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Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau arbeitet ein streng isoliertes "Sonderkommando" jüdischer Häftlinge 1944 in den Krematorien und den Gaskammern. Als kleine Rädchen in der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie tragen sie zur Vernichtung der eigenen Leute bei. Unterstützt von weiblichen Mithäftlingen, die ihnen aus der Waffenfabrik Schießpulver zuschanzen, planen die Männer einen Aufstand. Doch der Versuch zur Befreiung Tausender wird durch die Mission zur Rettung eines einzelnen Mädchens in Gefahr gebracht.
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Basierend auf der wahren Geschichte des rumänischen Pathologen Miklos Nyiszli sowie den Tagebüchern fünf Überlebender inszeniert Tim Blake Nelson ("O") einen harten, realistischen Film, dessen Bilder lange nachwirken. Besetzt mit herausragenden Darstellern wie Steve Buscemi ("Fargo"), David Arquette ("Arac Attack"), Mira Sorvino ("Mimic") oder Harvey Keitel ("Smoke") schuf der sonst eher als Schauspieler tätige Nelson einen Film wider das Vergessen, eine Aufarbeitung jener Ereignisse, die 451 Häftlinge mit dem Leben bezahlten.
Blickpunkt: Film
In einer Grauzone - im übertragenen, moralischen Sinn - es gibt kein Schwarz und kein Weiß - und im buchstäblichen - von der Asche der Toten bedeckt - befinden sich die Protagonisten in diesem erschütternden, schonungslos-lakonischen Drama über das Vernichtungslager Auschwitz. Tim Blake Nelson - als Schauspieler aus 'O Brother, Where Art Thou?' bekannt - inszenierte sein Theaterstück für die Leinwand unemotional und ohne den ruhigen Kamerablick von schlimmsten Gräuel ab zu wenden, eine schmerzhafte Erfahrung für den Zuschauer.
Nach den Erinnerungen des überlebenden jüdischen Arztes Miklos Nyiszli, der dem berüchtigten Dr. Mengele bei seinen Versuchen assistierte, erzählt Nelson von einem Sonderkommando, das sich am KZ-Aufstand vom Oktober 1944 beteiligte. Die Angehörigen des Sonderkommandos bekamen Sonderrationen, durften länger leben und sich von den Besitztümern der vergasten Menschen nehmen. Dafür führten sie die frisch angekommenen 'Zugladungen' in die Umkleideräume vor die Gaskammer, holten ihre Leichen heraus und verbrannten sie in den Öfen. Der Rauch, die Asche setzte sich in ihrer Kleidung fest, auf ihre Gesichter. Tim Blake Nelson zeigt ihren schrecklichen Alltag, die Kamera stoppt zumindest vor der Tür zur Gaskammer. Man hört nur Schreie und Strampeln. Sonst bleibt dem Zuschauer nichts von der zutiefst grausamen Situation der Kzler erspart: SK-Mann Hoffmann ('Scream'-Polizist David Arquette), schlägt im Umkleideraum einen Mann tot, weil der ihm seine Uhr nicht geben wollte. Doch als er unter den Leichen ein wie durch ein Wunder noch atmendes Mädchen findet, setzt er alles daran, es zu retten. Zumindest eine Zeit lang. Währenddessen laufen die Vorbereitungen zur Zerstörung der Krematorien auf Hochtouren, denn mit einer Flucht- oder Überlebensmöglichkeit beim Aufstand rechnet (fast) keiner der Insassen. Die Munition schmuggelnden Frauen (Natasha Lyonne und Mira Sorvina mit ihren kurzgeschorenen Haaren kaum wieder zu erkennen) werden von den Wärtern gefoltert. Als das nicht fruchtet sehen sie mit an, wie ihre Mitgefangenen eine nach der anderen erschossen werden statt zu verraten, wer am geplanten Aufstand beteiligt ist. Es gibt keine 'Guten' in dem menschenverachtenden System des KZ.
Nelson, der zusammen mit der Indieschmiede Killer Films und Harvey Keitel, der den deutschen Aufseher des Sonderkommandos spielt, neben dem Schreiben, Inszenieren und Cutten auch produzierte, blieb der grausamen Geschichte treu. So realistisch seine Erzählweise - nur der Off-Text des toten Mädchens am Ende bricht damit - so realistisch sind auch Ausstattung und Kostüm. Das Lager wurde maßstabsgetreu am rumänischen Drehort nachgebaut.
Nachdem der Film wider das Vergessen - ein Wunsch, den auch eine Figur im Film äußert - seit 2001 auf Festivals weltweit sein Publikum bewegte, startet er nun zum 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz in den deutschen Kinos. hai.
Nach den Erinnerungen des überlebenden jüdischen Arztes Miklos Nyiszli, der dem berüchtigten Dr. Mengele bei seinen Versuchen assistierte, erzählt Nelson von einem Sonderkommando, das sich am KZ-Aufstand vom Oktober 1944 beteiligte. Die Angehörigen des Sonderkommandos bekamen Sonderrationen, durften länger leben und sich von den Besitztümern der vergasten Menschen nehmen. Dafür führten sie die frisch angekommenen 'Zugladungen' in die Umkleideräume vor die Gaskammer, holten ihre Leichen heraus und verbrannten sie in den Öfen. Der Rauch, die Asche setzte sich in ihrer Kleidung fest, auf ihre Gesichter. Tim Blake Nelson zeigt ihren schrecklichen Alltag, die Kamera stoppt zumindest vor der Tür zur Gaskammer. Man hört nur Schreie und Strampeln. Sonst bleibt dem Zuschauer nichts von der zutiefst grausamen Situation der Kzler erspart: SK-Mann Hoffmann ('Scream'-Polizist David Arquette), schlägt im Umkleideraum einen Mann tot, weil der ihm seine Uhr nicht geben wollte. Doch als er unter den Leichen ein wie durch ein Wunder noch atmendes Mädchen findet, setzt er alles daran, es zu retten. Zumindest eine Zeit lang. Währenddessen laufen die Vorbereitungen zur Zerstörung der Krematorien auf Hochtouren, denn mit einer Flucht- oder Überlebensmöglichkeit beim Aufstand rechnet (fast) keiner der Insassen. Die Munition schmuggelnden Frauen (Natasha Lyonne und Mira Sorvina mit ihren kurzgeschorenen Haaren kaum wieder zu erkennen) werden von den Wärtern gefoltert. Als das nicht fruchtet sehen sie mit an, wie ihre Mitgefangenen eine nach der anderen erschossen werden statt zu verraten, wer am geplanten Aufstand beteiligt ist. Es gibt keine 'Guten' in dem menschenverachtenden System des KZ.
Nelson, der zusammen mit der Indieschmiede Killer Films und Harvey Keitel, der den deutschen Aufseher des Sonderkommandos spielt, neben dem Schreiben, Inszenieren und Cutten auch produzierte, blieb der grausamen Geschichte treu. So realistisch seine Erzählweise - nur der Off-Text des toten Mädchens am Ende bricht damit - so realistisch sind auch Ausstattung und Kostüm. Das Lager wurde maßstabsgetreu am rumänischen Drehort nachgebaut.
Nachdem der Film wider das Vergessen - ein Wunsch, den auch eine Figur im Film äußert - seit 2001 auf Festivals weltweit sein Publikum bewegte, startet er nun zum 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz in den deutschen Kinos. hai.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Drama über "die Grauzone" von Auschwitz und den Häftlingsaufstand im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau am 7. Oktober 1944.
Kurzbeschreibung
Im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau arbeitet ein streng isoliertes "Sonderkommando" jüdischer Häftlinge 1944 in den Krematorien und Gaskammern. Als kleine Rädchen in der NS-Tötungsmaschinerie tragen sie zur Vernichtung der eigenen Leute bei. Unterstützt von weiblichen Mithäftlingen, die ihnen aus der Waffenfabrik Schießpulver zuschanzen, planen die Männer einen Aufstand. Doch der Versuch zur Befreiung Tausender wird durch die Mission zur Rettung eines einzelnen Mädchens in Gefahr bebracht.
Produktbeschreibungen
Im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau plant ein ungarisches Sonderkommando heimlich einen Aufstand. Die Mnner haben nichts zu verlieren Von Oberscharfhrer Muhsfeldt und seinen Schergen werden sie gezwungen, die eigenen Landsleute in den Tod zu fhren. Dafr erhalten sie kleine Privilegien, wohnen in Rumen innerhalb der Krematorien und ertauschen Geflligkeiten mit Wertgegenstnden der Ermordeten. Sie sind sich bewusst, dass ihnen ihr Handeln bestenfalls eine Frist von einigen Monaten einbringt. Danach werden auch sie gettet. Voller Verachtung und Selbsthass wollen sie nur eins die bestialische Vernichtungsmaschinerie der Nazis, deren Teil sie geworden sind, stoppen - und sei es nur fr eine kurze Zeit...