Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto calendarGirl Prime Photos Sony Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen5
4,4 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 21. Mai 2001
Ausgangspunkt von Krugmans Ausführungen ist seine Besorgnis, dass die in den letzten Jahren bei mehreren Ländern (Thailand, Japan, Russland, Brasilien etc.) aufgetretenen Wirtschaftskrisen Vorläufer einer Weltwirtschaftskrise wie in den Dreißiger Jahren sein könnten. Vor diesem Hintergrund stellt er die Entwicklungen dar, die in den verschiedenen Ländern vor und während der Krise beobachtbar waren. Sein besonderes Augenmerk gilt darüber hinaus der Rolle von Hedge-Fonds (als möglichen Krisenverursachern) und dem Internationalen Währungsfonds (als Helfer bei der Krisenbewältigung). Schlussendlich münden seine Überlegungen in der Frage, ob die Talsohle der Krisenentwicklung bereits erreicht sei, sowie in der Skizzierung und Beurteilung verschiedener Reaktionsweisen bei Auftreten von Währungskrisen. Das Buch bietet eine spannende Lektüre wofür Thema und Darstellungsweise gleichermaßen verantwortlich sind. Zwar sind viele von Krugmans Argumentationsweisen und Lösungsansätzen nicht ganz neu, aber ihm gebührt das große Verdienst, sie einer breiten Öffentlichkeit jenseits des ökonomischen Fachpublikums vorgestellt zu haben. Von grundsätzlicher Bedeutung sind insbesondere seine Anmerkungen zur Rolle des IWF bei der Krisenbewältigung, da sie die aufgrund der politischen Konsequenzen geübte Kritik an dieser Organisation durch ökonomische Analysen verstärken. Das Buch ist ein wertvoller Beitrag zur (wirtschafts-)politischen Diskussion, das auch Laien differenziert an die Problematik heranführt. Störend macht sich bei dem insgesamt gut lesbaren Buch allein eine gewisse Eitelkeit des Verfassers bemerkbar, wenn er seine eigenen Diskussionsbeiträge explizit und lobend hervorhebt.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. September 1999
Dieses Buch wird niemanden kalt lassen, der einen Sinn für Geschichte hat. Man muss die Große Depression nicht selbst miterlebt haben, an die uns Paul Krugman erinnert. Es genügt, sich die Bilder vor Augen zu führen, von Arbeitslosen zum Beispiel, die in den Müllbergen New Yorks nach Essbarem stocherten. Von vormals gut situierten Büroangestellten zum Beispiel, die im London der frühen Dreißiger im sauberen, abgewetzten Anzug, ein Schild am Körper tragend mit der Aufschrift "Suche Arbeit", durch die Straßen liefen. Paul Krugman schärft unser Gespür dafür, wie fragil die globalisierte Wirtschaft ist, auf wie tönernen Füßen ihr Gleichgewicht steht. Das Buch macht nachdenklich, und es provoziert: mit dem Vorschlag etwa, in Japan Inflation zu erzeugen, um das Land aus der nun schon ein Jahrzehnt andauernden Wirtschaftskrise herauszuführen. Mit dem Vorschlag etwa, in den Schwellenländern Kapitalverkehrskontrollen als Ultima ratio zu begreifen, um irrationale Kapitalströme einzudämmen, die Wechselkurse und Außenhandel durcheinander bringen. Aber an keiner Stelle doziert Krugman aus der Warte des gelehrten Ökonomieprofessors - beileibe keine Selbstverständlichkeit in der hiesigen, einschlägigen Bücherlandschaft. Nein, er nimmt den Leser mit auf eine Reise zu den Schauplätzen der Finanz- und Wirtschaftskrisen in Japan, Südostasien, Lateinamerika und Russland. Es ist die Erzählung von einer Reise, die zu einem vertieften Verständnis der Entstehung von Finanzkrisen führt, die begreiflich macht, wie sie auf die Realwirtschaft, den Bereich von Produktion und Beschäftigung, wirken und den Wohlstand der betroffenen Länder in Gefahr bringen. Erfrischend dabei zusätzlich: Paul Krugman lässt sich in keine Schublade stecken, er lässt sich kein eilig herbeigeholtes Etikett anheften, möge es "konservativ" oder "progressiv", "rechts" oder "links" lauten. Am ehesten ist er einem Bilderstürmer vergleichbar, der uns abverlangt, liebgewordene Dogmen in Frage zu stellen: etwa jenes von freien (gleich funktionierenden) Märkten oder jenes von rational handelnden (gleich mittels der unsichtbaren Hand des Marktes absichtslos zum Gemeinwohl beitragenden) Investoren. Die Verhältnisse in den Schwellenländern einerseits, den fortgeschrittenen Industrienationen andererseits, lassen sich eben nicht über den groben Kamm des Laisser-faire scheren. Platitüden sind kein Ersatz für unvoreingenommenes Nachdenken über Globalisierung und die wirtschaftspolitischen Konsequenzen, die die Politik daraus ziehen muss.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2004
So gut Krugmans Buch auch geschrieben ist, so deprimierend ist doch das Fazit, das man daraus zu ziehen hat. Unterm Strich hat die grosse Depression der Dreissiger Jahre, unter der Millionen Menschen weltweit leiden mussten, die letztendlich den Zweiten Weltkrieg zur Folge hatte, all das hat nichts oder nicht viel gebracht und war vergebens. Krugman zeigt, wie mit einem Wink des Internationalen Währungsfonds wiederum Millionen Menschen zu leiden haben, in Mexiko, in Brasilien, in Korea oder Malaysia. Fast, als hätte ist die Depression nie gegeben, als hätte nie jemand seine Gedanken dazu geäussert.
Die praktikablen Einsichten des John Maynard Keynes sind scheinbar unter dem Eindruck des Monetarismus, der seit den 80er Jahren en vogue ist, vergessen geraten oder nicht mehr durchsetzbar. Stattdessen schauen die Regierungen aller Couleur, wie sie ihre Klientel des Grosskapitals bedienen. Im Kapitel über Hedge-Fonds sind ein paar Takte dazu zu lesen.
Was mir bei Paul Krugman immer sehr positiv auffällt, ist die Unbestechlichkeit in seinen Darlegungen, der logische Aufbau und die Tatasache, dass er meiner Meinung nach fast immer recht hat.
0Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. November 2004
Es ist fast eine Seltenheit geworden, sachliche und gleichzeitig kritische Töne über die internationalen Wirtschaftsnetze zu finden. Krugman schafft diesen Spagath in vorbildlicher Weise, tiefgründige Information, Kritik und Lösungsansätze darzustellen, ohne zu flachen, populistischen Floskeln greifen zu müssen wie z.B. Ogger oder Creutz. Als Backgroundreading auch für alle No-Logo Aktivisten und Globalisierungsgegner zu empfehlen.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. März 2001
Sicherlich, verglichen mit Miegel, Siebert und ähnlichen Konsorten ist Krugman wohltuend nachdenklich, vielleicht sogar ein wenig "freidenklich". Trotzdem muß man sagen, daß jedes Buch, welches sich mit den Problemen der Weltwirtschaft befaßt, aber die Zinsproblematik außer Acht läßt, eindeutig das Thema verfehlt.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden