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Die Grünen: Von der Protestbewegung zur etablierten Partei - Eine Bilanz -
 
 
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Die Grünen: Von der Protestbewegung zur etablierten Partei - Eine Bilanz - [Gebundene Ausgabe]

Ludger Volmer
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Ausführliche Inhaltsangabe und Rezension: Jetzt reinlesen [159kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag; Auflage: 1. Aufl. (1. Dezember 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570100405
  • ISBN-13: 978-3570100400
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 345.367 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ludger Volmer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Nicht zuletzt stellt sich die Frage: Was wird aus der grünen Seele?" (Ludger Volmer )

Kurzbeschreibung

30-jähriges Gründungsjubiläum der Grünen im Januar 2010

Im Januar 1980 gründeten Öko- und Friedensbewegte, Feministinnen, Biobauern und Kiezhelden die grüne Partei. Innerhalb von 30 Jahren hat sie sich von den "Turnschuh-Politikern" zu einer politischen Kraft entwickelt, die in fast allen Parlamenten, nicht selten als drittstärkste Partei, vertreten ist, Regierungsverantwortung übernimmt, Bürgermeister und Minister stellt. Und doch unterscheiden sich Die Grünen immer noch von den anderen Parteien: in ihrer Streitkultur, ihrer Basis-Orientierung und in ihren Mythen. Ludger Volmer, Gründungsmitglied, Ex-Staatsminister und Ex-Vorsitzender, erzählt die Geschichte(n) dieser besonderen Partei aus der Innensicht als Beteiligter wie aus der Außensicht des sozialwissenschaftlichen Forschers.

• Insider- und Zeitzeugenbericht von einem der Mitbegründer
• Zugleich eine Geschichte der Bundesrepublik von den 70er Jahren bis heute




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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von malungu
Format:Gebundene Ausgabe
Obwohl die Rezensionen über dieses Buch nicht gerade überschwänglich waren, fand ich die Lektüre sehr interessant und anregend. Es wurde kritisiert, dass das Buch weder eine richtige Autobiographie noch eine distanziert-wissenschaftliche Analyse der Geschichte der Grünen sei. Aber warum sollte das nicht legitim sein? Im Gegenteil, es macht genau die Qualität des Buches aus. Es ist ein persönlicher Blick auf die Grünen und die jüngste deutsche Geschichte, kurzweilig erzählt, mit politischen Gedankengängen und Einschätzungen, die einen den Grünen wohlgesonnenen Leser dazu anregen, über seine eigenen Positionen nachzudenken.

Auffällig ist, dass Volmer in seiner Geschichte mit den Grünen anscheinend keine dauerhaft verlässlichen Weggefährten hatte. Dadurch mag der Autor selbst als der einzige wahrhaftige Muster-Grüne erscheinen, aber vielleicht illustriert es einfach eine Wirklichkeit in der Politik, wo es - selbst wenn man für die gleiche Sache kämpft - auch immer um den eigenen Vorteil, die persönliche Karriere und Geltung geht. Ambivalent ist Volmers Darstellung von Joschka Fischer, der vom Steine werfenden Sponti zum Turnschuhminister und schließlich Vizekanzler im Dreiteiler mutierte: einerseits Bewunderung für dessen Leistung als Außenminister, seine Integrationskraft und Popularität, andererseits Abneigung gegen Effekthascherei und Selbstinszenierung.

Bemängeln würde ich an diesem Buch nicht viel. Da ist so mancher Seitenhieb gegen Zeitgenossen, der etwas unmotiviert erscheint, und es gibt ein paar Detailfehler, die wohl darauf zurückgehen, dass das Buch schnell geschrieben wurde. Der Elysée-Vertrag wird 10 Jahre zu früh datiert (angeblich 50-jähriges Jubiläum im Jahr 2003), und in schlechtem Denglisch wird mehrfach der "Loser" zum "Looser". Dennoch beeindruckt das Buch durch die Detailfülle und Volmers subjektive Beobachtungen und Kommentare zu (partei)geschichtlichen Ereignissen, bei denen immer wieder der Gegensatz zwischen Gesinnungs- und Verantwortungsethik ein Thema ist.

Ingesamt ergibt sich durch dieses Buch ein Bild der Grünen als "bunter Haufen", der sich innerhalb von 30 Jahren von einer Sammelsurium verschiedenster Bewegungen in vielen heftigen, manchmal lächerlichen Auseinandersetzungen zur heutigen Mainstreampartei mit Profilschwäche entwickelt hat. Die letzten Seiten sind besonders lesenwert. Dort stellt Volmer Fragen, die die Grünen nicht nur für sich beantworten sollten, sondern mit denen sie auch wieder deutlicheres Profil gewinnen könnten.
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8 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ludger Volmer sieht die Geschichte der Grünen aus seiner Perspektive. Derjenigen der undogmatischen, emanzipatorischen Linken, wie er sagt. Beim Gründungskongress der Grünen in Karlsruhe beschreibt er auch die Agitation der K-Gruppen, die er selbst auch argwöhnisch betrachtete und die er aus früheren Auseinandersetzungen bereits kannte. Aber er hoffte damals auf eine Integration dieser Gruppen innerhalb der Grünen. Vielleicht war dies eine eher blauäugige und keine grüne Betrachtungsweise. Den "rechten" Flügel um Herbert Gruhl u. a. mochte er auch nicht besonders. Mit Genugtuung beschreibt er den Ausschluss des rechten Lagers um Herbert Gruhl auf dem dritten Gründungsparteitag in Dortmund. Die Grünen wären nach seiner Ansicht sonst eine "Blut-und-Boden-Partei" geworden, so wie es die Nachfolgeorganisation ÖDP heute sei. Hier steht er mit den K-Gruppen auf einer Linie, die dieser Faschisierungsthese anhängen. Entweder hat Volmer die Thesen von Gruhl oder der ÖDP nie gelesen oder er hat sich mit ihnen nie richtig auseinandergesetzt, denn sonst würde er ein solch schnelles Urteil nicht fällen. Ich vermisse hier eine differenziertere Betrachtung. Interessant ist in diesem Zusammnhang auch der Wandlungsprozess von Volmer als "Pazifist" in einer ehemals pazifistischen Partei. Bereits Anfang 2002 veröffentlichte Volmer einen Artikel in der Frankfurter Rundschau unter der Überschrift: "Was bleibt vom Pazifismus?", wo er den "abstrakt-gesinnungsethischen Pazifismus" als politisch handlungsunfähig bezeichnete und durch den Begriff des "politischen Pazifismus" ersetzte, der nach seiner Ansicht handlungsfähig sei. Damit öffnete Volmer die politischen Schranken der Grünen für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg im Kosovo und für eine militärische Intervention in Afghanistan. Selbst die von Volmer postulierte "Handlungsfähigkeit" seines politischen Pazifismus kann spätestens seit Afghanistan in Frage gestellt werden. Es ist keineswegs so, dass Volmer der politische Saubermann der Grünen ist, auch wenn er sich gerne selbst so sehen würde.
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