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Die Griechen und die Fremden
 
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Die Griechen und die Fremden [Gebundene Ausgabe]

Albrecht Dihle
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 172 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1., Aufl. (21. April 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406381685
  • ISBN-13: 978-3406381683
  • Größe und/oder Gewicht: 20,7 x 12,9 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.010.405 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Von Hefe
Format:Gebundene Ausgabe
"Die Griechen und die Fremden" beschäftigt sich mit der Einstellung der Griechen zu fremden Kulturen zwischen der Zeit Homers und der Christianisierung des Römischen Reiches. Zur Zeit Homers wurden alle bekannten Völker ähnlich beschrieben. Kultur- oder Sprachunterschiede werden nicht erwähnt. Nur die Völker außerhalb der bekannten Welt sind sagenhaft und teilweise unheimlich. Auch in der Auseinandersetzung mit den Persern in späterer Zeit, werden die Besiegten nicht als minderwertige MEnschen beurteilt, sondern der Sieg der Griechen wird auf den Willen der Götter nach einem Mächtegleichgewicht zurückgeführt.
Nationale Gesinnung kommt erst im Hellenismus auf, doch da wird Griechentum nicht als Volkszugehörigkeit definiert, sondern basiert auf der Zugehörigkeit zu einer Bildungstradition. Grieche ist, wer die Bildung besitzt, die die Griechen sich erarbeitet haben. Dies erleichtert die Integration von Menschen aus anderen Kulturen, allerdings um den Preis ihrer kulturellen Assimilation, nicht der religiösen, denn die griechische Philosophie erlaubt verschiedene religiöse Wege zur Erkenntnis der Wahrheit. Und gerade auch fremde Kulte, die als urtümlich begriffen werden, scheinen den Griechen ein Stück näher am "natürlichen" Menschsein zu liegen.

Das Fachbuch bleibt immer nahe an seiner Fragestellung, ist exakt geschrieben und schweift nie ab. Dennoch ist erkennbar, welches immense Hintergrundwissen des Autors hinter diesem Werk steht. Der Text ist einfach lesbar, ohne dass er vereinfachen würde. Das Lesen der prägnanten Sätze macht VErgnügen.

Die Fragestellung des Buches ist aktuell und hält der heutigen Gesellschaft den Spiegel vor. Wenn wir uns in Europa als Kulturraum fühlen, so impliziert das, das wir jeden, der die abendländische Kultur annimmt als einen von uns erkennen. Wie human ist eine solche Selbstdefinition über Denktraditionen? "Die Griechen und die Fremden" beschreibt verschiedene Wege im Umgang mit dem Fremden. Nur im Schlusssatz wird die Frage nach der Aktualität gestellt, dennoch stellt man sich beim Lesen immer wieder die Frage, welche Konzepte des "Fremden" auf uns heute übertragbar wären.

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Von RockBrasiliano TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
(S.7) - Albrecht Dihles kleines Buch über das Verhältnis zwischen Griechen, später auch Römern und den fremden Völkern, zunächst aus der näheren Umgebung (Ägypter, Gallier) und später größeren Entfernungen (Perser, Skythen, Inder und nicht zu vergessen mythische Völker) ist außerordentlich spannend und anschaulich geschrieben. Bekannt ist natürlich, dass die Griechen alle, die nicht des Griechischen mächtig waren, als Barbaren (Stammler) und somit als Fremde schlechthin betrachtet haben. Das war allerdings auch damals schon keineswegs unumstritten und Gegenstand philosophischer Betrachtung. Das Buch vergleicht literarische und geschichtliche Quellen des alten Griechenland, wobei hier natürlich die besonderen Gegebenheiten historischer Historiographie (haha) nicht unbeachtet bleiben dürfen - war doch vieles Propaganda (man denke z.B. an Tacitus und seine Beschreibung Germaniens), noch mehr war voneinander abgeschrieben.. Wenn es um das Verhältnis von Griechen und der vom Hellenismus beeinflussten Völker und dem Fremden geht, sind natürlich auch die Entdeckungen und die Beziehungen von Interesse. Offenbar erreichten tatsächlich die Schiffe der Griechen Gegenden im heutigen Vietnam, wo entsprechende Münzen gefunden wurden. Interessante Aspekte, wie ich finde.
Das Buch ist gut lesbar und für alle, die sich für die Antike und ihre Weltbilder begeistern, sehr interessant.
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