Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Trotz allem : Fast grosses Kino. Aber bestimmt nicht "Die wahre Geschichte", 1. Dezember 2009
Die Gräfin bietet dem Zuschauer einen selten gut ausgestatteten Kostümfilm, bis ins kleinste Detail in der Ausstattung rekonstruiert.
Allerdings ist der Untertitel "Die wahre Geschichte der Erzsébet Báthory" nonsens. Alleine schon wegen der dazu erfundenen Liebesgeschichte.
Die "wahre" Geschichte kennt kein Historiker genau, hier gibt es die unterschiedlichsten Urteile und Interpretationen. Michael Farin, der als Herausgeber der aktuellen deutschsprachigen Quellensammlung zu Báthory sowohl die zeitgenössischen Quellen als auch die Entstehung der späteren Báthory-Legende dokumentiert hat, hält die Báthory nicht für unschuldig, ebenso wie der anerkannte Historiker György Pollák.
Eine Bindung zur Protagonistin kann trotz der guten schauspielerischen Leistungen - Julie Delpy zeigt sich sowohl vor als auch hinter der Kamera von ihrer besten Seite und hat sich tolle Darsteller ins Boot geholt - nicht so recht aufkommen.
Genau betrachtet ist die Story etwas mager, weil ein zu starkes Gewicht auf die Liebesgeschichte gelegt wird. Warum Erzsébet Báthory solch einem extremen Blutrausch verfallen ist und ob die Ursache in ihrer freudlosen Kindheit zu finden ist, bleibt offen bis auf diese Vermutung:
Bestimmt lag es auch an dieser noch extremer als sonst so üblichen heuchlerischen Epoche des Katholizismus und des Lutheranertums, wo Liebe (Wasser) gepredigt wurde, und Hass (Wein) getrunken wurde bei den Pfaffen und Herrschenden.(Und das nicht nur zu jener Zeit.)
Eine Variation dieser Auffassung besagt, dass Báthorys Verhalten lediglich exzessiver war als das anderer Hochadliger. Sie sei demzufolge nur angeklagt worden, weil sie sich nicht nur mit Bauernmädchen begnügte, sondern schließlich auch Mädchen aus dem niederen Adel Ungarns umbrachte, darunter z.B. die Sängerin Helene Harczy, die sie in Wien kennengelernt hatte.
Trotz allem : Fast grosses Kino, man ist ja in diesen Kinozeiten nicht verwöhnt mit historischen Werken.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der gefährliche Jugendwahn!, 13. Dezember 2009
"Die Gräfin" spielt im 16.Jahrhundert und ist ein Historien-Thriller, der mit zurückhaltend kühler Optik und gezielt brutalen Effekten zu beeindrucken weiß.
Julie Delpie verkörpert die blutrünstige Gräfin ziemlich gut, was wohl auch an ihrer steifen und gefühlskalten Mimik liegen könnte. Die Gräfin, eine Frau, mit einer schrecklichen Kindheit und dem Glauben nie geliebt worden zu sein, wird von ihrem jüngeren Liebhaber getrennt und verfällt dem Jugendwahn. Der Irrtum ihr Alter sei schuld an dieser Trennung ( welche nicht die Entscheidung des Liebhabers war, komplette Erklärung im Film) treibt sie in einen Blutrausch. Sie wird wahnsinnig!
Mit seinen in braun bis grau gehaltenen Bildern und nebligen Landschaften ist dieser Film nichts für depressive Zeitgenossen und Fans von hübsch inszenierten
Kostümdramen á la Stolz und Vorurteil. Alles scheint so real, der Geruch des verwesten Blutes, die Mädchenleichen und Folterinstrumente, dass einem fast der Appetit vergehen könnte. Da beruhigt mich doch die Tatsache, dass dieser Thriller nicht zu 100 Prozent auf wahren Begebenheiten beruht.
Und die Moral von der Geschicht': Begegne nie einer alternden Diva! :-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Endlich mal wieder ein guter Film des Genres!!, 9. Dezember 2009
Da mich alle historischen Verfilmungen sehr interessieren, habe ich den Film mit Spannung erwartet. Und ich muss sagen, er ist super!
Handlung, Spannung, tolle schauspielerische Leistung, alles da! Im Gegensatz zu Vorgängern wie "Die Herzogin", die ich eher langweilig fand, hat mich der Film wirklich in seinen Bann gezogen bis zur letzten Minute.
Sicherlich ist er nicht historisch belegt, aber das muss ja auch nicht immer sein.
Wenn man also einen super spannenden historischen Horror-Krimi anschauen will, ist man hier genau richtig!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|