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Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk
 
 
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Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk [Gebundene Ausgabe]

Jürgen Ritter , Peter Joachim Lapp
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, 28. August 2006 --  
Taschenbuch --  


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 184 Seiten
  • Verlag: Links Christoph Verlag; Auflage: 5., aktualis. u. erw. A. (28. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861534134
  • ISBN-13: 978-3861534136
  • Größe und/oder Gewicht: 25 x 21,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.028.165 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Jürgen Ritter
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Berliner Mauer werde "notfalls noch hundert Jahre stehen" verkündete Erich Honecker im Januar 1989 selbstbewußt, doch nur wenige Monate später wurde ihr Fall zum Symbol der gewaltlosen Wiedervereinigung Deutschlands. Knapp zehn Jahre danach ist die Mauer fast völlig aus dem Stadtbild Berlins verschwunden. Mit ihrem Verschwinden beginnen auch die Erinnerungen an ein Bauwerk zu verblassen, das stets mehr war als "nur" eine innerdeutsche Grenze: Mit deutscher Gründlichkeit errichtet und (fast) zur Perfektion ausgebaut, war die Mauer der Inbegriff des Eisernen Vorhangs, der Europa, ja die ganze Welt seit 1947 in gegensätzliche Lager teilte, und an dem sich zwei hochgerüstete Militärbündnisse gegenüberstanden.

Jürgen Ritter (Fotos) und Peter Joachim Lapp (Text) wollen mit ihrem Buch Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk dem Vergessen entgegenwirken. Kenntnisreich und mit sicherem Blick für wesentliche Details skizziert Lapp die politische Geschichte dieser Grenze. Er beschreibt den Auf- und Ausbau der Sperranlagen und ihre Perfektionierung in den achtziger Jahren. Ritter gelingt es, den historischen Fakten Leben einzuhauchen. Seine Fotos dokumentieren den Alltag der Grenzbevölkerung in Ost und West und zeigen, wie ganze Landschaften von Sperranlagen zerschnitten, Dörfer und Familien geteilt wurden.

Mit den stärksten Eindruck hinterlassen aber die Tabellen und Statistiken im Anhang des Buches. Die Berliner Mauer und die hermetisch abgeschlossene innerdeutsche Grenze waren mehr als 1550 km Betonplattenwand und Metallgitterzaun mit Signaldrähten, Todesstreifen und Hundelaufanlagen, mit Lichtsperren, Wachtürmen, Unterständen und Sperrgräben und zeitweise mit Minenfeldern und Selbstschußanlagen. Über 500 Todesopfer des Grenzregimes haben die Strafverfolgungsbehörden ermittelt, andere Schätzungen liegen höher.

Die nackten Zahlen vermögen einen ungefähren Eindruck zu vermitteln von dem enormen volkswirtschaftlichen Aufwand der notwendig war, um ein ganzes Volk einzusperren. Und sie dokumentieren den Irrglauben eines Regimes, das seine fehlende nationale Legitimation durch Stacheldraht und lückenlose Überwachung kompensieren wollte. --Stephan Fingerle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Dieses Buch stellt mit seinem umfangreichen Bildmaterial, den detailliertenRecherchen und vor allem mit seiner unparteiischen Nachdenklichkeit eineüberzeugende Aufforderung dar, sich ehrlich mit der jüngsten deutschenGeschichte auseinanderzusetzen und die verbleibenden Zeugnisse derDDR-Diktatur zu bewahren." (Das Parlament, 10.10.1997)

"Die Anatomie eines"deutschen Bauwerks", die gerade in ihrer sachlichenBestandsaufnahme zu erschüttern vermag." (Die Welt, 22.11.1997)

"Es ist schwer zu sagen, was an dem Band eindrucksvoller ist: dieAusdrucksfähigkeit der Fotos oder die sprachlichen Feinheiten des Textes." (Hessischer Rundfunk, 19.10.1997)

"Die Autoren wollen eine erste rückwirkende Bestandsaufnahme liefern, unddiese ist ihnen auch eindrucksvoll gelungen. Der Band enthält Photos, dienoch einmal zeigen, wie ganze Landschaften von Sperranlagen zerschnittenwurden, und bringt eine Fülle von Fakten, Daten und Beschreibungen diesereinmaligen Grenze." (Die Zeit, 5.12.1997)

"Gegen verblassende Erinnerungen enthält"Die Grenze"rund 170 eindringlicheFotos von Jürgen Ritter. Dazu faßt Peter Joachim Lapp die Geschichte"einesdeutschen Bauwerks"von der alliierten und DDR-Grenzpolitik bis zurjuristischen Aufarbeitung heute übersichtlich zusammen." (Mitteldeutsche Zeitung, 4.3.1998)

"Den Autoren ist ein eindrucksvoller Band gelungen, der die vergangeneWirklichkeit sprechen läßt, der ohne Pathos anklagt. Es ist ein Buch gegendas Verblassen einer notwendigen Erinnerung." (Hamburger Abendblatt, 12.1.1999) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sehr umfassend und informativ!, 23. Februar 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Grenze (Gebundene Ausgabe)
Die Autoren arbeiten die Geschichte der Innerdeutschen Grenze auf. Dabei wird der Schwerpunkt nicht auf die Berliner Mauer gelegt, sondern auf die Grenze, die sich von Lübeck bis Hof durch Deutschland zog. Mit vielen Bildern dokumentiert, ruft das Buch Erinnerungen wach an eine Trennungslinie, die heute an einigen Stellen nicht mehr klar auszumachen ist, und doch bis zum Herbst 1989 fast unüberwindbar war.
Das Buch informiert sehr detailliert über die Strukturierung der Sperranlagen und die Maßnahmen zur Sicherung der Grenze. Fallbeispiele zeigen auf, mit welchen Mitteln die DDR damals gegen "Angriffe auf die Staatsgrwnze West" (von beiden Seiten) vorging.
Zum Ende des Buches hin werden der Abbau der Sperranlagen und die Umwandlung einiger Grenzabschnitte zu Grenzmuseen dargestellt.
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5.0 von 5 Sternen grenzgeschichte, 14. Januar 2012
reiseerlebnis in die vergangenheit - sehr zu empfehlen ist auch das buch -transit-westberlin- das die erlebnisse für alle die dabei waren oder nacherleben wollen noch intensiver darstellt
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Informativ und gut, 24. Oktober 2010
Eigentlich ist die ehemalige Zonengrenze ja eher ein Relikt der jüngeren Geschichte Deutschlands. Inzwischen aber scheint sie mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten zumal die Erinnerungsstücke 20 Jahre nach dem Faqll der Mauer auch immer weniger werden.

Diesen Begebenheiten wirkt das Buch durch eine anschauliche Dokumentation entgegen. Heute muß man fast schon von einem Wahsinn sprechen, wenn man an die Zonengrenze denkt. Wie konnte es möglich sein, daß Deutschland rund 45 Jahre durch eine unüberwindbare Grenze geteilt wurde?

Gerade weil dieses heute mehr und mehr in Vergessenheit gerät, hat das Buch seine Berechtigung. Zum einen, um die Erinnerung an dieses unmenschliche Bauwerk wach zu halten und zum anderen, um zu mahnen, daß sowas in Deutschland nie wieder passiert.

Auch zeitgeschichtlich ist das Buch empfehlenswert. Wer von den heutigen Schülerinnen und Schülern kann aus eigener Erfahrung etwas über die Zonengrenze berichten? Das Buch wirkt entgegen und beantwortet viele Fragen.

Fazit:
Ein lohnendes und informatives Buch, das durch viele Photos ergänzt wird.
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