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148 von 165 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein Wochenende mit Gott und viel Zuckerguss, 11. Juni 2009
Mit sehr gemischten Gefühlen ging ich an dieses Buch heran. Pseudoreligiöser Kram aus den USA oder doch tatsächlich lesenswert? So begann ich mit etwas Distanz "Die Hütte" zu lesen. Soll das Buch die Leser wieder zurück auf den "rechten Weg" führen oder wird hier wirklich nur eine sehr individuelle Glaubensgeschichte erzählt? William Young schrieb die Geschichte für seine - bereits erwachsenen - Kinder, nicht für ein breites Publikum.
Mackenzie Allen Phillips, kurz Mack genannt, ist kurz davor seinen Glauben an Gott zu verlieren. Bereits in seiner Kindheit machte er sehr schlechte Erfahrungen mit der Institution Kirche, dann wurde vor einigen Jahren seine jüngste Tochter Missy bei einem Campingausflug entführt und vermutlich ermordet. Eines Tages findet er eine Nachricht von "Papa", der ihn zu einem Treffen in jene Hütte bittet, in der die letzte Spur von Missy gefunden wurde... Mack lässt sich darauf ein, auch wenn ihm die Entscheidung nicht leicht fällt. Die Heilige Dreifaltigkeit erscheint ihm in unerwarteter Form. In der Hütte und der Umgebung bekommt er die Möglichkeit, viele Dinge zu hinterfragen, bekommt Antworten auf Fragen, die sich viele Menschen schon gestellt haben. Wie konnte Gott zulassen, dass ein unschuldiges Kind brutal ermordet wird? Warum lässt Gott die Menschen - scheinbar? - im Stich?
Auf der einen Seite gefällt mir die Grundidee sehr gut, dass Gott (die gesamte Dreifaltigkeit) sich um ein fast verlorenes Schäfchen bemüht. Auf der anderen Seite war es für meinen Geschmack war es etwas zu viel Zuckerguss, zuviel heile Welt und zuviel zu leichte Vergebung. Einige schwierige Punkte wurden komplett ausgelassen, denn im Alten Testament ist Gott nicht immer Liebe und Vergebung in Person.
An manchen Stellen hatte ich fast den Eindruck, dass Macks Leben besser verlaufen wäre, wenn es keine organisierte Kirche gäbe. Jesus hält nichts von organisierter Kirche, verständlich, aber sind die Zehn Gebote und Gebete wirklich auch ohne Bedeutung für Gott? Blindes Gottvertrauen fällt mir schwer, die Ansichten des Autors teile ich oft nicht. Aber sie geben mir immer wieder Denkanstöße und genau das ist vermutlich Youngs Ziel.
Für Menschen, die sich gerne mit Glaubensfragen beschäftigen, ist "Die Hütte" sicherlich interessante Lektüre. Auf jene, die diesem Thema sehr kritisch gegenüberstehen, könnte es eher befremdlich wirken. Ein mutiges Buch zu einem kontroversen Thema und meiner Meinung nach durchaus lesenswert.
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100 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jeder hat seine eigene Hütte, 17. Juni 2009
Vorab möchte ich sagen, dass ich mich selbst nicht als Christ oder tiefgläubigen Menschen bezeichnen würde. Die Hütte ist aber ein Buch, das nicht bekehren will, sondern das versucht Erklärungen zu finden für all die schlimmen Dinge, die auf der Welt geschehen. Und selbst als Mensch, der mit dem Glauben und mit Gott nicht viel anfangen kann, findet man in dieser Geschichte glaubhafte und irgendwie einleuchtende Antworten auf viele Fragen, ohne davon abgeschreckt zu werden.
Das Buch handelt über Mackenzie Allen Philips, einen Familienvater und gläubigen Menschen, der nach einem Familienausflug den Glauben zu verlieren beginnt. Seine Tochter wird entführt und kurze Zeit später findet man in einer verlassenen Hütte Spuren, die auf den Mord seiner Tochter hindeuten. Von nun an befindet sich Mack in einer großen Traurigkeit, bis er nach vier Jahren Post von Gott bekommt, der ihn einlädt ein Wochenende mit ihm in der Hütte zu verbringen. Nach anfänglicher Skepsis folgt er der Einladung und trifft auf Gott, der als Afroamerikanerin erscheint, Jesus und Sarayu, die den Heiligen Geist verkörpert. Alle drei zusammen sind Gott und Mack erlebt an diesem Wochenende Dinge, die ihn für immer verändern werden. Er bekommt Antworten auf seine Fragen und lernt den Glauben und die Beziehung zu Gott richtig zu verstehen. Mit viel Liebe schafft er es seine große Traurigkeit zu überwinden und sein Leben als Geschenk von Gott wieder an zu nehmen.
Mich hat dieses Buch sehr berührt, da es doch vieles verständlich macht und man das Gefühl bekommt, dass man nicht alleine ist und alles irgendwann und irgendwie seinen Sinn ergibt. Es muntert auf und gibt Hoffnung. Denn jeder hat irgendwo seine Hütte, die ihn verzweifeln lässt und in der Trauer schlummert. Außerdem ist es sehr sympathisch und stellenweise sehr humorvoll geschrieben, so dass es nun wirklich alles andere als ein Buch ist, das den Finger erhebt und mahnen will.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen und nicht nur gläubigen Menschen, sondern vielleicht gerade den Zweiflern. Dass es in den USA einen so großen Erfolg hat, ist für mich nicht verwunderlich und ich bin mir sicher, dass es auch in Deutschland von vielen gelesen werden wird.
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103 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jeder hat seine eigene Hütte, 16. Juni 2009
"Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott" ist ein ergreifendes und andersartiges Buch, als die Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Das liegt vor allem daran, dass der Autor, William P. Young, in der Geschichte wichtige Lebensfragen versucht zu beantworten, über die jeder Mensch schon einmal nachgedacht hat oder noch nachdenken wird.
Mackenzie Allen Phillips, der Protagonist der Geschichte und kurz Mack genannt, hat eine schwere Kindheit. Sein Vater, der dem Alkohol verfallen ist, schlägt nicht nur seine Mutter, sondern auch ihn. Bis in die Gegenwart wird Mack von seiner Vergangenheit verfolgt. Doch es kommt noch schlimmer: bei einem Campingausflug mit seinen drei jüngsten Kindern, wird seine jüngste Tochter Missy entführt und grausam vergewaltigt und ermordet. Mit diesem Schicksalsschlag wird Mack so schnell nicht fertig, so dass er in eine, wie er es nennt, "große Traurigkeit" verfällt. Eines Tages erhält Mack einen Brief von Gott, in welchem steht, dass er sich mit Gott in eben der Hütte treffen soll, in der seine kleine Missy vergewaltigt wurde. Mack hadert lange mit sich selber, fährt dann aber schließlich doch zu der besagten Hütte. Was ihn dort erwartet, kann er die meiste Zeit selber nicht glauben. Auf einmal steht er nicht nur Gott, sondern auch Jesus und dem Heiligen Geist gegenüber. Alle Drei sind als gewöhnliche Personen dargestellt: Gott als dunkelhäutige Frau, Jesus als arabischer Mann und der Heilige Geist als asiatische Frau. Das ganze Wochenende, was er mit dieser Dreieinigkeit verbringt, ist etwas ganz Besonderes. Immer wieder führt er Gespräche mit einem der Drei oder allen zusammen. Dabei stellt er direkte Fragen, z.B., warum seine Missy ermordet wurde und warum Gott dieses Leid zugelassen hat. Mack bekommt von jedem der drei Personen wertvolle Antworten und am Ende des Wochenendes ist Mack ein veränderter Mensch.
Die Antworten, die Mack von Gott, Jesus und dem Heiligen Geist bekommt, regen auch den Leser zum Nachdenken an. Denn mal ehrlich: wer hat nicht schon einmal darüber nachgedacht, warum es so viel Ungerechtigkeit auf dieser Welt gibt oder warum einem immer die schlimmsten Dinge passieren. Die Antworten der Dreieinigkeit berühren auch das Herz des Lesers und machen einem Mut und geben Zuversicht, dass man als Mensch in allen schlimmen Dingen nicht alleine dasteht, sondern dass jeder die Möglichkeit hat, Gott seine Probleme anzuvertrauen. Dieser verhindert zwar nicht alles Leid auf dieser Welt, doch er hat die Möglichkeit, auch aus den schlimmsten Erfahrungen etwas Gutes zu machen. Das Buch ist etwas Besonderes, weil es nicht ein einfacher Schmöker ist, den man nebenbei liest, sondern Literatur, die einen im eigenen Leben viel hilft und Mut und Trost gibt.
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