Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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93 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein Wochenende mit Gott und viel Zuckerguss, 11. Juni 2009
Mit sehr gemischten Gefühlen ging ich an dieses Buch heran. Pseudoreligiöser Kram aus den USA oder doch tatsächlich lesenswert? So begann ich mit etwas Distanz "Die Hütte" zu lesen. Soll das Buch die Leser wieder zurück auf den "rechten Weg" führen oder wird hier wirklich nur eine sehr individuelle Glaubensgeschichte erzählt? William Young schrieb die Geschichte für seine - bereits erwachsenen - Kinder, nicht für ein breites Publikum.
Mackenzie Allen Phillips, kurz Mack genannt, ist kurz davor seinen Glauben an Gott zu verlieren. Bereits in seiner Kindheit machte er sehr schlechte Erfahrungen mit der Institution Kirche, dann wurde vor einigen Jahren seine jüngste Tochter Missy bei einem Campingausflug entführt und vermutlich ermordet. Eines Tages findet er eine Nachricht von "Papa", der ihn zu einem Treffen in jene Hütte bittet, in der die letzte Spur von Missy gefunden wurde... Mack lässt sich darauf ein, auch wenn ihm die Entscheidung nicht leicht fällt. Die Heilige Dreifaltigkeit erscheint ihm in unerwarteter Form. In der Hütte und der Umgebung bekommt er die Möglichkeit, viele Dinge zu hinterfragen, bekommt Antworten auf Fragen, die sich viele Menschen schon gestellt haben. Wie konnte Gott zulassen, dass ein unschuldiges Kind brutal ermordet wird? Warum lässt Gott die Menschen - scheinbar? - im Stich?
Auf der einen Seite gefällt mir die Grundidee sehr gut, dass Gott (die gesamte Dreifaltigkeit) sich um ein fast verlorenes Schäfchen bemüht. Auf der anderen Seite war es für meinen Geschmack war es etwas zu viel Zuckerguss, zuviel heile Welt und zuviel zu leichte Vergebung. Einige schwierige Punkte wurden komplett ausgelassen, denn im Alten Testament ist Gott nicht immer Liebe und Vergebung in Person.
An manchen Stellen hatte ich fast den Eindruck, dass Macks Leben besser verlaufen wäre, wenn es keine organisierte Kirche gäbe. Jesus hält nichts von organisierter Kirche, verständlich, aber sind die Zehn Gebote und Gebete wirklich auch ohne Bedeutung für Gott? Blindes Gottvertrauen fällt mir schwer, die Ansichten des Autors teile ich oft nicht. Aber sie geben mir immer wieder Denkanstöße und genau das ist vermutlich Youngs Ziel.
Für Menschen, die sich gerne mit Glaubensfragen beschäftigen, ist "Die Hütte" sicherlich interessante Lektüre. Auf jene, die diesem Thema sehr kritisch gegenüberstehen, könnte es eher befremdlich wirken. Ein mutiges Buch zu einem kontroversen Thema und meiner Meinung nach durchaus lesenswert.
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49 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jeder hat seine eigene Hütte, 17. Juni 2009
Vorab möchte ich sagen, dass ich mich selbst nicht als Christ oder tiefgläubigen Menschen bezeichnen würde. Die Hütte ist aber ein Buch, das nicht bekehren will, sondern das versucht Erklärungen zu finden für all die schlimmen Dinge, die auf der Welt geschehen. Und selbst als Mensch, der mit dem Glauben und mit Gott nicht viel anfangen kann, findet man in dieser Geschichte glaubhafte und irgendwie einleuchtende Antworten auf viele Fragen, ohne davon abgeschreckt zu werden.
Das Buch handelt über Mackenzie Allen Philips, einen Familienvater und gläubigen Menschen, der nach einem Familienausflug den Glauben zu verlieren beginnt. Seine Tochter wird entführt und kurze Zeit später findet man in einer verlassenen Hütte Spuren, die auf den Mord seiner Tochter hindeuten. Von nun an befindet sich Mack in einer großen Traurigkeit, bis er nach vier Jahren Post von Gott bekommt, der ihn einlädt ein Wochenende mit ihm in der Hütte zu verbringen. Nach anfänglicher Skepsis folgt er der Einladung und trifft auf Gott, der als Afroamerikanerin erscheint, Jesus und Sarayu, die den Heiligen Geist verkörpert. Alle drei zusammen sind Gott und Mack erlebt an diesem Wochenende Dinge, die ihn für immer verändern werden. Er bekommt Antworten auf seine Fragen und lernt den Glauben und die Beziehung zu Gott richtig zu verstehen. Mit viel Liebe schafft er es seine große Traurigkeit zu überwinden und sein Leben als Geschenk von Gott wieder an zu nehmen.
Mich hat dieses Buch sehr berührt, da es doch vieles verständlich macht und man das Gefühl bekommt, dass man nicht alleine ist und alles irgendwann und irgendwie seinen Sinn ergibt. Es muntert auf und gibt Hoffnung. Denn jeder hat irgendwo seine Hütte, die ihn verzweifeln lässt und in der Trauer schlummert. Außerdem ist es sehr sympathisch und stellenweise sehr humorvoll geschrieben, so dass es nun wirklich alles andere als ein Buch ist, das den Finger erhebt und mahnen will.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen und nicht nur gläubigen Menschen, sondern vielleicht gerade den Zweiflern. Dass es in den USA einen so großen Erfolg hat, ist für mich nicht verwunderlich und ich bin mir sicher, dass es auch in Deutschland von vielen gelesen werden wird.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch, um mal anders über Religion nachzudenken, 20. Oktober 2009
Der Untertitel ein Wochenende mit Gott ist, ist für mich treffender als Die Hütte. Nachdem der Protagonist - Mack - Schreckliches erlebt und versucht damit klar zu kommen, d.h. es zu verarbeiten bekommt er einen Brief von Gott. Hierin wird er aufgefordert zu dieser Hütte in den Bergen zu gehen. Dort ist es, als er ankommt, kalt und es gibt Eis und Schnee, mit anderen Worten ein schrecklicher Ort. Außerdem ist Mack mit einer Pistole bewaffnet. Als er sich dann der Hütte nähert, verändert sich die Landschaft und, der Zustand der Hütte. Er begegnet Gott als Dreifaltigkeit in Form von ganz normalen Menschen. Mit den Erlebnissen, die dann für Mack folgen, versucht der Autor zu erklären: Ob es Gott gibt und in welcher Form er erscheinen könnte. Warum Gott ungerecht erscheint und scheinbar schlimme Ereignisse inkl. unerträglichen Leids für die Menschen zulässt. Wie man es erreichen könnte, trotzdem zu Vergeben.
In einer Zeit, wo im Namen von Religion viel Kummer und Leid entsteht, gibt das Buch gute Anregungen über das Problem nachzudenken und seine eigene Position zu finden und zu bestimmen. William Paul Young schreibt einen Roman, der nicht nur gute Unterhaltung ist, sondern auch tief greifende Fragen stellt und den Leser über sein eigenes Leben und die Meinung zur Institution Kirche nachdenken lässt und mit Sicherheit das Leben des Lesers verändert.
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