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Produktinformation
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Die Perspektive wechselt, und plötzlich findet sich der Leser im Orbit des Planeten wieder. Dort befindet sich ein Expeditionsraumschiff, das in diesen bisher unbekannten Sektor der Galaxie vorgedrungen ist und dessen Pilot nun beschließt auf dem Planeten zu landen um mehr Informationen zu sammeln. Kurz nach seiner Ankunft wird er jedoch gefangengenommen, denn er verbreitet die "ketzerische" Nachricht, der Kaiser sei schon seit langem gestürzt und die Rebellen hätten die Menschen von ihrem Joch befreit. Dies paßt natürlich überhaupt nicht ins Weltbild der Einheimischen, denn für die Festigung der Macht des Kaisers sorgen planetenweit umherwandernde Priester ... doch vor seinem Verschwinden kann der Pilot noch eine Mitteilung über die Haarteppiche an sein Schiff schicken. Nach einiger Zeit wird die Suche nach ihm aufgegeben und die Sache mit den Teppichen wäre nur eine Kuriosität geblieben, wenn nicht Hunderte anderer Planeten entdeckt worden wären, auf denen das gleiche faszinierende Handwerk weit verbreitet ist. Doch in dem Palast des Kaisers -- der in der Tat gestürzt wurde -- wird kein einziger dieser Teppiche gefunden und immer noch holen Schiffe die fertiggestellten Produkte ab. Was also geschieht mit den Teppichen? Die Antwort wird am Ende des Buches offenbart, doch bis dahin erfährt man noch viel mehr Hintergründe: die Geschehnisse, die zum Sturz des Kaisers führten, genauso wie Einblicke in die Kultur des Planeten ... und immer wieder nimmt die Handlung überraschende Wendungen.
Urteil: Mit seinem Erstlingswerk zeigt Eschbach, daß die deutsche SF nicht tot ist. Die von ihm entworfene Welt ist ebenso äußerst ergreifend wie fremdartig, und das ohne irgendwelche spektakulären Action-Einlagen oder Super-Aliens. Durch andauernde Sprünge in Erzählperspektive sowie Zeitlinie weiß der Autor den Leser bis zum Ende zu fesseln, bis schließlich die vielen Mosaike ein großes Bild ergeben ... auch wenn die Auflösung und einige andere Aspekte vielleicht mehr mit Fantasy als mit Science Fiction zu tun haben. Alles in allem wirklich empfehlenswert, besonders weil sich die Story erfrischend vom Durchschnitt abhebt. --Oliver Faulhaber -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die gesammte Gesellschaft ist auf diesen Kult des Haarteppichknüpfens und die "Religion", den Glauben an den unfehlbaren Kaiser auf dem unerreichbar fernen Stern ausgerichtet.
Ein Raumschiff trifft auf diese Welt, und es beginnt die Suche nach dem tatsächlichen Ziel für die Haarteppiche, die nie im kaiserlichen Palast auf der Zentralwelt ankommen.
Das Buch gliedert sich fast wie eine Aneinanderreichung verschiedener Kurzgeschichten. Viele Figuren begleiten wir dabei nur ein Kapitel und es ereilt sie bereits jeweils zum Ende des Kapitels ein meist grausiges Schiksal. Trotzdem verliert sich nie der Rote Faden, auch wenn er manchmal so dünn scheint, wie die Haare, aus denen die Teppiche gefertigt sind.
Diese recht lose Struktur trägt dazu bei, dass die Kapitel nicht urplötzlich zu Gunsten eines Thrills unterbrochen werden, sondern der Leser sich mit den Hintergründen, den philosophischen Ansätzen und der Botschaft bereits während der Geschichte auseinandersetzt. Die düstere Atmosphäre und das Rätsel um den Verbleib der kostbaren Teppiche halten des Spannungsbogen ohne jeden weiteren Trick auf höchstem Niveau.
Ein Buch über Religion und Fanatismus. Ein Gedankenspiel zu Arroganz und Ignoranz, zu Rache und Unmenschlichkeit, zum Streben nach Höherem und der Suche nach einem Lebenssinn. Ein Ausflucg in die Unendlichkeit von Raum und Zeit.
Eine brilliante Auseinandersetzung mit dem für uns Menschen so unvorstellbaren, wie dem unendlichen Leben und der Allmacht.
Der Weg ist das Ziel, denn: Was mache ich, wenn ich schon alles erreicht habe?
Eschbach hat mit seinem Debüt ein Meisterwerk geschaffen, unbedingt lesen!!!
Das Buch steigt mitten im Leben eines Haarteppichknüpfers ein. Die Haarteppichknüpfer gehören einer Handwerksgilde an, die den Grundstein einer ungeheuren, planetenübergreifenden Infrastruktur bilden und deren Leben(sweise) streng reglementiert ist. So darf jeder Haarteppichknüpfer nur einen Sohn haben, jedoch beliebig viele Frauen und Töchter. Die weiblichen Mitglieder einer Familie stellen ihr Haar zur Verfügung, aus denen das Familienoberhaupt im Laufe seines Lebens genau einen Teppich fertigt, dessen Maße und Beschaffenheit ebenfalls genau festgelegt sind. In einem feierlichen Zeremoniell übergibt ein Haarteppichknüpfer am Ende seines Lebens den vollendeten Teppich an einen Händler, erhält eine beträchtliche Summe Geldes, die für die Zeitspanne eines ganzen Knüpferlebens bemessen ist, und sein Sohn beginnt schließlich den nächsten Zyklus. Ein religionsähnlicher Kult um einen unsterblichen Kaiser, der auf einem entfernten Planeten die Teppiche (angeblich) zum Schmuck seines Palastes verwendet, sichert die Demut und Loyalität des gesamten Apparates aus Knüpfern, Händlern und Raumfahrern.
Dieser beschriebene Rahmen stellt den atomaren Grundbaustein einer Geschichte dar, deren Ausmaß (und auch Unerhörtheit) tatsächlich neue Maßstäbe setzt. Die Geschichte erweitert mit jedem Kapitel die Perspektive und den Blickwinkel und fügt immer neue Handlungsstränge ein, die zunächst zusammenhangslos erscheinen oder nur vage mit den bereits bekannten verknüpft sind. Man beginnt sozusagen mit dem Blickwinkel und Kenntnisstand einer Ameise, um zum Ende hin die gesamte Tragweite einer Geschichte zu begreifen, die Begriffe wie Eitelkeit, Rache und Buße neu definiert.
Um als Leser dieses Buch vollendet geniessen und verinnerlichen zu können, muss man zwei Voraussetzungen erfüllen:
1.) Man muss damit leben können, auch mal über 150 Seiten in der Luft zu hängen, weil man die Handlungsfäden im Kopf partout nicht verknüpft bekommt und
2.) man darf das Buch nicht nebenbei, unaufmerksam oder halbherzig lesen, weil man sonst die vielen (relevanten) Details nicht richtig aufnehmen kann.
Wer diese Voraussetzungen erfüllt, dem wird am Ende des Buches ein richtiger Knaller geboten. Ich zumindest bekam - nachdem sich die letzten Schleier gelüftet hatten - eine ganze Weile die Kinnlade nicht wieder geschlossen. Zur allgemeinen Beruhigung darf gesagt sein, dass sich wirklich alles zum Ende hin auf- und erklärt. Das sich daraus ergebende Gesamtbild läßt sich dann in einem Wort folgendermaßen zusammenfassen:
BOAH!
Volle fünf Sterne ***** von mir ohne wenn und aber.
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