Maja und Cora, Freundinnen seit sie sechzehn sind, lassen sich von den Männern so schnell nicht an Draufgängertum überbieten. Kavalierinnendelikte und böse Mädchenstreiche sind ebenso von der Partie wie Mord und Totschlag. In dem Roman von Ingrid Noll sind Männer die Opfer, einer witzig und temporeich geschriebenen Erzählcollage aus Kindheitserinnerungen, Vergangenheitsbewältigung, Liebesaffären und Morden an lästigen Zeitgenossen, die das Seelenheil der beiden Protagonistinnen und ihr beschauliches Frauenidyll in der Toskana zu zerstören drohen. Die Erzählung steckt dabei voller Ironie und schwarzem Humor und ist zudem gepaart mit einem feinen Schuß Erotik. In ihrem Krimi lässt Ingrid Noll heimlich still und leise morden. Offene Aggressionen gibt es selten. Ingrid Noll erzählt mit unbeirrter Geradlinigkeit von heimtückischen und hinterlistigen aber manchmal auch rein zufälligen Morden. Aber alles geht trotzdem gut aus, und man möchte sich vor Lachen über soviel Abstruses wälzen und gleichzeitig was Wärmeres anziehen, weil es einen gründlich friert, so sehr blickt man in die Abgründe der frustrierten weiblichen Seelen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)