Jeder Mensch hat sein eigenes Gewürz. Das weiß niemand besser als die Gewürzhändlerin Tilo, deren eigener Name die Bedeutung des Sesamsamens wiedergibt. Sie wurde als kleines Mädchen als Hüterin der Gewürze ausgebildet, mit denen sie nun ihre Mitmenschen in San Francisco beglückt. Die gebbürtige Inderin darf jedoch selbst ihren Laden nicht verlassen und muss allein ihrer Gilde treu ergeben sein. Da Tilo ihre Gewürze heiß und innig liebt, fällt es ihr lange Zeit nicht schwer, nach den Regeln zu leben, doch dann tritt ein anziehender Fremder in ihren Laden und bittet sie um ihre Hilfe...
Eigentlich hat der Film alle Zutaten für eine romantische Komödie. Hinreißend aussehende Hauptdarsteller, liebenswerte Nebengestalten und wunderschöne Kulissen. Dazu eine nicht unsympathische Geschichte mit einem Hauch Exotik.
Leider funktioniert das Konzept trotzdem nicht. Man nimmt Aishwarya Rai einfach nicht ab, dass es ihr so schwer fällt, ihren geliebten Gewürzladen zu verlassen und dem Mann ihrer Träume zu folgen. Wie sie die Gewürze um Gunst anfleht und sich gleichzeitig vor Sehnsucht nach einem sinnlichen Abenteuer verzehrt, ist einfach lächerlich und nicht wirklich romantisch. Auch wenn ihr Herzblatt von seinen tragischen Kindheitserinnerungen berichtet, die dazu führten, dass er sich für immer von seiner Mutter entfremdete, wirkt dies auf den Zuschauer eher bizarr, als wirklich tragisch oder ergreifend.
Der Zauber der Gewürze kommt beim Zuschauer leider nicht an.
Trostpflaster sind die auf der DVD enthaltenen Trailer für weitere Filme. Hier kann man sich Tipps für Filme holen, die nicht ganz so enttäuschend sind, wie die hinreißende Jane Austen Adaption von Stolz und Vorurteil auf indische Art "Liebe lieber Indisch".