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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Leben für den Glauben,
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Gracia wächst in einem Lissabon auf, in dem die Inquisition nach spanischen Vorbild eingeführt werden soll. Geprägt von den Geschehnissen hält sie heimlich an ihrem jüdischen Glauben fest. Als sie einen Mann heiraten soll, der ihrer Meinung nach ein Verräter ist, sündigt sie das erste Mal, in der Gewissheit so ihre tiefe Gläubigkeit zu beweisen. Doch sie fühlt sich gleichzeitig schmutzig und die Unglücksfälle die danach passieren sieht sie als Strafe an. Immer religiöser wird sie, muß fliehen, ist gleichzeitig erfolgsreiche Geschäftsfrau. Mit einem der größten Handelsunternehmen, das sich mit den Fuggern messen kann wird sie eine der reichsten Frauen der Welt, doch ihr einziges Ziel ist es, dafür zu sorgen, daß möglichst viele Juden endlich ungestraft zu ihre Konfession ausleben können. Selbst das Wohl ihrer eigenen Familie ist ihr nicht so wichtig. So erfährt sie Respekt, wird als neue Esther gefeiert, doch von ihren Liebsten entfernt sie sich immer mehr....Eine wirklich beeindruckende Lebensgeschichte, ich habe die 749 Seiten verschlungen ohne eine langweilige Minute zu haben. Intrigen, Machtspielchen, Liebe vor dem Hintergrund der Inquisition. Prange hat es sich nicht einfach gemacht, die Charaktere sind glaubwürdig und vielschichtig, es ist mit sehr leicht gefallen, mich in die damalige Zeit zu versetzen. Es fällt schwer, Gracia zu mögen, die sich so stoisch um jeden Preis an ihren Prinzipien festhält, dafür ist mir Töchterchen Reyna, die sich ihren eigenen Weg sucht und die Dinge tut, die sie für richtig hält so richtig ans Herz gewachsen. Tolles Buch und echte Empfehlung für alle Historienfans, ich bin so begeistert wie damals von Der Medicus: Roman Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Verehrt und gedemütigt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Peter Prange hat schon mehrfach bewiesen, dass er das Metier des historischen Romans perfekt beherrscht. Man denke nur an die Trilogie "Die Principessa", "Die Philosophin" und "Die Rebellin".Und jetzt "Die Gottsucherin" - ein Roman über eine aufregende Zeit, das 16. Jahrhundert, die Renaissance - "mit gestaltet" von einer außergewöhnlichen Frau. Die Jüdin Garcia Mendes ist kaum bekannt, umso bedeutender aber war sie. Wir schreiben das Jahr 1528 in Lissabon. Garcia ist zwangsgetauft und kann und darf ihren jüdischen Glauben nicht praktizieren. Sie muss als Conversa leben. "Zuwiderhandlungen" werden von der Inquisition geahndet. Das hat in einer Zeit der Verfolgungen, des Hasses gegen die (ehemaligen) Juden fatale Folgen - auch für Garcia Mendes. Um diesen Folgen zu entgehen, flieht sie nach Antwerpen, später nach Venedig und endlich nach Konstantinopel. Immer bestrebt, ihrem Glauben treu zu bleiben und ihren Glaubensgenossen zur Flucht vor der Inquisition zu verhelfen. Dem sind ihre teilweise sehr erfolgreichen Geschäfte untergeordnet. Dem ist auch ihr persönliches Schicksal untergeordnet. Sie wird verfolgt und vergewaltigt. Sie bleibt nicht frei von Schuld - persönlich und gegenüber Menschen, die ihr sehr nahe stehen: ihrem Mann, ihrer Schwester, ihrer Tochter. Sie ist auf der Suche nach Gott - und nach sich selbst. Sie stellt sich gegen Kaiser, Könige und Päpste. Sie verrät ihre Liebe, wird verehrt und gedemütigt, reich und arm. Ein Schicksal, das anrührt. Glanz und Elend der Zeit werde von Peter Prange in farbenprächtigen Bildern beschrieben. Sehr detailliert erzählt er von den historischen Gegebenheiten - vor allem aber vom Judentum, von seinem kulturellen und religiösen Reichtum, von den Verfolgungen, denen es ausgesetzt ist und von der Kraft seines Glaubens. Gut recherchierte reale Geschichte und spannend erzählte Geschichten, in deren Mittelpunkt eine große Frau steht: Peter Pranges Buch hebt sich ab von der Menge historischer Romane. Es ist ein besonderes Leseerlebnis. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mehr Leben passt in kein Buch!,
Von Ramona Nicklaus "kielfeder.bplaced.net" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die Gottessucherin: Roman (Gebundene Ausgabe)
Buchrückentext:Darf man für die Liebe zu Gott die Liebe zu den Menschen opfern? Peter Prange erzählt die schicksalhafte Lebensreise der Gracia Mendes, einer der außergewöhnlichsten Frauen der europäischen Renaissance. Obwohl eine gläubige Jüdin, muss sie aus Angst vor der Inquisition wie eine Christin leben. Damit nicht genug, wird sie mit einem Mann verheiratet, der skrupellos Profit aus der Not seiner Not seiner Glaubensbrüder schlägt. Trotzdem wird der vermeintliche Verräter schon in der Hochzeitsnacht zur großen Liebe ihres Lebens. Unter der grausamen Gewaltherrschaft der Inquisition jedoch wird Gracia gezwungen, quer durch den brodelnden Kontinent zu fliehen. Die Reise der Gottessucherin beginnt, die Reise einer Kämpferin, die Königen und Päpsten die Stirn bieten wird... Diese Worte bleiben haften! Bei keinem Kapitel ist je ein Gefühl der Langeweile aufgekommen. Auch große Zeitspannen überwindet der Autor fast unauffällig und mit großem Geschick. Die Geschichte reißt nicht etwa ab. Unverkennbarer Stil und in jeder Situation - egal ob skurril oder alltäglich - sprechen für Peter Prange. Zum Beispiel die Situation, als Gracias Ehemann den Tod fand, trieb mir die Tränen in die Augen. Man fühlte ihre Liebe und Trauer so allgegenwärtig, dass man selbst betroffen war. Er schafft es meiner Meinung nach, mit seinen Worten zu malen. Sie wiegen den Leser so sanft und umschmeicheln ihn mit wundervollen, realistischen Bildern. Die unterschiedliche Wandlung der vielen Charaktere ist erstaunlich. Der fanatische Cornelius war mir die ganze Handlung über ein Dorn im Auge, aber ist sich dann zum Ende selbst zum Opfer gefallen. Gracia hat zum Ende glücklicherweise die Kurve gekriegt und ihrem Herz eine zweite Chance eingeräumt. Es wäre sehr bedauerlich gewesen, wenn ihre Geschichte im Streit und in Hartherzigkeit geendet hätte. In zwei Tagen habe ich dieses komplexe Buch bewältigt und bin überwältigt. Es war ein überaus ergreifendes, packendes Erlebnis und ich konnte mich nur sehr schwer davon trennen. Man muss diese super recherchierte Arbeit wirklich zu schätzen wissen. Die Kritiker haben Recht: Mehr Leben passt in kein Buch! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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