Worum geht's? Der Roman spielt in Ungarn, Mitte der 60er Jahre: Ein junger englischer Historiker lernt bei einer Gastvorlesung in Budapest die zehn Jahre jüngere Jurastudentin Cami kennen. Sie bekommt die Order dem „Professor aus dem Westen" die Stadt zu zeigen. Es entwickelt sich eine Liebe zwischen beiden, die immer wieder an die Grenzen der beiden Welten stößt. Erst scheint es als sei die Nacht mit Cami für den Professor nur eine von vielen und von keiner Bedeutung. Doch sie treffen sich wieder und schließlich verhilft er ihr zur Flucht in den Westen. Doch auch hier können beide nicht aus den vermittelten Weltanschauungen schlüpfen. Auch wenn ihre Ehe perfekt scheint, bleibt Cami die Freiheit immer fremd. Als Camis Tochter stirbt, geht sie nach Ungarn zurück. Seit dem hat das Paar keinen Kontakt hat, bis er zwei Jahre später nach Budapest kommt und Cami treffen möchte. Wie ist das Buch? Geschrieben ist der Roman aus Sicht einer allwissenden Erzählerin. Das Buch beginnt mit dem Zusammentreffen von Cami und dem Professor nach dem Ende ihrer Beziehung in Budapest. Erst nach und nach werden dem Leser Zusammenhänge und Erlebnisse erzählt und kann er sie zu einem Gesamtbild zusammenpuzzeln. Trotzdem ist es einfach dem Faden des Buches zu folgen und die Autorin verstrickt sich nur an einer Stelle in eine undurchsichtige Traumszene. Die Grenzgängerin ist eine Roman für durchlesene Nächte, die Zerrissenheit der Personen einfach ungemein spannend bis zur letzten Seite. Absolut empfehlenswert für alle die das was während des kalten Krieges sich in die Köpfe der Menschen gebrannt hat, besser verstehen wollen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)