Kurzbeschreibung
1956, mit 25 Jahren, kehrt Goytisolo seinem konservativen Elternhaus in Barcelona den Rücken und geht ins Pariser Exil. Spanien bleibt der Bezugspunkt seines politischen und kulturellen Engagements. Als Reporter wie als Schriftsteller setzt er sich immer wieder mit der Diktatur auseinander und wird dabei von den bedeutendsten französischen Autoren und Intellektuellen seiner Zeit unterstützt: von Sartre und Simone de Beauvoir, Bataille, Duras, Leiris und Genet. Große Reisen führen ihn 1962 nach Kuba und 1965 in die Sowjetunion. Er lernt berühmte Exilanten wie Jorge Semprun und die großen Autoren Lateinamerikas kennen: Fuentes, Paz, Marquez. Goytisolo, der intellektuelle Selbstzweifler und zwiespältige Homosexuelle, spürt aber auch, daß der sozialistische Traum keine Erlösung bringt. Erst die Reise nach Marokko und die Entdeckung der arabischen Welt verändern sein Leben von Grund auf.
Über den Autor
Juan Goytisolo wurde 1931 in Barcelona geboren. Schon in der Franco-Zeit galt er als moralisches Gewissen der Nation, viele seiner damals geschriebenen Texte konnten nur im Ausland erscheinen. Er lebt seit vielen Jahren in Spanien, Paris und Marrakesch. 2004 wurde er mit dem Juan-Rulfo-Literaturpreis ausgezeichnet.