, ca 70 Seiten. Es ist eben ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben einer normalen Person und kein Roman. Das macht das Werk auch gar nicht schlechter, man erhält schon einen vielseitigen Einblick in den Alltag der Autorin. Die Schreibweise ist flüssig und gut zu lesen und die Sprache ist gut und normal und keineswegs primitiv oder so. Was mich dann etwa ab der Hälfte des Buchs anfing zu stören war die Sichtweise, die die Autorin da beginnt. Der Anfang kommt noch eher wie ein Erlebnisbericht daher, weitgehend sachlich, aber dann kommen zunehmend subjektive Teile herein. Da wird nach oben "getreten" auf die denen es besser geht, da wird nach unten getreten auf den "Dorfpenner" oder einen Bordellbesucher. Ein Beispiel ist z.B. auch hier eine Rezension. Da wird das fehlende Lektorat kritisiert, die Antwort ist "hier werde ich dann doch wieder für meine Armut bestraft". Alles ist ein Angriff und ein Feindbild. Es gibt nur sehr wenige gute Töne, wenig Zuversicht, wenig Pläne oder Ansätze vielleicht aus der Situation auszubrechen. Einige Klagen wiederholen sich mehrmals. Im ersten Anlauf war mir das alles etwas zu negativ. Aber dann habe ichs wirken lassen, und mir wurde eben bewusst, dass dies ein subjektiver Text ist, eine persönliche Wahrnehmung, und das Ergebnis vieler vieler unschöner Erlebnisse und Ereignisse im Leben der Autorin. Natürlich erscheint mir so manche Situation aus meiner Perspektive anders, aber ich habe auch nicht diese Lebensgeschichte hinter mir. Und das bringt mich dann zu meiner vorwiegend positiven Bewertung. Der Wert des Buches ist eben seine Subjektivität und was der Leser daraus lernen kann. Wir alle sind ja ein Teil dessen, wenn wir an diesen Leuten vorbeigehen, sie am Stammtisch als Sozialschmarotzer bezeichnen und was jeder von uns ggf. beitragen mag. Und das ist das, was bei mir hängen bleibt: Was eben in großer Zahl in unserer Gesellschaft täglich passiert, dass die Betroffenen einen solchen Blick auf die Welt bekommen. Diesen Blick durch die Augen der Autorin auf die Welt berührt mich persönlich. Nur noch verstärkt davon, dass ich wirklich quasi um die Ecke wohne und vermutlich auch schon ein paar Mal an Ihr vorbei gegangen bin. Und daher meine positive Bewertung, nicht weil mir der Blickwinkel besonders gut gefällt, aber für das, was ich daraus lernen kann und muss, über die Gesellschaft und ihre schwachen Mitglieder, und weil ich jedem Empfehlen kann, sich einen Einblick in diese Perspektive zu verschaffen.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Daseinsberechtigung? 29. Juni 2010
Von Daydream
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Tagebuch von Frau Bücker besticht durch seine schlichte und recht unsimentale Darstellung des Alltags einer Hartz 4- Empfängerin, die durch diverse Schicksalsschläge ganz unten angekommen ist. Beim Lesen wurde ich das Gefühl nicht los, dass die Autorin nicht nur seit Jahren um ihr Überleben, sondern auch allein schon um ihre Daseinsberechtigung kämpfen muss.

So schildert Frau Bücker nicht nur, wie sie sich beim Verkauf eines Obdachlosenblattes immer wieder gegen die männliche Konkurrenz verteidigt, sondern auch, wie sie sich mit Vorurteilen und der Verachtung durch einige Menschen konfrontiert sieht, denen es materiell (noch) deutlich besser zu gehen scheint als ihr selbst.

Die besondere Wirkung dieses Buches beruht für mich auf der Wiederholung des immer Gleichen: Kampf, Kampf, Kampf. Hier schreibt eine Kämpferin aus ihrem Alltag, der mit der "sozialen Hängematte" oder dem vermeintlichen Schmarotzertum von Hartz- 4- Empfängern nichts gemein hat.

Hier wird deutlich, wie wichtig die kleinen Gesten des Alltags sind: der Euro extra, das gespendete Brötchen oder das Lächeln, das einem Menschen den Tag trotz aller Härte verschönern kann. Aber ich lese aus dem Buch auch Frust und Verzweiflung heraus. Wer selbst nichts hat, dem fällt es per se schwer, anderen etwas zu gönnen (z. B. den im Buch erwähnten "Zigeunern", die ebenfalls das Obdachlosenblatt verkaufen). Man schielt eben so lange auf andere, bis man selbst glücklich und zufrieden ist.

Der Frust der einstigen Chefsekretärin ist durchaus nachvollziehbar. Was, so fragte ich mich beim Lesen ihres Buches, hat diese Frau auf den ersten Blick noch zu erwarten? Ein Mensch wie sie, der alles verloren hat (Freunde, Eltern, Geld...), muss schon ein hohes Maß an Selbstmotivation aufbringen, um jeden Tag aufs Neue vor die Tür zu gehen und darauf zu hoffen, dass andere ihn mit dem einen oder anderen Euro unterstützen.

Genau diese Selbstmotivation ist es, die mich dann doch optimitisch stimmte: Frau Bücker wird es heraus schaffen aus der Armutsfalle- da bin ich mir sicher, denn sie hat die Alkoholsucht überwunden, lässt sich nicht gehen und ist mündig geblieben.

Als Arbeitgeber würde ich genau eine solche Angestellte suchen, die unerschütterlich ihren Ausweg aus der "Rattenfalle" sucht und die sich nicht unterkriegen lässt! Von dieser Frau können sich viele Wohlstands- Jammerlappen in unserer Republik ein Scheibchen abschneiden!

Das fehlende Lektorat und Korrektorat dieses Buches (ursächlich für meine Vier- Sterne- Vergabe) wird durch seine Authentizität locker wett gemacht. Kaufen Sie das Buch! Hier erfahren Sie etwas über das wahre Leben "in Hartz", das die meisten von uns schneller treffen kann als ihnen lieb ist.

Hochmut kommt vor dem Fall, und nach dem Fall kommt der Wiederaufstieg. Ich wünsche Frau Bücker, dass sie möglichst viele Bücher verkauft, um endlich den Teufelskreis der Armut durchbrechen zu können!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bittere Realität.. 2. April 2013
Von E.D.
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Hier be-schreibt die Autorin, wie es sozial abwärts geht, wenn man versucht dem Leistungsdruck nicht nachzugeben und dann in einen Teufelskreis gerät, der sich dann Hartz IV nennt. Nach dem Lesen des Buches hatte ich einfach nur Wut über Schröders damalige "Agenda", denn es ist KEIN Einzelfall..
Desweiteren fragt man sich schon, was es eigtl. für "Förderprogramme" für das ältere Kaliber unter uns gibt (immerhin werden wir bald ganz viele "Alte" sein!) - und festgestellt habe ich bei meiner Recherche und nach Informationen von Iris Bücker, dass es KEINE Förderprogramme gibt, um im Alter wieder ins Berufsleben zurückzukehren; man lässt diese ganz allein bis zur Rente "verenden"!

Shame on you, Regierung!
Und DANKE Iris, dass du anderen damit die Augen öffnest - lass Dich nicht unterkriegen!
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Hartz IV Empfängerin mit Biss
Das Buch hat mich überzeugt. Die Frau gibt nicht so schnell auf, schreibt eifrig Bücher, ist vom Alkohol losgekommen und verkauft nun tagtäglich die... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Thorsten Kerber veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Kämpferin, nicht Ratte
Tragisches Schicksal, trotzdem eine Kämpferin. Gut geschrieben, geht zu Herzen, feiner Humor. M. E. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Hans-Joachim Bartels, Berlin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen sehr zu empfehlen
man kann Iris Bücker nur gratulieren zu dem Buch, als ehrenamtlicher Tafelmitarbeiter bekomme ich die Probleme der Hartz IV - Betroffenen mehrmals in der Woche hautnah mit. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Januar 2011 von bruehler2008
5.0 von 5 Sternen unglaublich
ein sehr authentisches, ehrliches buch, hoffe noch viel mehr von ihr lesen zu dürfen und wünsche der autorin , dass sie bald arbeit bekommt ;-)
Veröffentlicht am 15. September 2010 von kunert
3.0 von 5 Sternen Hartz IV und Spaß dabei?
Hartz IV und Spaß dabei? Selbstverständlich und richtig dekadent sind sie auch noch, diese Empfänger von Arbeitslosengeld II und faulen Mitglieder der Unterschicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Juni 2010 von servicepack
4.0 von 5 Sternen Ein Tagebuch ist ein Tagebuch ist ein Tagebuch -
Ein Tagebuch ist ein Tagebuch ist ein Tagebuch
... insofern ist dieses Bändchen genau das, was es es verspricht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juni 2010 von Carla Berling
5.0 von 5 Sternen Bücher die das Leben schreibt ;-)
Von der gut verdienenden Chefsekreterin zur Harz vier Ratte.
Die Autorin Beschreibt in diesem Buch, witzig und etwas zynisch, wie der soziale Abstieg in Deutschland jeden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Mai 2010 von Bella Rodriguez
5.0 von 5 Sternen Rattenscharf und nagt an unserem Gesellschaftssystem !
Nachdem ich bereits das Buch "Tantrafee" von dieser Autorin gelesen
habe, das mir ausgesprochen gut gefiel, ist auch dieses Werk mit einer völlig anderen Thematik wieder... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. April 2010 von moviemusicman
5.0 von 5 Sternen Eine wahre Geschichte....
Dieses Buch beschreibt den Alltag eines Hartz4 Empfängers, den täglichen Kampf mit dem auszukommen was man hat, aber auch die Versuche der Autorin, mehr aus ihrem Los zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. April 2010 von Arthur Spooner
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